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Zertifizierte/r Verwalter/in nach § 26a WEG (IHK)

Vorbereitung auf die IHK-Prüfung zum zertifizierten Verwalter nach dem Wohnungseigentumsgesetz

Abschluss
SGD-Abschlusszeugnis nach erfolgreicher Lehrgangsteilnahme (auf Wunsch in Englisch); IHK-Abschluss „Zertifizierte/r Verwalter/in nach § 26a WEG (IHK)“ nach Bestehen der IHK-Prüfung gemäß Zertifizierter-Verwalter-Prüfungsverordnung
Art
öffentlich-rechtliche Prüfung
Studienform
Fernstudium
Regelstudienzeit
6 Monate
Lernaufwand/Woche
ca. 8 Std.
Selbstlernen gesamt
206 Std.
Präsenz
Eine abschließende Online-Veranstaltung mit vier Unterrichtsstunden: spezielle kaufmännische Grundlagen und Prüfungsvorbereitung mit Informationen zum Ablauf der IHK-Prüfung, Gebühr enthalten
Kosten & Gebühren
Gesamtkosten
1.374 €
Ratenzahlung
6 × 229 €

Die Prüfungsgebühr der IHK ist im Register nicht ausgewiesen und wird von der prüfenden Kammer gesondert erhoben

Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).

Überblick

Seit der Reform des Wohnungseigentumsgesetzes können Eigentümergemeinschaften verlangen, dass ihr Verwalter zertifiziert ist – und seit dem 1. Dezember 2023 gehört diese Bestellung zur ordnungsmäßigen Verwaltung, die jede:r Eigentümer:in einklagen kann. Zertifiziert ist, wer vor einer Industrie- und Handelskammer die Prüfung nach der Zertifizierter-Verwalter-Prüfungsverordnung bestanden hat oder kraft Ausbildung gleichgestellt ist. Für Verwaltungsunternehmen ist das zur Marktfrage geworden, für Quereinsteiger:innen zur Eintrittskarte. Der SGD-Lehrgang bereitet in sechs Monaten bei acht Wochenstunden auf genau diese Prüfung vor und folgt ihrem Rahmenplan: Grundlagen der Immobilienwirtschaft, rechtliche Grundlagen von WEG und Mietrecht bis Zwangsvollstreckung, kaufmännische Grundlagen mit Jahresabrechnung, Wirtschaftsplan, Hausgeld und Erhaltungsrücklage sowie technische Grundlagen von der Heizkostenabrechnung bis zur Verkehrssicherungspflicht. Neun Studienhefte und zwei Lehrvideos tragen den Stoff, eine abschließende Online-Veranstaltung wiederholt Kernthemen und erklärt den Prüfungsablauf. Abgenommen wird die Prüfung von einer IHK, schriftlich und mündlich, gegen eine Kammergebühr, die im Kurspreis nicht enthalten ist. Der Abschluss ist öffentlich-rechtlich – kein Instituts-Zertifikat –, aber er ist auch nur das, was das Gesetz verlangt: der Nachweis der Mindestkenntnisse. Wer in der WEG-Verwaltung fachlich tiefer will, ergänzt ihn um den Haus- und Grundstücksverwalter oder den Immobilienfachwirt.

Inhalte

  • Grundlagen der Immobilienwirtschaft: Steuern, Informationspflichten, Wettbewerbsrecht und Verbraucherschutz, Baurecht und Versicherungen, Eigentümerversammlung
  • Rechtliche Grundlagen: Miet- und Wohnungseigentumsrecht, BGB, Berufsrecht der Verwalter, Zivil- und Zwangsvollstreckungsrecht
  • Kaufmännische Grundlagen: Buchhaltung, Kosten- und Leistungsrechnung, Steuerungsinstrumente, internes und externes Rechnungswesen
  • Spezielle kaufmännische Grundlagen: Sonderumlagen, Erhaltungsrücklage, Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan, Hausgeld, Mahnwesen
  • Technische Grundlagen: Planungs- und Bauordnungsrecht, Wärmeschutz, Haustechnik von Wasser bis Aufzug, Heizkostenabrechnung, Brandschutz, Verkehrssicherung, Mängel und Abnahme, Barrierefreiheit, Fördermittel

Karriere

WEG-Verwaltung als Angestellte:r

Hausverwaltungen müssen zertifizierte Verwalter:innen vorhalten und suchen Objektbetreuer:innen mit dem Nachweis – der Kurs ist der direkte Weg dorthin.

Eigene Verwaltung gründen

Wer sich mit WEG-Verwaltung selbstständig macht, braucht neben der Erlaubnis nach § 34c GewO die Zertifizierung, um Aufträge zu bekommen.

Beiräte und Selbstverwalter

Verwaltungsbeiräte und Eigentümer:innen, die ihre Gemeinschaft selbst verwalten, beurteilen mit dem Wissen Abrechnungen, Beschlüsse und Bauvorhaben fundiert.

Zugangsvoraussetzungen

Keine besonderen Voraussetzungen; Berufserfahrung in der Verwaltung ist von Vorteil; Technik: Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetzugang

Wer die Prüfung braucht, wer befreit ist und wie sie abläuft

Die Zertifizierter-Verwalter-Prüfungsverordnung vom 2. Dezember 2021 regelt Inhalt und Form: Die IHK prüft schriftlich und mündlich die vier Grundlagenbereiche – Immobilienwirtschaft, Recht, Kaufmännisches, Technik –, die auch den SGD-Lehrplan gliedern. Gleichgestellt sind Menschen mit bestimmten Abschlüssen, die die Prüfung nicht ablegen müssen: Volljurist:innen, Immobilienkaufleute, Geprüfte Immobilienfachwirte sowie Absolvent:innen einschlägiger Hochschulstudiengänge mit immobilienwirtschaftlichem Schwerpunkt. Wer einen dieser Abschlüsse hat, braucht diesen Kurs nicht für die Zertifizierung – wohl aber vielleicht für das Fachwissen. Für die Gemeinschaft gilt: Das Recht auf eine:n zertifizierte:n Verwalter:in ist seit dem 1. Dezember 2023 Teil der ordnungsmäßigen Verwaltung; Verwalter:innen, die bereits am 1. Dezember 2020 bestellt waren, galten übergangsweise bis zum 1. Juni 2024 als zertifiziert. Bei juristischen Personen – der typischen Verwaltungs-GmbH – müssen die Beschäftigten, die unmittelbar mit der Verwaltung befasst sind, zertifiziert sein, nicht die Geschäftsführung als solche. Wichtig zur Abgrenzung: Die Zertifizierung ersetzt weder die Gewerbeerlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung noch die dort verankerte Weiterbildungspflicht von zwanzig Stunden in drei Jahren; alle drei laufen nebeneinander. Zur Prüfung meldest du dich direkt bei einer IHK an, die sie anbietet, und zahlst dort die Gebühr; die SGD-Veranstaltung am Kursende erklärt Ablauf und Anforderungen. Sechs Monate bei acht Wochenstunden sind für den Stoff ausreichend bemessen, Verwaltungserfahrung verkürzt die Vorbereitung spürbar.

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Zusätzliche Informationen

9 Studienhefte, 2 Lehrvideos, SGD-OnlineCampus; die Prüfung nimmt eine Industrie- und Handelskammer nach der Zertifizierter-Verwalter-Prüfungsverordnung ab; kostenlose Verlängerung der Betreuung auf 9 Monate; 30-Tage-Gastzugang zum OnlineCampus; 4 Wochen kostenlos testen.

Häufige Fragen

Welche Stelle prüft, und was kostet die Prüfung?
Bei einer Industrie- und Handelskammer, die die Prüfung nach der Zertifizierter-Verwalter-Prüfungsverordnung anbietet. Die Gebühr legt die Kammer fest; sie ist im Kurspreis nicht enthalten.
Muss jede:r Verwalter:in zertifiziert sein?
Eigentümergemeinschaften können es seit dem 1. Dezember 2023 verlangen. Befreit sind unter anderem Volljurist:innen, Immobilienkaufleute und Immobilienfachwirte; bei Unternehmen müssen die unmittelbar verwaltenden Beschäftigten zertifiziert sein.
Ersetzt die Zertifizierung die § 34c-Erlaubnis?
Nein. Gewerbeerlaubnis, Weiterbildungspflicht und Zertifizierung sind drei getrennte Anforderungen, die für gewerbliche WEG-Verwalter:innen nebeneinander gelten.
Brauche ich Vorkenntnisse?
Formal nicht. Verwaltungserfahrung hilft, weil die Prüfung Abrechnung, Wirtschaftsplan und Beschlussfassung praxisnah abfragt.

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Stand: 4. Juli 2026 · getstudium Redaktion