Geprüfte/r Immobilienfachwirt/in (IHK)
Vorbereitung auf die IHK-Prüfung zum/zur Geprüften Immobilienfachwirt/in gemäß Verordnung vom 9. Dezember 2019
- Abschluss
- Fortbildungsprüfung vor einer Industrie- und Handelskammer (IHK) – Abschluss „Geprüfte/r Immobilienfachwirt/in (IHK)“; SGD-Abschlusszeugnis nach erfolgreicher Kursteilnahme
- Art
- öffentlich-rechtliche Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 20 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 10 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 860 Std.
- Präsenz
- Kostenfreie zehntägige Veranstaltung zur Prüfungsvorbereitung (80 Unterrichtseinheiten)
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 4.380 €
- Ratenzahlung
- 20 × 219 €
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).
Überblick
Die Immobilienwirtschaft hat wenige geregelte Aufstiegswege – der Geprüfte Immobilienfachwirt (IHK) ist der wichtigste. Er richtet sich an Immobilienkaufleute, Verwalter:innen und Makler:innen, die vom Sachbearbeiten ins Steuern wechseln wollen: ein Portfolio bewirtschaften, ein Bauprojekt begleiten, ein Team führen, Investitionen rechnen. Die Verordnung von 2019 hat den Abschluss auf sechs Handlungsbereiche zugeschnitten, die genau diese Spannweite abbilden. Der SGD-Lehrgang arbeitet die sechs Felder in 20 Monaten bei etwa zehn Wochenstunden ab – von den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Branche über Unternehmenssteuerung, Personal und Bewirtschaftung bis zu Bauprojektmanagement und Vertrieb inklusive Maklerrecht. 25 Studienhefte und ein Fallstudienheft tragen den Stoff; eine kostenfreie zehntägige Vorbereitungsveranstaltung bündelt ihn vor der Prüfung. Drei Dinge gehören zur ehrlichen Rechnung: Die IHK verlangt für die Zulassung einschlägige Berufspraxis (ein Jahr nach einer Immobilienausbildung, sonst mehr), erhebt eine eigene Prüfungsgebühr, und der Abschluss ersetzt keine gewerberechtliche Erlaubnis – wer selbstständig vermitteln oder verwalten will, braucht weiterhin die Erlaubnis nach Paragraph 34c der Gewerbeordnung. Dafür erfüllt der Fachwirt die dort verlangte Sachkunde in aller Regel deutlich über das Mindestmaß hinaus.
Inhalte
- Rahmenbedingungen der Immobilienwirtschaft: Branche im nationalen und europäischen Wirtschaftssystem, Infrastruktur-, Energie-, Umwelt-, Wettbewerbs- und Verbraucherschutzpolitik
- Unternehmenssteuerung und Kontrolle: Rechtsformen, Finanzierung, Investitionsrechnung, Portfoliomethoden, Budgetierung, Besteuerung, Bilanzierung, interne Unternehmensrechnung
- Personal, Arbeitsorganisation und Qualifizierung: Personalmanagement, Auswahl und Entwicklung, Qualifizierungsplanung, Selbstmanagement, Moderation und Präsentation
- Immobilienbewirtschaftung: Miet- und Gewerbemietverträge, Wohneigentumsverwaltung, Gebäudemanagement, Instandhaltung und Modernisierung, Forderungs- und Konfliktmanagement, Bestandsentwicklung
- Bauprojektmanagement: Projektmanagement, Stadt- und Raumplanung, baurechtliche Vorprüfung, Objektfinanzierung, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Ausschreibung, Abnahme und Abrechnung
- Marktorientierung, Vertrieb und Maklertätigkeit: An- und Verkauf, Bewertung und Marktpreisbildung, Akquise und Kundenbindung, Marktsegmente, Recht der Maklertätigkeit
Karriere
Objekt- und Portfoliomanagement
Du verantwortest Wohn- und Gewerbebestände wirtschaftlich – Mietverträge, Instandhaltung, Bewirtschaftungskosten, Bestandsentwicklung – bei Wohnungsunternehmen, Fonds oder Verwaltungen.
Leitung in Verwaltung und Vermietung
Team- oder Abteilungsleitung in Hausverwaltungen und Wohnungsgesellschaften ist der klassische nächste Schritt nach dem Fachwirt.
Projektentwicklung und Bauherrenvertretung
Bauprojektmanagement, Objektfinanzierung und Wirtschaftlichkeitsrechnung bereiten dich auf die kaufmännische Seite von Neubau- und Sanierungsprojekten vor.
Zugangsvoraussetzungen
Erste Berufserfahrung in der Immobilienwirtschaft empfohlen; technische Voraussetzung: Multimedia-PC oder Laptop mit Windows, aktueller Browser, Internetzugang
Fachwirt, Maklererlaubnis und Weiterbildungspflicht – wie das zusammenhängt
In der Immobilienwirtschaft laufen drei Regelwerke nebeneinander. Erstens der Fachwirt als IHK-Fortbildungsabschluss: Zulassung mit Praxis (ein Jahr im Anschluss an eine dreijährige Immobilienausbildung, zwei bei einer anderen kaufmännischen Ausbildung, drei bei einer sonstigen und fünf ganz ohne Abschluss), Prüfung mit schriftlichen Situationsaufgaben und mündlichem Teil, Gebühr je Kammer. Zweitens die Gewerbeerlaubnis: Wer Immobilien vermittelt oder Wohnungseigentum verwaltet, braucht die Erlaubnis nach Paragraph 34c Gewerbeordnung – Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, für Verwalter:innen eine Berufshaftpflicht; einen Sachkundenachweis verlangt das Gesetz bislang nicht. Drittens die Weiterbildungspflicht der Makler- und Bauträgerverordnung: 20 Stunden in drei Jahren für Makler:innen und Wohnimmobilienverwalter:innen. Der Fachwirt ist damit weder Voraussetzung noch Ersatz für die Erlaubnis, aber er ist der anerkannte Nachweis, dass jemand die Branche über die Pflicht hinaus beherrscht – und für Angestellte in Wohnungsunternehmen der Schlüssel zu Leitungsstellen. Förderung: Aufstiegs-BAföG; die SGD bietet den Lehrgang zudem als Bildungsgutschein-Maßnahme an.
Verwandte Studiengänge
Zusätzliche Informationen
25 Studienhefte und ein Fallstudienheft, Lernprogramm Präsentation; die IHK erhebt eine gesonderte Prüfungsgebühr; Förderung über Aufstiegs-BAföG oder Bildungsgutschein möglich; Betreuungszeit kostenlos verlängerbar; 4 Wochen kostenlos testen; DQR-Niveau 6.
Häufige Fragen
- Muss ich Immobilienkaufmann sein, um zur Prüfung zugelassen zu werden?
- Nein. Mit einer Immobilienausbildung genügt ein Jahr Praxis; nach einer anderen kaufmännischen Ausbildung sind zwei Jahre immobilienwirtschaftliche Praxis nötig, nach einer sonstigen Ausbildung drei, ohne Abschluss fünf Jahre.
- Brauche ich den Fachwirt für die Maklererlaubnis?
- Nein. Die Erlaubnis nach Paragraph 34c Gewerbeordnung setzt Zuverlässigkeit und geordnete Vermögensverhältnisse voraus, keinen Abschluss. Der Fachwirt zählt aber als anerkannte Weiterbildung und stärkt deine Position gegenüber Kunden und Arbeitgebern.
- Ist das Vorbereitungsseminar Pflicht?
- Die SGD nennt eine kostenfreie zehntägige Veranstaltung zur Prüfungsvorbereitung; ob Präsenz oder online, erfährst du bei der Anmeldung. Für die IHK-Prüfung selbst ist die Teilnahme keine Voraussetzung, für das Bestehen erfahrungsgemäß hilfreich.
- Wie geht es nach dem Fachwirt weiter?
- Mit dem Fachwirt steht dir der Geprüfte Betriebswirt (IHK) auf Master-Niveau offen, und wird von vielen Hochschulen als Zugang zu einem Immobilienwirtschafts-Studium ohne Abitur anerkannt.
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