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GET STUDIUM

Geprüfte/r Immobilienmakler/in (SGD)

Fachwissen für Vermittlung, Verkauf und Vermietung von Immobilien – Recht, Bewertung, Finanzierung, Steuern, Marketing und Maklerpraxis

Abschluss
SGD-Abschlusszeugnis nach erfolgreicher Kursteilnahme; SGD-Zertifikat „Geprüfte/r Immobilienmakler/in (SGD)“ nach bestandener schriftlicher Prüfung zu Hause; beides auf Wunsch in Englisch
Art
institutsinterne Prüfung
Studienform
Fernstudium
Regelstudienzeit
12 Monate
Lernaufwand/Woche
ca. 9 Std.
Selbstlernen gesamt
413 Std.
Kosten & Gebühren
Gesamtkosten
2.364 €
Ratenzahlung
12 × 197 €

Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).

Überblick

Immobilienmakler:in ist in Deutschland ein Beruf ohne Ausbildungspflicht – jede:r darf ihn mit einer Gewerbeerlaubnis ausüben, und genau das ist sein Ruf-Problem. Wer sich abheben will, braucht belegbares Fachwissen: Maklerrecht und Provisionsteilung, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Bauplanungsrecht, Verkehrswertermittlung nach den Wertermittlungsverfahren, Finanzierung und Grunderwerbsteuer, dazu Marketing und die Praxis von Objektaufnahme, Exposé, Besichtigung und Abwicklung. Der SGD-Lehrgang deckt diese Breite in zwanzig Studienheften ab, ergänzt um ein Audiorepetitorium zum Wiederholen. Angesetzt sind zwölf Monate mit einem Wochenpensum von acht bis zehn Stunden, ohne Präsenz. Die Einsendeaufgaben führen zum Zeugnis, das SGD-Zertifikat verlangt eine schriftliche Prüfung, die du zu Hause bearbeitest. Vorausgesetzt werden kaufmännische Grundkenntnisse mit Berufserfahrung oder eine handwerkliche oder technische Ausbildung – Letzteres öffnet den Kurs für Menschen aus dem Bau, die Objekte fachlich beurteilen können und die kaufmännisch-rechtliche Seite nachholen. Einordnung: Das Zertifikat ist institutsintern, kein IHK-Abschluss. Die Berufszulassung selbst kommt nicht vom Kurs, sondern vom Gewerbeamt nach Paragraph 34c der Gewerbeordnung, und seit 2018 gilt für Makler:innen eine gesetzliche Weiterbildungspflicht, die der Kurs zwar inhaltlich erfüllt, die aber fortlaufend nachzuweisen ist. Wer den öffentlich-rechtlichen Abschluss will, geht zum Immobilienfachwirt; wer fundiert einsteigen will, ist hier richtig.

Inhalte

  • Arbeitsmethodik und Lerntechniken; volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen der Immobilienwirtschaft
  • Management und Marketing für Makler: Unternehmensziele, Statistik, Marketingstrategie, Marktforschung, Standortmarketing
  • Allgemeines Recht (BGB, Schuld- und Sachenrecht, Werkvertrag) und immobilienbezogenes Recht (VOB, Liegenschafts-, Wohn-, Nießbrauch-, Erbbaurecht)
  • Öffentliches Baurecht, Bodenordnung und Maklermarkt; Miet- und Pachtrecht, Wohnungseigentumsgesetz
  • Maklerrecht und Wettbewerbsrecht; Verkehrswertermittlung unbebauter und bebauter Grundstücke
  • Finanzierung, Versicherungen und Steuern; Maklerpraxis von Objektaufnahme und Exposé bis Verkaufsabwicklung

Karriere

Selbstständige Maklertätigkeit

Mit Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO Wohn- und Gewerbeimmobilien vermitteln – der Kurs liefert das Fachwissen, das der Markt bei Quereinsteiger:innen vermisst.

Anstellung in Maklerbüros, Banken und Verwaltungen

Immobilienabteilungen von Sparkassen und Banken, Maklerunternehmen und Hausverwaltungen besetzen Vertriebs- und Objektbetreuungsstellen mit fachlich vorbereiteten Kräften.

Eigene Immobilien professionell bewirtschaften

Vermieter:innen und Kapitalanleger:innen treffen mit Kenntnissen in Mietrecht, Bewertung, Finanzierung und Steuern bessere Entscheidungen.

Zugangsvoraussetzungen

Kaufmännische Grundkenntnisse und Berufserfahrung oder eine handwerkliche bzw. technische Berufsausbildung; Technik: Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetzugang

§ 34c GewO, Weiterbildungspflicht und Provisionsrecht – was der Beruf rechtlich verlangt

Drei Regelwerke bestimmen den Maklerberuf, und keines davon verlangt einen bestimmten Abschluss. Erstens die Gewerbeerlaubnis nach Paragraph 34c Gewerbeordnung: Wer gewerblich Immobilien oder Darlehen vermittelt, braucht sie vom zuständigen Amt; geprüft werden Zuverlässigkeit – etwa ein sauberes Führungszeugnis – und geordnete Vermögensverhältnisse, keine Sachkunde. Ein Sachkundenachweis war 2016 geplant und wurde gestrichen. Zweitens die Weiterbildungspflicht, die stattdessen seit August 2018 gilt: Makler:innen und Wohnimmobilienverwalter:innen müssen innerhalb von drei Jahren zwanzig Stunden Weiterbildung nachweisen, für sich und ihre unmittelbar mitwirkenden Beschäftigten; ein Lehrgang wie dieser zählt, ersetzt die laufende Pflicht aber nicht. Drittens das Provisionsrecht: Seit Dezember 2020 gilt beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher:innen das Halbteilungsprinzip – der Makler darf von der Käuferseite höchstens so viel verlangen wie von der Verkäuferseite –, Maklerverträge mit Verbraucher:innen brauchen die Textform, und bei der Wohnungsvermietung gilt seit 2015 das Bestellerprinzip. Der SGD-Lehrgang behandelt Maklerrecht und Wettbewerbsrecht in eigenen Heften, und darin liegt sein Wert: Die häufigsten Haftungsfälle im Maklergeschäft entstehen aus fehlerhaften Exposés, verletzten Aufklärungspflichten und unwirksamen Provisionsvereinbarungen. Zur Einordnung des Abschlusses: institutsinternes SGD-Zertifikat mit Verbandseinstufung auf Fernstudien-DQR 5; der öffentlich-rechtliche Weg ist der Geprüfte Immobilienfachwirt der IHK, für den der Kurs eine gute inhaltliche Vorbereitung ist.

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Zusätzliche Informationen

Studienmappe, 20 Studienhefte, Audiorepetitorium, SGD-OnlineCampus mit digitalen Lernkarten; Fernstudien-DQR-Niveau 5 laut Bundesverband der Fernstudienanbieter (Orientierungswert); kostenlose Verlängerung der Betreuung auf 18 Monate; Bildungsgutschein möglich; 4 Wochen kostenlos testen.

Häufige Fragen

Kann ich mit dem Zertifikat als Makler:in starten?
Ja, wenn du die Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO erhältst; geprüft werden dafür Zuverlässigkeit und Vermögensverhältnisse, nicht die Ausbildung. Der Kurs liefert das Fachwissen, nicht die Erlaubnis.
Erfüllt der Kurs die Weiterbildungspflicht?
Er zählt als Weiterbildung im Sinne der Makler- und Bauträgerverordnung, die zwanzig Stunden in drei Jahren verlangt. Die Pflicht läuft danach weiter und ist fortlaufend nachzuweisen.
Wie läuft die Prüfung?
Schriftlich zu Hause. Nach Bestehen erhältst du das SGD-Zertifikat; das Abschlusszeugnis gibt es bereits für die Einsendeaufgaben.
Was ist der Unterschied zum Immobilienfachwirt?
Der Immobilienfachwirt ist eine öffentlich-rechtliche IHK-Fortbildungsprüfung mit Zulassungsvoraussetzungen und DQR-Stufe 6. Der Immobilienmakler (SGD) ist ein institutsinterner Zertifikatslehrgang für den fundierten Einstieg.

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Stand: 19. Juli 2026 · getstudium Redaktion