Entspannungstrainer*in – Aufbaukurs (Laudius)
Spezialisierung ausgebildeter Coaches, Berater:innen und Trainer:innen auf das Anleiten von Entspannungsverfahren
- Abschluss
- Institutsinternes Laudius-Zeugnis „Grundlagen Entspannungstraining“; Laudius-Zertifikat „Entspannungstrainer*in“ nach schriftlicher und mündlicher Abschlussprüfung und Nachweis einer Berater-, Coach- oder Trainerausbildung
- Art
- institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 6 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 8 Std.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 1.014 €
- Ratenzahlung
- 6 × 169 €
- Nur digitale Lernunterlagen
- 954 € (6 × 159 €)
Regulärpreis laut Kursseite (Stand 2026-10-09), deckungsgleich mit dem ZFU-Register.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).
Überblick
Im Coaching kommt oft der Punkt, an dem Klient:innen genau benennen können, was sie stresst – und trotzdem mit hochgezogenen Schultern dasitzen. Für diesen Moment liefert der Aufbaukurs Werkzeuge: den kompletten Entspannungsteil des Entspannungstrainer-Lehrgangs, von Progressiver Muskelentspannung und Autogenem Training über Atem-, Bewegungs- und Imaginationsverfahren bis zu Kursplanung und Didaktik. Sechs Module mit 22 Lernheften, ergänzt um Audios und Videos zum Mitüben: Laudius setzt dafür ein halbes Jahr mit acht Lernstunden pro Woche an. Das Zertifikat bekommst du nach einer schriftlichen und einer mündlichen Abschlussprüfung, wenn du zusätzlich deine Coaching- oder Trainerausbildung nachweist; fehlt der Nachweis, bleibt es beim Zeugnis. Rechnerisch ist der Aufbaukurs der deutlich günstigere Weg: Die Monatsrate liegt zwar über der des Vollkurses, die Gesamtsumme aber gut ein Viertel darunter, und du bist sechs Monate früher fertig. Ob du später Kurse mit Kassenzuschuss leiten darfst, entscheidet dagegen nicht dieser Kurs, sondern dein Grundberuf.
Inhalte
- Grundlagen: Berufsbild, Gesundheitsmodelle, Stress und Neurobiologie, Indikationen und Gegenanzeigen von Entspannungsverfahren
- Körperbezogene Verfahren: Progressive Muskelentspannung, Atemtechniken, Tai Chi und Qigong, Entspannung in der Natur, Massagen, Wasseranwendungen und Sauna
- Kognitive Verfahren I: Glaubenssätze und Mindset, Elemente aus Kinesiologie und Jin Shin Jyutsu, Klopftechniken
- Kognitive Verfahren II: Autogenes Training von der Grund- bis zur Oberstufe, Achtsamkeit, Kurzentspannung für den Alltag
- Verfahren für die Seele: Meditation, Fantasiereisen und Imagination, Entspannung durch Düfte, Farben und Klänge
- Methodik und Didaktik: Kursplanung, Zielgruppen von Kindern bis Klinik, Seminardesigns, digitale Formate, Selbstständigkeit
Karriere
Entspannungsbausteine im eigenen Coaching
Kurze Atem- oder Muskelentspannungssequenzen geben Stress- und Konfliktcoachings einen körperlichen Gegenpol – und lassen sich als Übung für zu Hause mitgeben.
Kursreihen und Firmenworkshops
Mit den Seminardesigns aus dem Didaktikteil entstehen eigene Formate für Volkshochschulen, Bildungsträger oder Unternehmen, vom Einzelabend bis zur mehrwöchigen Reihe.
Zugangsvoraussetzungen
Erfolgreiche Teilnahme an einem Laudius-Berater-, -Coach- oder -Trainer-Lehrgang oder vergleichbare Kenntnisse, etwa aus einer Coaching-Ausbildung.
Kassenkurse in PMR und Autogenem Training: Grundberuf, 630 Stunden, Präsenzanteil
Einen Kassenzuschuss gibt es für Entspannungskurse erst, sobald die Zentrale Prüfstelle Prävention Kurs und Kursleitung anerkannt hat; die Maßstäbe setzt der Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbands, zuletzt gefasst im Dezember 2025. Für Progressive Relaxation und Autogenes Training verlangt er einen staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschluss mit Gesundheits- oder Sozialbezug und darin nachgewiesene Mindeststandards von zusammen 630 Stunden: Inhalte aus Pädagogik und Psychologie, aus der Medizin, Grundlagen der Gesundheitsförderung und ein fachpraktischer Teil. Diesen fachpraktischen Teil – 90 Stunden Beratung, Training, Selbsterfahrung und Einweisung in das Verfahren – schreibt der Leitfaden als Präsenzunterricht vor; Lernhefte können ihn nicht liefern. Fehlen in einer passenden Ausbildung einzelne Bausteine, dürfen bis zu 40 Prozent des Umfangs über Weiterbildungen ergänzt werden, und Weiterbildungszertifikate zieht die Prüfstelle heran, wenn Inhalte und Stunden daraus hervorgehen. Für Coaches ohne Gesundheits- oder Sozialberuf heißt das: Kassenkurse in PMR und Autogenem Training bleiben verschlossen; Selbstzahlende, Unternehmen und Bildungsträger bleiben dagegen ein offener Markt. Dies ist Orientierung, keine Rechtsberatung.
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Zusätzliche Informationen
Lehrgangsbeginn jederzeit, 4 Wochen kostenloses Probestudium; die Regelstudienzeit von 6 Monaten kann um bis zu 36 Monate kostenlos überschritten werden. Ein Online-Seminar nennt nur das ZFU-Register, die Kursseite keines.
Häufige Fragen
- Kann ich Entspannungskurse auch online anbieten?
- Ja, der Didaktikteil behandelt virtuelle Kurse, Webinare und Blended Learning und enthält ein Beispieldesign für einen Online-Kurs. Auch Kassen fördern Live-Online-Kurse, wenn sie die Kriterien der Zentralen Prüfstelle Prävention erfüllen – feste Termine, acht bis zwölf aufeinander aufbauende Einheiten von 45 bis 90 Minuten. An der Qualifikation der Kursleitung ändert das Format nichts.
- Darf ich Entspannungsverfahren in Kliniken oder Reha-Einrichtungen anleiten?
- Als Kursleitung im Auftrag der Einrichtung, ja – Diagnose, Indikation und Behandlung bleiben dort bei Ärzt:innen und Therapeut:innen. Das Lernheft zu besonderen Zielgruppen behandelt Kurse in Klinik und Reha und zeigt, wie du Übungen bei Schmerzen, Schlafproblemen, Tinnitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychischen Erkrankungen anpasst. Welche Qualifikation eine Klinik für die Kursleitung erwartet, klärst du am besten vor der Bewerbung. Keine medizinische oder rechtliche Beratung.
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Stand: 9. Oktober 2026 · getstudium Redaktion
