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GET STUDIUM

Geprüfte/r Fußpfleger/in (SGD) mit Nagelmodellage, Fräser- und Spangentechnik

Kosmetische und spezielle Fußpflege vollständig erlernen – von Reinigung und Lackieren über Nagelmodellage und Fräsertechnik bis zur präventiven Spangentechnik

Abschluss
SGD-Abschlusszeugnis „Behandlungen der kosmetischen und speziellen Fußpflege“ nach erfolgreicher Kursteilnahme; SGD-Zertifikat „Geprüfte/r Fußpfleger/in (SGD) mit Nagelmodellage, Fräser- und Spangentechnik“ nach Seminarteilnahme und bestandener Abschlussprüfung; beides auf Wunsch in Englisch
Art
institutsinterne Prüfung
Studienform
Fernstudium
Regelstudienzeit
8 Monate
Lernaufwand/Woche
ca. 10 Std.
Selbstlernen gesamt
344 Std.
Präsenz
Dreitägiges Praxisseminar mit Schwerpunkt Skalpell- und Fräsertechnik (laut Register in Bad Münster), in dem auch die Abschlussprüfung für das Zertifikat stattfindet
Kosten & Gebühren
Gesamtkosten
1.512 €
Ratenzahlung
8 × 189 €
Aufbaukurs für ausgebildete Kosmetiker:innen (6 Monate)
1.194 € (6 × 199 €)

Preise laut ZFU-Register (Stand 2026-09-08); der Aufbaukurs hat eine eigene Zulassung und setzt den Kosmetik-Abschluss voraus

Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).

Überblick

Fußpflege ist eines der wenigen Handwerke, das mit der Alterung der Gesellschaft automatisch wächst: Wer nicht mehr an die eigenen Füße kommt, braucht jemanden, der es kann. Der SGD-Lehrgang vermittelt die kosmetische und die sogenannte spezielle Fußpflege vollständig – Reinigung und Pflege, Lackieren, Packungen und Massage, Nagelmodellage, Skalpell- und Fräsertechnik zur Hornhaut- und Nagelbearbeitung sowie die Spangentechnik, mit der eingewachsene Nägel vorbeugend korrigiert werden. Anatomie, Krankheitsbilder am Fuß, Hygiene und Kosmetikrecht rahmen die Praxis. Gelernt wird zu Hause an einem Modell: Elf Studienhefte leiten Schritt für Schritt an, ein Berichtsheft und Fotos dokumentieren die Übungen, ein Lernvideo zeigt die Handgriffe. Acht Monate bei zehn Wochenstunden sind angesetzt. Das Zertifikat setzt ein dreitägiges Praxisseminar voraus, in dem Skalpell und Fräser unter Anleitung geübt werden und die Abschlussprüfung stattfindet; ohne Seminar bleibt es beim Zeugnis. Ausgebildete Kosmetiker:innen buchen den kürzeren Aufbaukurs mit eigener Zulassung. Die wichtigste Einordnung steht im Gesetz: Fußpflege ist ein freies Gewerbe, medizinische Fußpflege dagegen seit dem Podologengesetz eine geschützte Berufsbezeichnung mit zweijähriger Ausbildung. Dieser Kurs qualifiziert für die kosmetische Fußpflege, nicht für die Podologie – Behandlungen am kranken Fuß, etwa bei Diabetes, gehören in podologische Hände. Wer das beachtet, hat mit dem Kurs eine solide Grundlage für ein Studio, den mobilen Dienst oder die Erweiterung eines Kosmetik-, Pflege- oder Wellnessangebots.

Inhalte

  • Berufseinstieg in die Kosmetik, Kosmetikrecht, Hygiene und Arbeitsplatz
  • Füße reinigen und pflegen, Fußnägel lackieren, Fußpackungen und Fußmassage, Fußtraining und Fußbäder
  • Nagelmodellage
  • Anatomie für Fußpfleger:innen, Erkrankungen der Füße und vorbeugende Maßnahmen
  • Skalpelltechnik, Arbeiten mit dem elektrischen Fräser
  • Spangentechnik zur Prävention eingewachsener Nägel

Karriere

Eigenes Fußpflegestudio oder mobiler Dienst

Kosmetische Fußpflege ist ein zulassungsfreies Gewerbe; mobile Fußpflege für ältere Menschen zu Hause und in Einrichtungen ist stark nachgefragt.

Erweiterung im Kosmetik- und Wellnessbetrieb

Kosmetiker:innen, Nageldesigner:innen und Masseur:innen ergänzen ihr Angebot um Fußpflege und Nagelmodellage – der Aufbaukurs ist dafür gedacht.

Pflege- und Gesundheitsberufe

Pflegekräfte und Physiotherapeut:innen erweitern ihr Leistungsspektrum; die Akkreditierung bei der Registrierung beruflich Pflegender bringt Fortbildungspunkte.

Zugangsvoraussetzungen

Keine Vorkenntnisse für den Grundkurs; für den Aufbaukurs Nachweis einer Aus- oder Weiterbildung als Kosmetiker:in; benötigt werden eine Person als Modell für die Praxisübungen, kosmetische Werkzeuge und Materialien (vergünstigte Bestellmöglichkeit) und ein Fotoapparat zur Dokumentation

Kosmetische Fußpflege oder Podologie – die Grenze, die jede:r kennen muss

Seit dem Podologengesetz von 2002 ist „medizinische Fußpflegerin“ beziehungsweise „Podologe“ eine geschützte Bezeichnung: Sie darf nur führen, wer die zweijährige staatlich geregelte Ausbildung abgeschlossen hat, und nur Podolog:innen dürfen ärztlich verordnete Behandlungen zulasten der Krankenkassen abrechnen, etwa beim diabetischen Fuß. Alles andere – die kosmetische und pflegende Fußbehandlung am gesunden Fuß – ist ein freies Gewerbe ohne vorgeschriebene Ausbildung. Der SGD-Lehrgang bewegt sich bewusst in diesem Bereich und bezeichnet seinen Abschluss deshalb als „Geprüfte/r Fußpfleger/in (SGD)“, nicht als medizinische Fußpflege. Was das in der Praxis heißt: Hornhaut abtragen, Nägel kürzen und modellieren, Fräser einsetzen, präventive Spangen setzen – ja; eingewachsene, pilzbefallene oder verletzte Nägel behandeln, Hühneraugen operativ entfernen, Diabetiker:innen mit Neuropathie versorgen – nein, das gehört zu Ärzt:innen und Podolog:innen, und der Kurs lehrt genau diese Erkennung, damit du weiterverweisen kannst. Zwei weitere Punkte: Die Hygienevorschriften der Länder für Betriebe mit Haut- und Instrumentenkontakt gelten für Fußpflegestudios in vollem Umfang, Instrumentenaufbereitung ist Pflicht, und das Seminar übt sie ein. Und die Praxis zu Hause verlangt ein Modell – eine Person, deren Füße du regelmäßig behandeln und fotografieren darfst –, ohne das die Einsendeaufgaben nicht zu schaffen sind. Eine Förderung per Bildungsgutschein ist möglich und wird bei Fußpflege als Existenzgründung durchaus bewilligt.

Verwandte Studiengänge

Zusätzliche Informationen

Studienmappe, Berichtsheft, 11 Studienhefte (Aufbaukurs: 6), 1 Online-Lernvideo, SGD-OnlineCampus; Aufbaukurs mit eigener ZFU-Zulassung 7528625; von der „Registrierung beruflich Pflegender“ akkreditiert (40 Weiterbildungspunkte, Aufbaukurs 25); kostenlose Verlängerung der Betreuung auf 12 Monate; Bildungsgutschein möglich; 4 Wochen kostenlos testen.

Häufige Fragen

Bin ich danach „medizinische Fußpflegerin“?
Nein. Diese Bezeichnung ist Podolog:innen mit staatlicher Ausbildung vorbehalten. Der Kurs qualifiziert für die kosmetische und spezielle Fußpflege am gesunden Fuß als freies Gewerbe.
Ist das Praxisseminar Pflicht?
Für das SGD-Zertifikat ja: Im dreitägigen Seminar werden Skalpell- und Fräsertechnik geübt und die Abschlussprüfung abgenommen. Ohne Seminar erhältst du das Abschlusszeugnis für die bearbeiteten Kursinhalte.
Was ist der Aufbaukurs?
Eine kürzere Variante mit eigener ZFU-Zulassung für Menschen mit abgeschlossener Kosmetik-Ausbildung: sechs statt elf Studienhefte, sechs Monate, gleiches Seminar und Zertifikat.
Welche Ausrüstung brauche ich?
Kosmetische Werkzeuge und Materialien bis zum elektrischen Fräser, die du über die SGD vergünstigt bestellen kannst, eine Person als Modell und einen Fotoapparat für die Dokumentation der Übungen.

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Stand: 14. Juli 2026 · getstudium Redaktion