Geprüfte/r Aus- und Weiterbildungspädagoge/-pädagogin (IHK)
Vorbereitung auf die IHK-Fortbildungsprüfung zum/zur Geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen/-pädagogin gemäß Verordnung vom 21. August 2009
- Abschluss
- Fortbildungsprüfung vor einer Industrie- und Handelskammer (IHK) – Abschluss „Geprüfte/r Aus- und Weiterbildungspädagoge/-pädagogin (IHK)“; SGD-Abschlusszeugnis nach erfolgreicher Kursteilnahme
- Art
- a) öffentlich-rechtliche Prüfung b) institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 18 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 9 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 620 Std.
- Präsenz
- Drei kostenlose Online-Veranstaltungen mit insgesamt 82 Unterrichtseinheiten (laut Register ein obligatorisches fünftägiges Prüfungsvorbereitungsseminar sowie ein drei- und ein viertägiges Seminar)
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 3.708 €
- Ratenzahlung
- 18 × 206 €
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).
Überblick
Wer im Betrieb ausbildet, hat meist den Ausbilderschein – und stellt irgendwann fest, dass Ausbildungsplanung, Lernbegleitung, Prüfungsgestaltung und die Beratung von Kolleg:innen mehr verlangen als die AEVO-Grundlagen. Für genau diese Stufe hat der Bund 2009 den Geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen geschaffen: die erste Aufstiegsfortbildung für betriebliches Bildungspersonal, eingeordnet auf Niveau 6 des Qualifikationsrahmens. Der SGD-Lehrgang deckt die zehn Themenfelder der Verordnung ab – vom Recht der beruflichen Bildung über Lerntheorien, Medieneinsatz und Lernberatung bis zur Auswahl von Auszubildenden, zur Bewertung von Lernleistungen und zur Qualitätssicherung. 38 Studienhefte und fünf Fallstudien sind auf 18 Monate mit wöchentlich acht bis zehn Stunden verteilt; drei Online-Veranstaltungen mit zusammen 82 Unterrichtseinheiten bereiten auf die Prüfung vor, darunter ein fünftägiger Pflichtblock. Die Zulassung hat eine Besonderheit: Neben Ausbildung und Berufspraxis mit Bildungsbezug verlangt die IHK die bestandene AEVO-Prüfung oder eine vergleichbare berufspädagogische Qualifikation. Ohne Ausbilderschein ist der Lehrgang also der zweite Schritt, nicht der erste. Die Kammer berechnet ihre Prüfungsgebühr separat; als Aufstiegsfortbildung ist der Kurs über das Aufstiegs-BAföG förderfähig, die SGD bietet ihn zudem als Bildungsgutschein-Maßnahme an.
Inhalte
- Lern- und Arbeitsmethodik
- Rechtliche Grundlagen der beruflichen Bildung
- Lern- und entwicklungstheoretische Grundlagen von Lernprozessen
- Medienauswahl und Medieneinsatz
- Lern- und Entwicklungsberatung
- Organisation und Planung beruflicher Bildungsprozesse
- Gewinnung, Eignungsfeststellung und Auswahl von Auszubildenden
- Bewertung von Lernleistungen und Prüfungsgestaltung
- Berufspädagogische Begleitung von Fachkräften
- Qualitätssicherung
Karriere
Hauptamtliche Ausbildungsleitung
Vom nebenberuflichen Ausbilder zur Person, die Ausbildung im Unternehmen plant, Auszubildende auswählt und Kolleg:innen berufspädagogisch begleitet.
Bildungskoordination und Lernbegleitung
Lernberatung, Medienkonzepte und Prüfungsvorbereitung für Auszubildende und Fachkräfte – in Betrieben, Verbundausbildungen und überbetrieblichen Bildungsstätten.
Trainer:in und Dozent:in bei Bildungsträgern
Bildungsdienstleister, Kammern und Akademien suchen Lehrkräfte mit anerkannter pädagogischer Qualifikation für Umschulungen und Weiterbildungen.
Zugangsvoraussetzungen
Interesse an pädagogischen Fragestellungen; technische Voraussetzung: PC mit Internetzugang
Vom Ausbilderschein zum Bildungsprofi – die drei Stufen der Berufspädagogik
Die Qualifizierung des betrieblichen Bildungspersonals ist dreistufig aufgebaut. Am Anfang steht die Ausbildereignungsprüfung nach AEVO, die zum Ausbilden berechtigt. Darauf setzt der Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagoge auf – Niveau 6, dem Bachelor gleichgestellt –, und darüber liegt der Geprüfte Berufspädagoge auf Niveau 7. Die Verordnung von 2009 stammt aus der Zeit vor den Titeln „Bachelor Professional“ und „Master Professional“, deshalb führt das Zeugnis die klassische Bezeichnung; die Einstufung bleibt davon unberührt. Für die Prüfung gilt: schriftliche Situationsaufgaben aus den Handlungsfeldern, dazu ein praktischer Teil mit Fachgespräch – die SGD-Fallstudien trainieren das Format. Wichtig für die Planung ist die doppelte Zulassung: Berufspraxis mit Bezug zur Aus- oder Weiterbildung plus AEVO-Prüfung. Wer den Ausbilderschein noch nicht hat, legt ihn zuerst ab; die SGD bietet dafür einen eigenen Lehrgang an. Und für den Arbeitsmarkt: Der Abschluss ist in Industrie- und Handelsbetrieben, bei Bildungsträgern und in der Verbundausbildung anerkannt; im öffentlichen Schulwesen ersetzt er keine Lehramtsausbildung.
Verwandte Studiengänge
Zusätzliche Informationen
38 Studienhefte und 5 Fallstudien; die IHK erhebt eine gesonderte Prüfungsgebühr; Förderung über Aufstiegs-BAföG oder Bildungsgutschein möglich; Betreuungszeit kostenlos verlängerbar; 4 Wochen kostenlos testen; DQR-Niveau 6.
Häufige Fragen
- Brauche ich den Ausbilderschein vor dem Start?
- Für den Lehrgang nicht, für die IHK-Prüfung ja: Die Zulassung verlangt die bestandene AEVO-Prüfung oder eine vergleichbare berufspädagogische Qualifikation zusätzlich zu Ausbildung und Berufspraxis. Der Nachweis muss erst zur Prüfungsanmeldung vorliegen.
- Sind die Online-Veranstaltungen Pflicht?
- Die SGD nennt drei kostenlose Online-Veranstaltungen mit 82 Unterrichtseinheiten; laut ZFU-Register ist das fünftägige Prüfungsvorbereitungsseminar obligatorisch, die beiden kürzeren Seminare ergänzen es.
- Welchen Stellenwert hat der Abschluss?
- Ein öffentlich-rechtlicher Fortbildungsabschluss, DQR-Niveau 6, bundesweit einheitlich geregelt und die Vorstufe zum Geprüften Berufspädagogen auf Niveau 7.
- Wie wird der Lehrgang gefördert?
- Über das Aufstiegs-BAföG und – die SGD führt den Lehrgang als AZAV-Maßnahme – auch mit Bildungsgutschein; die Kammergebühr für die Prüfung trägst du selbst.
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Stand: 26. Juni 2026 · getstudium Redaktion
