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Selbstverteidigung

Online-Kurse im Fachbereich Gesundheit & Fitness

Sich schützen können: Selbstverteidigung für Frauen, für den Alltag und sogar für Rollstuhlfahrer, dazu Nahkampf-Training für Sicherheitsberufe – und mit Krav Maga das bekannteste System als eigener Lernweg.

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Der wirksamste Teil ist der unspektakuläre

Reale Selbstverteidigung beginnt lange vor der ersten Abwehrtechnik: Wahrnehmung (Situationen früh erkennen), Vermeidung (Distanz, Ausweichen ohne Gesichtsverlust) und ein Auftreten, das Täter-Kalküle stört – die guten Kurse hier behandeln genau das ausführlich, bevor es körperlich wird. Systeme wie Krav Maga setzen darauf einfache, grobmotorische Techniken, die unter Stress abrufbar bleiben. Und die ehrliche Grenze des Videotrainings: Timing und Stressresistenz entstehen nur mit Partner – ein Wochenendseminar oder Übungspartner macht aus Gelerntem Abrufbares.

Für Frauen: spezifisch statt verkleinert

Gute Frauen-Selbstverteidigung ist kein abgespecktes Allgemeinprogramm, sondern geht auf die realen Muster ein: Angriffe aus dem Nahbereich und dem eigenen Umfeld, Größen- und Kraftunterschiede, das Überwinden der Schrecksekunde. Entsprechend viel Raum geben die Kurse hier der mentalen Seite – Grenzen früh und laut ziehen, Stimme einsetzen, Umgebung nutzen – bevor Hebel und Schläge kommen. Techniken, die rohe Kraft voraussetzen, sind das Gegenteil von hilfreich; die Programme hier setzen auf das, was unabhängig von Statur funktioniert.

Für Sicherheits- und Einsatzberufe

Security, Türsteher und Personenschützer trainieren unter anderen Vorzeichen: Eigensicherung, Kontrolle statt Eskalation, rechtssicheres Handeln im Job. Die Fachformate hier – vom Nahkampftraining bis zum Teleskopschlagstock-Kurs – richten sich an genau diese Gruppe. Beim Thema Einsatzmittel gilt: Erwerb, Besitz und Führen unterliegen dem Waffenrecht und unterscheiden sich je nach Gegenstand und Einsatzkontext – prüfe die Rechtslage, bevor du Ausrüstung anschaffst. Dieser Hinweis ist allgemeine Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Kann ich mich nach einem Online-Kurs wirklich verteidigen?
Teils: Du wirst Techniken, ein besseres Auftreten und mehr Aufmerksamkeit mitnehmen – schon das senkt das Risiko realer Konflikte deutlich. Was kein Video liefert, ist die Erfahrung, unter Adrenalin gegen Widerstand zu handeln; dafür braucht es Partnertraining. Wer Selbstverteidigung ernst meint, nutzt den Kurs als Fundament und sucht sich ergänzend Übungspartner oder ein Wochenend-Seminar.
Was darf ich bei einem Angriff rechtlich tun?
Das deutsche Recht stellt Verteidigung auf ein solides Fundament: Notwehr (§ 32 StGB) erlaubt die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff zu beenden – auch zugunsten anderer. Grenzen gibt es trotzdem: Die Verteidigung muss dem Angriff angemessen bleiben, und wer nach beendetem Angriff nachsetzt, verlässt den Schutz der Notwehr. Gute Kurse behandeln diese Linie ausdrücklich. Wichtig: Diese Einordnung ist allgemeine Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Wie oft muss ich üben, damit es im Ernstfall abrufbar ist?
Regelmäßigkeit schlägt Umfang: Kurze, häufige Wiederholungen – zehn Minuten, mehrmals pro Woche – verankern Bewegungen tiefer als der seltene Marathon. Unter Stress bleibt nur, was automatisiert ist; deshalb gehören die immergleichen Grundtechniken so oft wiederholt, bis sie langweilig werden. Genau dann sind sie einsatzbereit.