Umweltingenieurwesen (B.Eng.)
Prüfung zum Bachelor of Engineering im Studiengang Umweltingenieurwesen
- Abschluss
- Bachelor of Engineering (B.Eng.)
- Art
- Hochschul-Bachelor
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 210 ECTS
- Regelstudienzeit
- 42 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 20 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 3522 Std.
- Präsenz
- Fünf Vor-Ort-Seminare in Darmstadt laut Register, darunter Baustoffkunde mit Labor; Klausuren an Prüfungsstandorten oder online
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 16.013 €
- Ratenzahlung
- 42 × 381 €
Kostenblock laut ZFU-Register (Stand 2026-09-08) für das siebensemestrige Profil mit 210 CP; das sechssemestrige Profil mit 180 CP ist kürzer und günstiger, die Kursseite nennt nur einen Einstiegspreis pro Monat
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).
Überblick
Umweltingenieurwesen ist an der WBH bautechnisch geerdet – und das unterscheidet es von vielen Umweltstudiengängen, die aus der Verfahrenstechnik oder den Naturwissenschaften kommen. Baustoffkunde mit Labor, Bauphysik und Gebäudetechnik, Baukonstruktion, Geotechnik, Vermessungskunde, Bauprojektmanagement, Bau- und Vertragsrecht: Das ist ein halbes Bauingenieurstudium, ergänzt um Wasserbau und Hydraulik, Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft, Verkehr und Mobilität sowie Raum- und Regionalplanung. Auf der anderen Seite stehen Biologie und Biochemie, Geologie und Ökologie, Energie und Umwelt, mechanische und thermische Verfahrenstechnik und das Umweltrecht für Ingenieure. In der siebensemestrigen Fassung mit 210 Punkten wählst du drei Module einer Vertiefung – Erneuerbare Energien und Ökotechnologien, Verfahrenstechnik oder Bau und Ökologie mit Umweltprüfung, Biotopplanung und Bauwerkssanierung – und zwei aus den anderen Richtungen; das sechssemestrige Profil mit 180 Punkten verzichtet darauf. Ab dem vierten Semester ist die berufspraktische Phase vorgesehen; wer in Bau, Entsorgung oder Planung arbeitet, bekommt sie in der Regel anerkannt. Zur Orientierung: Das Register setzt etwa zwanzig Stunden pro Woche an und listet fünf Präsenztermine in Darmstadt. Der Studiengang passt zu Menschen aus Bau, Ver- und Entsorgung oder Planung, die Umwelttechnik als Ingenieurdisziplin verstehen wollen; wer Umweltwissenschaft ohne Bau sucht, ist woanders besser aufgehoben. Die 210 Punkte öffnen ohne Umweg den Weg in einen Master, etwa zu den Nachhaltigkeitstechnologien der WBH.
Inhalte
- Einführung Ingenieurpraxis, Mathematik I, Naturwissenschaftliche Grundlagen I und II, Quantitative Entscheidungsinstrumente, Technisches Darstellen und CAD
- Energie und Umwelt, Biologie und Biochemie, Geologie und Ökologie, Technische Mechanik I, Mess- und Regelungstechnik
- Bautechnische Grundlagen: Baustoffkunde mit Labor, Bauphysik und TGA, Baukonstruktion, Geotechnik I, Vermessungskunde, Bauprojektmanagement, Bau- und Vertragsrecht
- Wasserbau und Hydraulik, Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft, Mechanische und Thermische Verfahrenstechnik, Verkehr und Mobilität I, Raum- und Regionalplanung I
- Interkulturelle Kommunikation, Umweltrecht für Ingenieure, Ingenieurwissenschaftliches Projekt
- Vertiefung (3 Module einer Richtung + 2 Module anderer Richtungen, je 6 CP): Erneuerbare Energien und Ökotechnologien (Regenerative Energietechnik, Energiespeichertechnik, Energie aus Biomasse), Verfahrenstechnik (Konstruktionslehre, Technikfolgenabschätzung, Nachhaltige Verfahrenstechnik), Bau und Ökologie (Umweltprüfung und Biotopplanung, Bauwerkssanierung, Raum- und Regionalplanung II)
- Berufspraktische Phase (12 CP, ab 4. Semester), Bachelorarbeit und Kolloquium (12 CP)
Karriere
Kommunen, Behörden und Wasserwirtschaft
Tiefbau- und Umweltämter, Wasserverbände, Abfall- und Recyclingunternehmen suchen Ingenieur:innen für Planung, Überwachung und Genehmigung.
Beratungs- und Gutachterbüros
Umweltprüfungen, Biotopplanung, Altlasten und Bauwerkssanierung – Felder, in denen die Vertiefung Bau und Ökologie unmittelbar anschließt.
Energieversorger und Industrie
Ökotechnologien, Energiespeicher und industrielle Prozessoptimierung führen zu Versorgern und produzierenden Unternehmen mit Umweltauflagen.
Zugangsvoraussetzungen
Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder eine vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst als gleichwertig anerkannte Berechtigung; ohne Abitur mit Meister-, Fachwirt- oder Technikerabschluss direkt, mit dreijähriger Ausbildung (Note 2,5) und zwei Jahren Berufspraxis über die Hochschulzugangsprüfung nach zwei Leistungssemestern
Umwelttechnik vom Bau her – warum das Profil trägt und für wen es passt
Die meisten Umweltprobleme, die Ingenieur:innen lösen, sind Infrastrukturprobleme: Kanalnetze, Kläranlagen, Deponien, Hochwasserschutz, Verkehrswege, Gebäudesanierung. Deshalb ist ein bautechnisches Fundament kein Umweg, sondern die Voraussetzung, in Kommunen, Verbänden und Planungsbüros wirksam zu werden – genau dort, wo Umweltingenieur:innen eingestellt werden. Der WBH-Studiengang zieht daraus die Konsequenz und lehrt Baukonstruktion, Geotechnik, Vermessung und Baurecht neben Ökologie und Verfahrenstechnik. Wer mit dieser Ausrichtung nichts anfangen kann, weil das Interesse eher bei Klimamodellen, Ökosystemforschung oder Umweltchemie liegt, sollte ein naturwissenschaftliches Umweltstudium wählen. Zu den Vertiefungen: Bau und Ökologie zielt auf Umweltprüfung, Biotopplanung und Bauwerkssanierung – das Feld der Umweltverträglichkeitsprüfungen und der Sanierung im Bestand, das mit dem Gebäudeenergiegesetz und der EU-Gebäuderichtlinie wächst; Erneuerbare Energien und Ökotechnologien verbindet regenerative Erzeugung, Speicher und Biomasse; Verfahrenstechnik mit Technikfolgenabschätzung und nachhaltiger Verfahrenstechnik richtet sich an die industrielle Seite. Zwei Studienprofile: sieben Semester mit 210 Punkten und Vertiefung, direkt masterfähig; sechs Semester mit 180 Punkten ohne Vertiefung. Zur Praxis: Baustoffkunde mit Labor liegt in den Präsenzphasen, fünf Seminartage in Darmstadt weist das Register aus; die berufspraktische Phase deckt eine Tätigkeit in Bau, Ver- und Entsorgung oder Planung ab. Umweltrecht für Ingenieure vermittelt den Rahmen von Wasserhaushaltsgesetz bis Kreislaufwirtschaftsgesetz, ohne den in diesem Beruf keine Planung genehmigungsfähig ist.
Verwandte Studiengänge
Zusätzliche Informationen
Kostenlose Verlängerung der Studienzeit um 21 Monate; Studienprofile 7 Semester (210 CP) oder 6 Semester (180 CP); Vertiefungsrichtung kann später festgelegt werden; Vorkurs Mathematik der WBH empfohlen; Anrechnung von Vorleistungen mit Gutschrift je ECTS-Punkt.
Häufige Fragen
- Wie viel Bauingenieurwesen steckt im Studium?
- Viel: Baustoffkunde, Bauphysik, Baukonstruktion, Geotechnik, Vermessung, Bauprojektmanagement und Baurecht gehören zum Pflichtteil. Umweltingenieurwesen ist an der WBH infrastrukturnah angelegt.
- Worin unterscheiden sich die Profile mit 180 und 210 Punkten?
- Sieben Semester bringen Vertiefung und Wahlbereich mit und führen ohne Zwischenschritt zum Master; sechs Semester sind kürzer und günstiger, verzichten aber auf die Vertiefung.
- Wie viel Präsenz gibt es?
- Fünf Seminartage in Darmstadt weist das Register aus, darunter das Baustofflabor. Klausuren legst du an einem Prüfungsstandort oder online ab.
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Stand: 5. Juli 2026 · getstudium Redaktion
