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Energieingenieurwesen (B.Eng.)

Prüfung zum Bachelor of Engineering im Studiengang Energieingenieurwesen

Abschluss
Bachelor of Engineering (B.Eng.)
Art
Hochschul-Bachelor
Studienform
Fernstudium
Credit-Points
210 ECTS
Regelstudienzeit
42 Monate
Lernaufwand/Woche
ca. 20 Std.
Selbstlernen gesamt
3612 Std.
Präsenz
Fünf Vor-Ort-Seminare in Darmstadt laut Register, darunter das Labor Energiesysteme; Klausuren an Prüfungsstandorten oder online
Kosten & Gebühren
Gesamtkosten
16.587 €
Ratenzahlung
42 × 389 €
davon Prüfungsgebühr
249 €

Kostenblock laut ZFU-Register (Stand 2026-09-08); die Kursseite nennt aktuell einen etwas niedrigeren Einstiegspreis pro Monat ohne Angabe der Zahldauer

Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).

Überblick

Die Energiewende ist ein Ingenieurproblem: Erzeugung, Netze, Speicher und Verbrauch müssen zu einem System werden, das mit schwankender Sonne und Wind stabil bleibt. Der Bachelor Energieingenieurwesen der WBH bildet dafür aus – nicht als Elektrotechnik mit Energieanhang und nicht als Verfahrenstechnik mit Kraftwerksmodul, sondern als eigener Studiengang, der Erzeugung, Transport und Speicherung von Energie von beiden Seiten betrachtet. Das Grundstudium ist klassisch ingenieurwissenschaftlich: drei Mathematikmodule, Naturwissenschaften und Mechanik, dazu Thermodynamik und Fluidmechanik, Mess- und Regelungstechnik, Informatik, BWL und Umweltrecht. Energiespezifisch sind Grundlagen und Komponenten der Energietechnik, Wärmekraftanlagen, Energiesysteme mit Labor sowie Modellierung und Simulation. Im sechsten Semester wählst du eine Vertiefung mit vier Modulen: Elektrische Energietechnik mit Maschinen, Leistungselektronik und Speichern, Energieverfahrenstechnik mit Biomasse und Umwelttechnik oder Erneuerbare Energien mit regenerativer Technik, Speichern und Wasserstofftechnologien. Sieben Semester, 210 Leistungspunkte, zwölf Punkte Berufspraxis. Laut Register gehören fünf Präsenztermine in Darmstadt dazu, bei etwa zwanzig Wochenstunden; die 42 Monate kannst du kostenlos um 21 verlängern. Die Mathematik ist auf Ingenieurniveau, der Vorkurs der WBH ist für Rückkehrer:innen keine Formsache. Mit 210 Punkten ist der Abschluss direkt masterfähig – ein Vorteil gegenüber sechssemestrigen Bachelorn.

Inhalte

  • Einführung Ingenieurpraxis, Mathematik I–III, Naturwissenschaftliche Grundlagen I und II, Grundlagen der Informatik
  • Grundlagen der Energietechnik, Einführung in die Elektrotechnik, Komponenten der Energietechnik, Wärmekraftanlagen, Energiesysteme mit Labor
  • Technische Mechanik I und II, Technische Thermodynamik, Fluidmechanik, Messtechnik, Regelungstechnik, Chemische Reaktionen und Werkstoffe, Wärme- und Stofftransport, Modellierung und Simulation
  • Betriebswirtschaftslehre, Interkulturelle Kommunikation, Umweltrecht für Ingenieure
  • Vertiefungsrichtung (4 Module, 24 CP): Elektrische Energietechnik (Elektrische Maschinen, Schaltungstechnik, Energiespeicher, Leistungselektronik) oder Energieverfahrenstechnik (Mechanische und Thermische Verfahrenstechnik, Energie aus Biomasse, Umwelttechnik) oder Erneuerbare Energien (Regenerative Energietechnik, Energiespeichertechnik, Energie aus Biomasse, Wasserstofftechnologien)
  • Wahlpflichtbereich (2 von 14, u. a. Gebäudeenergietechnik, Energierecht, Energieinformationsnetze, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit)
  • Berufspraktische Phase (12 CP, 5.–6. Semester), Projektarbeit, Thesis inkl. Kolloquium

Karriere

Planung und Betrieb von Energiesystemen

Kraftwerke, Netze, Speicher und dezentrale Erzeugung projektieren, bauen und betreiben – bei Versorgern, Netzbetreibern und Anlagenbauern.

Erneuerbare Energien und Wasserstoff

Die Vertiefung Erneuerbare Energien mit Wasserstofftechnologien zielt auf Projektentwickler, Elektrolyseur- und Speicherhersteller und die Energiewirtschaft.

Energiemanagement, Vertrieb und Beratung

Energieeffizienz in Gebäuden und Industrie, technischer Vertrieb und Beratung – die Kursseite nennt diese Felder ausdrücklich neben Forschung und Entwicklung.

Zugangsvoraussetzungen

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder eine vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst als gleichwertig anerkannte Berechtigung; ohne Abitur mit Meister-, Fachwirt- oder Technikerabschluss direkt, mit dreijähriger Ausbildung (Note 2,5) und zwei Jahren Berufspraxis über die Hochschulzugangsprüfung nach zwei Leistungssemestern

Drei Vertiefungen, ein Systemblick – wie sich Energieingenieurwesen von Elektrotechnik und Verfahrenstechnik unterscheidet

Die WBH bietet mehrere Wege in die Energiebranche: Elektro- und Informationstechnik mit Energietechnik-Schwerpunkt, Verfahrenstechnik mit Energieverfahrenstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen Erneuerbare Energien, den betriebswirtschaftlichen Bachelor Energiewirtschaft und Management – und diesen Studiengang. Sein Alleinstellungsmerkmal ist der Systemblick: Wärmekraftanlagen und Leistungselektronik, Biomasse und Netze, Speicher und Wasserstoff werden nicht als Anhängsel einer Mutterdisziplin behandelt, sondern als Teile eines Energiesystems, das im Modul Energiesysteme mit Labor auch praktisch untersucht wird. Die drei Vertiefungen decken die Hauptrichtungen der Branche ab: Wer zu Netzbetreibern, in die Antriebstechnik oder zu Speicherherstellern will, wählt Elektrische Energietechnik; wer in Kraftwerks-, Biomasse- oder Umwelttechnik geht, Energieverfahrenstechnik; wer Wind, Sonne, Speicher und Wasserstoff im Blick hat, Erneuerbare Energien. Der Wahlpflichtbereich erlaubt zusätzlich Gebäudeenergietechnik, Energierecht oder Energieinformationsnetze – Letzteres die Schnittstelle zur Digitalisierung der Netze. Ehrlich ist auch: Der Studiengang ist mathematisch und physikalisch fordernd, mit drei Mathematikmodulen, zwei Mechanik- und einem Thermodynamikmodul; die berufspraktische Phase zwischen fünftem und sechstem Semester deckt eine passende Berufstätigkeit ab. Absolvent:innen mit 210 Punkten können direkt in ingenieurwissenschaftliche Master wechseln, ohne Homogenisierungsphase. Die fünf Präsenztage in Darmstadt gehören in die Planung.

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Zusätzliche Informationen

Kostenlose Verlängerung der Studienzeit um 21 Monate; Vertiefungsrichtung kann später festgelegt werden; Vorkurs Mathematik der WBH empfohlen; Anrechnung von Vorleistungen mit Gutschrift je ECTS-Punkt.

Häufige Fragen

Wann muss ich die Vertiefung wählen?
Die vier Vertiefungsmodule liegen im sechsten Semester; die Kursseite bietet ausdrücklich an, die Richtung später festzulegen.
Wie viel Präsenz und Labor gibt es?
Fünf Präsenztermine in Darmstadt stehen im Register, darunter das Modul Energiesysteme mit Labor. Klausuren finden an Prüfungsstandorten oder online statt.
Kann ich ohne Abitur einsteigen?
Ja. Meister:innen, Fachwirt:innen und Techniker:innen steigen direkt ein; nach einer dreijährigen Ausbildung (Abschlussnote 2,5) plus zwei Berufsjahren führt der Weg über zwei Leistungssemester und die Hochschulzugangsprüfung.

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Stand: 4. Juli 2026 · getstudium Redaktion