Chemische Verfahrenstechnik (B.Eng.)
Prüfung zum Bachelor of Engineering (B.Eng.) im Studiengang Chemische Verfahrenstechnik
- Abschluss
- Bachelor of Engineering (B.Eng.)
- Art
- Hochschul-Bachelor
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 210 ECTS
- Regelstudienzeit
- 42 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 21 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 3793 Std. (5057 UE)
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 19.761 €
- Ratenzahlung
- 84 × 235 €
Drei Preismodelle mit gleicher Gesamtgebühr: Die genannte Rate gilt für die längste Zahldauer (84 Monate = doppelte Regelstudienzeit); bei kürzerer Zahldauer steigt die Monatsrate entsprechend.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Wie wird aus Rohstoffen ein marktfähiges Produkt – effizient, sicher und ressourcenschonend? Das ist die Kernfrage der Verfahrenstechnik. Diese Studienrichtung im WBH-Studiengang Verfahrenstechnik legt ein solides naturwissenschaftlich-mathematisches Fundament unter die Kernprozesse: Wärme- und Stofftransport, mechanische und thermische Verfahrenstechnik, Reaktionstechnik sowie Apparate- und Anlagentechnik. Über einen Wahlpflichtbereich – mit Schwerpunkten wie Angewandte Verfahrenstechnik oder Nachhaltigkeit – und ein ingenieurwissenschaftliches Projekt setzt du eigene Akzente. Der B.Eng. qualifiziert für Entwicklung, Planung und Betrieb verfahrenstechnischer Anlagen in der Chemie-, Pharma- und Prozessindustrie.
Inhalte
- Mathematik I–III
- Naturwissenschaftliche Grundlagen I und II
- Grundlagen der Informatik
- Einführung Ingenieurpraxis
- Chemische Reaktionen und Werkstoffe
- Einführung in die Elektrotechnik
- Betriebswirtschaftslehre
- Technische Mechanik I und II
- Mess- und Regelungstechnik
- Technische Thermodynamik
- Fluidmechanik
- Physikalische Chemie
- Angewandte verfahrenstechnische Berechnungen
- Wärme- und Stofftransport
- Mechanische Verfahrenstechnik
- Konstruktionslehre
- Reaktionstechnik
- Interkulturelle Kommunikation
- Apparate- und Anlagentechnik
- Computer Aided Engineering
- Technische Chemie
- Umweltrecht für Ingenieure
- Labor Chemische Verfahrenstechnik
- Thermische Verfahrenstechnik
- Ingenieurwissenschaftliches Projekt
- Berufspraktische Phase
- Wahlpflichtbereich (3 von 9): Schwerpunkt Angewandte Verfahrenstechnik (Verfahren der Pharmazie, Bio-Verfahrenstechnik, Sicherheit in der Chemieproduktion, Nachhaltige Verfahrenstechnik) / Schwerpunkt Nachhaltigkeit (u. a. Technikfolgenabschätzung, Energie aus Biomasse, Modellierung und Simulation von Energiesystemen)
- Bachelorarbeit und Kolloquium
Karriere
Anlagen entlang der ganzen Prozesskette
Betreiberunternehmen verfahrenstechnischer Anlagen suchen weit über die Chemie hinaus – die WBH nennt neben Pharma und Petrochemie auch Metall-, Papier-, Textil- und Entsorgungsindustrie. Das Studium deckt die Kette von der Reaktionstechnik bis zur Apparate- und Anlagentechnik ab.
Der Karriereschritt für Laborprofis
Die WBH beobachtet, dass dieser Studiengang besonders oft von Menschen mit Laborerfahrung gewählt wird – der Abschluss verschiebt die Perspektive von der Analyse zur Prozessverantwortung: vom Prüfen einzelner Proben zum Auslegen und Optimieren ganzer Produktionsverfahren.
Genehmigung, Überwachung, Gutachten
Genehmigungsbehörden, technische Überwachungsorganisationen und Sachverständigenbüros stehen ausdrücklich auf der Arbeitgeberliste. Dafür rüstet das Pflichtmodul Umweltrecht für Ingenieure – kombiniert mit dem wählbaren Modul Sicherheit in der Chemieproduktion ein seltenes Regulatorik-Profil.
Zugangsvoraussetzungen
Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder allgemeine oder fachgebundene Fachhochschulreife oder eine vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst als gleichwertig anerkannte Fachhochschulzugangsberechtigung
Eine Verfahrenstechnik, zwei Studienrichtungen
Die WBH führt ihre Verfahrenstechnik inzwischen als einen Studiengang mit wählbaren Studienrichtungen – neben der chemischen gibt es die Lebensmittelverfahrenstechnik. Der chemische Zweig vertieft physikalische und technische Chemie, Reaktionstechnik und thermische Verfahren und schließt ein eigenes Labor-Modul ein. Drei Wahlpflichtmodule aus neun schärfen das Profil in zwei Richtungen: angewandt (Pharmaverfahren, Bio-Verfahrenstechnik, Chemiesicherheit) oder nachhaltig (von Technikfolgenabschätzung bis zur Simulation von Energiesystemen).
Zusätzliche Informationen
Kostenlose Verlängerung der Studienzeit um 21 Monate möglich. Die berufspraktische Phase kann ab dem fünften Semester beginnen; eine einschlägige Berufstätigkeit kann angerechnet werden.
Häufige Fragen
- Verfahrenstechnik oder ein Chemiestudium – wo liegt die Grenze?
- Chemie fragt, was bei einer Reaktion passiert; Verfahrenstechnik fragt, wie man sie sicher, effizient und im Industriemaßstab betreibt. Physikalische und Technische Chemie sind hier Werkzeuge neben Thermodynamik, Fluidmechanik und Anlagentechnik. Wer rechnend-molekular arbeiten will, findet an der WBH dafür den eigenen Studiengang Computational Chemistry.
- Brauche ich Zugang zu einem Chemielabor?
- Nein – das Labor Chemische Verfahrenstechnik ist als Modul des sechsten Semesters in den Studienablauf integriert, und ein wesentlicher Teil der Prüfungen läuft online oder von zu Hause. Wer beruflich ohnehin im Labor- oder Anlagenumfeld arbeitet, kann diese Tätigkeit zudem auf die berufspraktische Phase anrechnen lassen.
- Wofür stehen die beiden Wahlpflicht-Schwerpunkte?
- Angewandte Verfahrenstechnik zielt auf Branchenprofile – Pharma, Biotechnologie, Chemiesicherheit. Der Schwerpunkt Nachhaltigkeit dagegen auf die Energie- und Umweltseite der Prozessindustrie, bis hin zur Modellierung von Energiesystemen. Da du drei Module frei aus beiden Katalogen wählst, lassen sich die Richtungen auch mischen.
