Achtsamkeitstrainer*in (Laudius)
Qualifizierung zur Anleitung von Achtsamkeitskursen, Workshops und Einzelcoachings einschließlich einer Coaching-Grundausbildung
- Abschluss
- Institutsinternes Laudius-Zeugnis „Grundlagen Achtsamkeitstraining“; Laudius-Zertifikat „Achtsamkeitstrainer*in“ nach Online-Seminaren sowie schriftlicher und mündlicher Abschlussprüfung
- Art
- institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 15 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 8 Std.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 2.085 €
- Ratenzahlung
- 15 × 139 €
- Nur digitale Lernunterlagen
- 1.785 € (15 × 119 €)
Regulärpreis laut Kursseite (Stand 2026-10-09); das ZFU-Register führt unter derselben Nummer die neunmonatige Fassung ohne Coaching-Block mit älterem Preis.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).
Überblick
Viele, die Achtsamkeit für sich entdeckt haben, merken irgendwann: Üben ist das eine, eine Gruppe durch eine Meditation zu führen oder einem gestressten Menschen im Einzelgespräch weiterzuhelfen, etwas ganz anderes. Der Laudius-Lehrgang setzt genau an dieser Lücke an. Er verbindet das Fachwissen zu Meditation, Atemtechniken, Bodyscan und progressiver Muskelentspannung mit einem eigenen Coaching-Teil, in dem du Gesprächsführung, den Umgang mit Widerständen und deine Rolle als Trainerin oder Trainer erarbeitest. In fünfzehn Monaten bei etwa acht Wochenstunden entwickelst du eigene Kurskonzepte und Unterrichtseinheiten; vier Online-Seminare und eine schriftliche und mündliche Abschlussprüfung führen zum Zertifikat. Vorkenntnisse brauchst du keine – das ist der Unterschied zum Aufbaukurs, der die Coaching-Grundlagen voraussetzt und dafür sechs Monate kürzer ist. Am besten passt der Lehrgang zu Menschen, die ohnehin mit Menschen arbeiten – in Pflege, Pädagogik, Beratung oder Personalentwicklung – und Achtsamkeit dort fundiert weitergeben wollen. Wer quer einsteigt, sollte die eigene Übungspraxis ernst nehmen: Ob Teilnehmende wiederkommen, hängt am Ende weniger am Zertifikat als daran, wie glaubwürdig du anleitest.
Inhalte
- Grundlagen der Achtsamkeit und Berufsbild Achtsamkeitstrainer*in
- Meditation und Atemtechniken in Theorie und Anwendung
- Achtsamkeit im Alltag und achtsame Kommunikation
- Körperliche, mentale und emotionale Achtsamkeit
- Bodyscan, progressive Muskelentspannung und weitere Achtsamkeitstechniken
- Gruppenleitung und Entwicklung eigener Kurskonzepte
- Achtsamkeit in der therapeutischen Anwendung
- Coaching: personale Kompetenz (Selbstfürsorge, Haltung, Selbstmanagement, Glaubenssätze und Stärken)
- Coaching: Aktivitäts- und Handlungskompetenz (Widerstände, Motivieren und Führen, Prozessmanagement)
- Coaching: sozial-kommunikative Kompetenz (Krisen, Ressourcen, Beziehungsgestaltung, Gesprächsführung)
- Coaching: Fach- und Methodenkompetenz (pädagogische und psychologische Methoden, rechtssicheres Handeln, Ethik)
Karriere
Eigene Kurse und Workshops
Volkshochschulen, Yoga- und Gesundheitsstudios sowie Firmen buchen Achtsamkeitskurse und Stressworkshops; mit eigenem Kurskonzept kannst du nebenberuflich oder selbstständig anbieten.
Ergänzung im bestehenden Beruf
Wer bereits Gruppen leitet, baut kurze Übungen in Teamentwicklung, Unterricht, Elternabende oder Stationsbesprechungen ein – ohne neues Berufsbild, aber mit einem belegbaren Methodenrepertoire.
Zugangsvoraussetzungen
Keine besonderen Vorkenntnisse. Technische Voraussetzung laut ZFU-Register: Endgerät mit Internetzugang, Headset und Webcam.
Kassenzuschuss und MBSR: was das Laudius-Zertifikat abdeckt und was nicht
Viele Teilnehmende von Achtsamkeitskursen fragen, ob die Krankenkasse einen Teil der Kursgebühr übernimmt. Das geht nur bei Kursen, die die Zentrale Prüfstelle Prävention nach § 20 SGB V zertifiziert hat, und die Prüfstelle verlangt neben einem geprüften Kurskonzept einen anerkannten Grundberuf, meist aus Gesundheit, Psychologie, Pädagogik oder Sozialarbeit. Wer einen solchen Beruf mitbringt, kann den Lehrgang als methodische Zusatzqualifikation einsetzen; ob er im Einzelfall anerkannt wird, entscheidet die Prüfstelle. Ohne passenden Grundberuf bleiben Kurse ohne Kassenzuschuss – für Unternehmen, Bildungsträger und Selbstzahlende ist das kein Hindernis. Eine zweite Abgrenzung betrifft MBSR und MBCT, die international standardisierten Achtsamkeitsprogramme: Sie haben eigene, mehrstufige Lehrerausbildungen mit Supervision, und wer Kurse unter diesen Namen anbietet, wird an deren Standards gemessen. Der Laudius-Lehrgang vermittelt Achtsamkeitstraining allgemein und lässt dir die Freiheit eines eigenen Konzepts, ersetzt aber keine MBSR- oder MBCT-Lehrerausbildung. Dies ist Orientierung, keine Rechtsberatung.
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Zusätzliche Informationen
Lehrgangsbeginn jederzeit, 4 Wochen kostenloses Probestudium; die Regelstudienzeit von 15 Monaten kann um bis zu 36 Monate kostenlos überschritten werden. Einsendeaufgaben laufen über den Online Campus, die Abschlussprüfung wird von zu Hause abgelegt.
Häufige Fragen
- Darf ich mit dem Zertifikat Menschen mit Angststörungen oder Depressionen begleiten?
- Nicht im Sinne einer Behandlung. Achtsamkeitsübungen können Teil einer Therapie sein, Diagnose und Behandlung psychischer Erkrankungen liegen aber bei Ärztinnen und Ärzten und bei Menschen mit psychotherapeutischer Approbation oder Heilpraktikererlaubnis. Deine Kurse richten sich an gesunde Menschen; möchte jemand in laufender Behandlung teilnehmen, sollte das mit der behandelnden Fachperson abgestimmt sein, und zeichnet sich eine Erkrankung ab, empfiehlst du fachliche Hilfe. Dies ist keine medizinische oder rechtliche Beratung.
- Ist „Achtsamkeitstrainer:in“ eine geschützte Berufsbezeichnung?
- Nein, die Bezeichnung ist frei. Gerade deshalb achten Auftraggeber:innen auf den Nachweis einer strukturierten Ausbildung, auf eigene Praxis und auf ein schlüssiges Kurskonzept. Dein Nachweis ist ein institutsinternes Laudius-Zertifikat; die ZFU-Zulassung belegt zusätzlich, dass Lehrmaterial und Vertragsbedingungen des Fernlehrgangs staatlich geprüft wurden.
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Stand: 9. Oktober 2026 · getstudium Redaktion
