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Lean Management & Six Sigma

Online-Kurse im Fachbereich Wirtschaft & Gründung

Verschwendung erkennen und Prozesse verbessern: Lean Management von den Grundlagen bis zur Wertstromanalyse, Kaizen als Verbesserungskultur, dazu Six Sigma mit dem Weißen Gürtel als Einstieg. Auch für Verwaltung und Büro – gleich mehrere Kurse widmen sich Lean jenseits der Fabrikhalle.

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Vom Toyota-Produktionssystem zum Lean Management

Die Wurzeln liegen im Japan der Nachkriegszeit: Toyota entwickelte unter Taiichi Ōno ein Produktionssystem, das konsequent alles eliminiert, wofür der Kunde nicht bezahlt. Viele Fachbegriffe sind deshalb japanische Lehnwörter und werden in den Kursen wie Vokabeln mitgelernt: Kaizen (kontinuierliche Verbesserung), Muda (Verschwendung), Jidoka (Automatisierung mit menschlichem Eingriff), Poka Yoke (Fehlervermeidung durch Gestaltung), Kanban (Signalkarte zur Materialsteuerung). „Lean“ selbst ist die westliche Systematisierung dieser Praxis, geprägt durch eine MIT-Studie der 1990er. Der kulturelle Kern – Probleme gelten als Schatz, nicht als Schande, und Verbesserung kommt von denen, die die Arbeit machen – ist dabei kein Beiwerk, sondern der Grund, warum reine Werkzeug-Einführungen so oft scheitern.

Gürtel bei Six Sigma: was Weiß, Gelb, Grün und Schwarz bedeuten

Six Sigma organisiert seine Qualifikationen in Gürtelstufen, vom White Belt (Grundverständnis) über Yellow und Green bis zum Black Belt, der datengetriebene Verbesserungsprojekte leitet. Wichtig für die Einordnung: Anders als bei ISO-Normen gibt es keinen weltweit einheitlichen Zertifizierungsstandard – Instanzen wie ASQ oder IASSC vergeben anerkannte Prüfungen, ein Onlinekurs vermittelt das Wissen einer Stufe und bescheinigt die Teilnahme. Einer der Kurse hier sagt das erfreulich offen dazu. Der Marktwert entsteht aus Methodenkompetenz plus einem vorzeigbaren Verbesserungsprojekt im eigenen Betrieb, nicht aus dem Dokument allein. Wer den formalisierten Audit-Weg sucht, findet ihn bei den ISO-9001-Kursen; die tägliche Verbesserungsarbeit in der Produktion hat ihr Zuhause bei Betrieb & Produktion.

Häufige Fragen

Lean oder Six Sigma – womit fange ich an?
Sie beantworten verschiedene Fragen: Lean richtet den Blick auf Fluss und Verschwendung – intuitiv zugänglich und oft sofort im eigenen Arbeitsbereich anwendbar. Six Sigma bekämpft Streuung mit Statistik und braucht Daten und Projektrahmen. Der übliche und gut begründete Einstieg ist Lean beziehungsweise der White Belt, der beide Welten einordnet; tiefer in die Statistik geht es dann bei Bedarf.
Funktioniert Lean auch außerhalb der Produktion?
Ja – Lean Administration überträgt die Prinzipien auf Verwaltung, Büro und IT, und mehrere Kurse hier tun genau das. Verschwendung sieht dort anders aus (Liegezeiten, Doppelarbeit, Medienbrüche statt Materialbestände), die Denkweise bleibt gleich. Die Übertragung braucht allerdings Anpassung: Wer Fabrik-Werkzeuge eins zu eins ins Büro kopiert, erzeugt vor allem Formulare.
Kanban kenne ich aus der agilen Softwarewelt – ist das dasselbe?
Derselbe Ursprung, zwei Ausprägungen: Das Kanban der Toyota-Welt steuert Material über Signalkarten nach dem Pull-Prinzip. Die Softwarewelt hat das Prinzip auf Wissensarbeit übertragen – Aufgaben-Boards mit begrenzter paralleler Arbeit. Wer die agile Variante sucht, wird beim agilen Projektmanagement fündig; hier geht es um das Original aus der Produktion.