Tierheilpraktikerin/Tierheilpraktiker
Vermittlung der medizinischen und naturheilkundlichen Grundlagen für eine Tätigkeit als Tierheilpraktiker/in mit Schwerpunkt Hund, Katze und Pferd
- Abschluss
- institutsinterne Online-Abschlussprüfung
- Art
- institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 20 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 9 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 774 Std.
- Präsenz
- Zwei obligatorische Präsenzseminare (je 17 Unterrichtsstunden)
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 3.700 €
- Ratenzahlung
- 20 × 185 €
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Tiere naturheilkundlich begleiten und dabei medizinisch fundiert arbeiten – das ist der Anspruch dieses Lehrgangs. Der SGD-Fernlehrgang Tierheilpraktikerin/Tierheilpraktiker führt über rund 20 Monate umfassend an die Tätigkeit heran, von den veterinärmedizinischen Grundlagen bis zur eigenen Praxis. Du baust solide Grundlagen in Anatomie, Physiologie und Pathologie bei Hund, Katze und Pferd auf, lernst Untersuchung, Diagnose und Injektionstechniken und bekommst einen Überblick über schulmedizinische Verfahren. Den naturheilkundlichen Kern bilden Homöopathie, Phytotherapie und Bachblütentherapie samt ihrer Möglichkeiten und Grenzen, ergänzt um Erste Hilfe, eine ausführliche Gesetzeskunde und das betriebswirtschaftliche Rüstzeug zur Praxisgründung. Den Großteil lernst du im Selbststudium; hinzu kommen verpflichtende Präsenzseminare für die Praxis. Vorausgesetzt werden ein Realschulabschluss und ein Mindestalter von 21 Jahren. Nach bestandener institutsinterner Online-Abschlussprüfung erhältst du den SGD-Abschluss.
Inhalte
- Grundlagen der Veterinärmedizin: Anatomie, Physiologie und Pathologie (Hund, Katze, Pferd) sowie Besonderheiten bei Kleinsäugern, Vögeln und Reptilien
- Überblick über schulmedizinische Therapiemethoden; übertragbare Krankheiten
- Anamnese, körperliche Untersuchung, Diagnosemethoden und Injektionstechniken
- Grundlagen der Naturheilkunde – Möglichkeiten und Grenzen: Homöopathie, Phytotherapie und Bachblütentherapie
- Erste-Hilfe-Maßnahmen am Tier
- Gesetzeskunde: Tierschutz-, Tierseuchen- und Arzneimittelrecht, Hygiene, Tollwut- und Heilpraktikergesetz
- Praxisführung: Gewerbeanmeldung, Versicherungen, Berufsordnung, Gebühren und Steuern
Karriere
Eigene Tierheilpraxis
Du kannst eine eigene naturheilkundliche Tierpraxis aufbauen – der Kurs vermittelt dazu auch Gewerbeanmeldung, Versicherungen, Berufsordnung und Praxismanagement.
Naturheilkundliche Begleitung von Tieren
Mit Homöopathie, Phytotherapie und Bachblütentherapie begleitest du Tiere ergänzend – im engen Zusammenspiel mit der tierärztlichen Versorgung.
Ergänzung in tiernahen Tätigkeiten
Das Wissen ist auch eine Bereicherung für Menschen, die bereits in Tierpflege, Tierbetreuung oder im Umfeld einer Tierarztpraxis tätig sind.
Zugangsvoraussetzungen
mindestens Realschulabschluss und Mindestalter 21 Jahre bei Lehrgangsbeginn, Einfühlungsvermögen sowie die Bereitschaft, Praktika zu absolvieren und sich fortzubilden; technische Voraussetzung: PC oder Laptop mit Internetzugang
Die Grenze zum Tierarzt – rechtliche Einordnung
Wichtig und im Kurs eigens behandelt (Gesetzeskunde): Bestimmte Tätigkeiten sind allein Tierärztinnen und Tierärzten vorbehalten. Dazu zählen unter anderem das Verschreiben und Anwenden verschreibungspflichtiger Arzneimittel, operative Eingriffe sowie der Umgang mit anzeigepflichtigen Tierseuchen. Es gelten das Tierschutzgesetz und das Tierseuchenrecht – die naturheilkundliche Arbeit ergänzt die tierärztliche Versorgung, ersetzt sie aber nicht. Zur Einordnung des Abschlusses: „Tierheilpraktiker:in“ ist – anders als der humane Heilpraktiker – keine staatlich geregelte, geprüfte Berufsbezeichnung. Der Lehrgang schließt mit einem institutsinternen SGD-Abschluss ab; eine staatliche Zulassung ist damit weder verbunden noch erforderlich.
Praxisnah mit obligatorischen Präsenzseminaren
Tiere behandelt man nicht nur am Schreibtisch. Deshalb gehören zum Lehrgang zwei verpflichtende Präsenzseminare (je 17 Unterrichtsstunden) sowie ein verpflichtendes Online-Seminar (10 Unterrichtsstunden), in denen du praktische Fertigkeiten einübst. Darüber hinaus ist die Bereitschaft zu Praktika Teil der Voraussetzungen – nur so sammelst du die praktische Erfahrung, die für die spätere Tätigkeit unerlässlich ist.
Häufige Fragen
- Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
- Du brauchst mindestens einen Realschulabschluss und musst bei Lehrgangsbeginn 21 Jahre alt sein. Hinzu kommen Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft, Praktika zu absolvieren und dich fortzubilden.
- Brauche ich eine staatliche Zulassung wie der Heilpraktiker?
- Nein. Anders als beim humanen Heilpraktiker gibt es für Tierheilpraktiker:innen keine staatliche Erlaubnispflicht und keine amtsärztliche Prüfung. Zu beachten sind aber der Tierarztvorbehalt sowie das Tierschutz- und Tierseuchenrecht, die der Kurs in der Gesetzeskunde behandelt.
- Worin unterscheidet sich der Kurs von der Tierpsychologie?
- Dieser Lehrgang fokussiert die körperliche Gesundheit und die naturheilkundliche Behandlung. Geht es dir vor allem um Verhalten, Erziehung und Verhaltenstherapie, ist Tierpsychologie der passende Kurs – viele kombinieren beide Felder.
