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Wirtschaftsmediation (Aufbaukurs, Hochschulzertifikat)

Spezialisierung ausgebildeter Mediator:innen auf Konflikte in Unternehmen, zwischen Geschäftspartnern und am Arbeitsplatz mit Hochschulzertifikat „Wirtschaftsmediator:in“

Abschluss
Hochschulzertifikat „Wirtschaftsmediator:in“ der Hochschule Wismar mit Teilnahmebescheinigung „Supervision“
Art
Hochschulzertifikat
Studienform
Fernstudium
Credit-Points
3 ECTS
Sprache
Deutsch
Präsenz
2 × 3 Tage am Wochenende in Wismar oder Köln, Kursgruppen bis 15 Personen; Grundausbildung an acht Standorten von Berlin bis München
Kosten & Gebühren
Gesamtkosten
1.500 €
Einzelsupervision (optional, zusätzlich)
350 €

Kostenseite (Stand 2026-09-09): Aufbaukurs mit Gruppensupervision, Prüfungsgebühren und Zertifikat; die Micro Degrees der Grundausbildung kommen hinzu. Umsatzsteuerfrei, monatliche Raten möglich, nicht ZFU-registriert.

Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).

Überblick

Ein Gesellschafterstreit, der vor Gericht landet, kostet Jahre und meist das Unternehmen; derselbe Streit in der Mediation ist oft in Wochen geregelt. Die Hochschule Wismar bildet seit Jahren Mediator:innen aus und bietet mit dem Aufbaukurs Wirtschaftsmediation die Spezialisierung auf genau diese Fälle: Konflikte zwischen Geschäftspartnern, in Teams, zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung, in Behörden. Wie der Aufbaukurs Familienmediation besteht der Kurs aus zwei dreitägigen Blöcken in Wismar oder Köln, Modul 7 zum Fachgebiet und Modul 8 als Supervision, mit Einsendearbeiten und einer Abschlussprüfung. Voraussetzung ist eine Mediationsausbildung von 210 Stunden, die bei der WINGS aus Konfliktmanagement und Mediation – Basic besteht. Die Zielgruppe ist breit: Jurist:innen, Steuer- und Unternehmensberatung, Personalleitungen, Betriebs- und Personalräte. ZFU-registriert ist der Kurs nicht; Preise und Termine laut Kursseite.

Inhalte

  • Modul 7 Wirtschaftsmediation: Konflikte in Geschäftsbeziehungen, zwischen Gesellschaftern, in Teams und Behörden
  • Konfliktkostenanalyse und frühzeitige Verfahrenswahl
  • Abschlussvereinbarungen im wirtschaftlichen Kontext, Zusammenarbeit mit Parteianwälten
  • Modul 8 Supervision: Reflexion eigener Fälle in der Gruppe, Einzelsupervision optional

Karriere

Mediation in Unternehmen und zwischen Geschäftspartnern

Gesellschafter-, Nachfolge- und Lieferantenkonflikte sind das klassische Feld; Wirtschaftsmediator:innen arbeiten hier freiberuflich oder aus Kanzleien und Beratungen heraus.

Innerbetriebliche Konfliktlösung

Personalleitungen, Betriebsräte und Compliance-Stellen nutzen Mediationskompetenz, um Teamkonflikte und Beschwerden zu klären, bevor sie arbeitsrechtlich werden.

Zugangsvoraussetzungen

Abgeschlossene Mediationsausbildung im Umfang von 210 Stunden; an der Hochschule Wismar erfüllt durch die Micro Degrees Konfliktmanagement und Mediation – Basic

Wirtschaftsmediation als Geschäftsmodell: was der Kurs klärt und was nicht

Der Markt für Wirtschaftsmediation ist in Deutschland kleiner als ihr Ruf, weil Unternehmen Konflikte lieber intern oder anwaltlich regeln. Wer als freie Mediator:in davon leben will, braucht neben dem Zertifikat ein Netzwerk in Kanzleien, Verbänden und Kammern und die Fähigkeit, Konfliktkosten in Zahlen zu übersetzen; das Modul zur Konfliktkostenanalyse zielt genau darauf. Realistischer ist für viele der Einsatz im eigenen Beruf: als Personalleitung, Betriebsrätin oder Berater mit mediativer Kompetenz. Rechtlich gilt, dass Mediator:innen ohne Anwaltszulassung keine Rechtsberatung erteilen dürfen und Abschlussvereinbarungen mit wirtschaftlicher Tragweite anwaltlich geprüft werden sollten; die Zusammenarbeit mit Parteianwälten ist deshalb Kursinhalt. Für den Titel nach der Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung zählt die Gesamtrechnung aus Grundausbildung, Praxisfällen und Supervision.

Verwandte Studiengänge

Zusätzliche Informationen

Durchgang Wismar: Wirtschaftsmediation 13.–15. November 2026, Supervision 8.–10. Januar 2027, Anmeldeschluss 12. Oktober 2026; Start im Frühjahr und Herbst. Achtstündige Präsenztage mit Gruppen- und Projektarbeit, dazwischen Selbstlernphase mit Studienbriefen.

Häufige Fragen

Kann ich den Aufbaukurs ohne die Micro Degrees buchen?
Nur mit dem Nachweis einer anderen Mediationsausbildung über 210 Stunden; ohne Grundausbildung ist der Kurs nicht belegbar.
Wie wird geprüft?
Über Einsendearbeiten und eine Abschlussprüfung; der Ablaufplan der Hochschule beschreibt zusätzlich die Bearbeitung eines Mediationsfalls.
Wann ist der nächste Start?
Im November 2026 in Wismar mit dem Supervisionsmodul im Januar 2027; Anmeldeschluss ist der 12. Oktober 2026.

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Stand: 21. Juni 2026 · getstudium Redaktion