Mediation – Basic (Micro Degree)
Hochschulzertifikat über Grundlagen, Prozess und Praxis der Mediation; zweiter Baustein der Mediationsausbildung der Hochschule Wismar
- Abschluss
- Hochschulzertifikat der Hochschule Wismar (Micro Degree, 6 ECTS)
- Art
- Hochschulzertifikat
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 6 ECTS
- Sprache
- Deutsch
- Präsenz
- 3 × 2 Tage live online oder in Präsenz; 2027 in Wismar (Anmeldeschluss 31.01.2027) und Köln (Anmeldeschluss 07.03.2027)
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 2.496 €
- Einzelmodul als Micro Credential (Teilnahmebescheinigung, 2 Credits)
- 799 €
Kursbeitrag für drei Module mit Prüfung laut Kursseite (Stand 2026-09-09), umsatzsteuerbefreit. Kein ZFU-Registereintrag auffindbar.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).
Überblick
Mediation – Basic ist der Kern der Mediationsausbildung an der Hochschule Wismar: Hier lernt man den Mediationsprozess mit seinen Phasen, die Haltung der neutralen dritten Person und die Werkzeuge, die Gespräche in Bewegung bringen, vom Perspektivwechsel über Reframing bis zur gewaltfreien Kommunikation. Das dritte Modul ist reine Fallarbeit mit Feedback der Dozierenden. Wie alle Micro Degrees der WINGS besteht der Kurs aus drei zweitägigen Modulen und einer Prüfung, die das Hochschulzertifikat mit sechs Credits freischaltet. 2027 wird er in Wismar und Köln angeboten; das Einführungsmodul läuft online, die Praxis vor Ort. Sinnvoll ist die Reihenfolge Konfliktmanagement, dann Basic, dann Advanced: Die ersten beiden ergeben die sechs Module, die die Hochschule für ihre Aufbaukurse Wirtschaftsmediation und Familienmediation verlangt. Ein ZFU-Eintrag existiert für die Micro Degrees nicht.
Inhalte
- Einführung und Grundlagen der Mediation: Prinzipien, Phasen und Struktur des Mediationsprozesses
- Rolle, Aufgaben und Haltung der Mediator:in, Möglichkeiten und Grenzen mediativer Verfahren
- Grundkenntnisse des Mediationsrechts
- Emotionen und Selbstreflexion für Fortgeschrittene: Perspektivwechsel, Reframing, gewaltfreie Kommunikation
- Mediation in der Praxis: Fallarbeit, Stärken- und Schwächenanalyse, Feedback der Dozierenden
- Handlungsempfehlungen für den beruflichen Alltag
Karriere
Auf dem Weg zur Mediator:in
Zusammen mit Konfliktmanagement, dem Advanced-Kurs und Supervision entsteht die Ausbildung, mit der die Hochschule Wismar seit Jahren Mediator:innen qualifiziert; dieser Kurs liefert das Verfahrenswissen dafür.
Innerbetriebliche Konfliktvermittlung
Betriebsräte, HR und Führungskräfte, die Konflikte zwischen Kolleg:innen strukturiert begleiten wollen, ohne als externe Mediator:in aufzutreten, bekommen hier Prozess und Haltung dafür.
Zugangsvoraussetzungen
Berufsausbildung und erste Berufserfahrung; für den Weg zur Mediator:in sinnvoll nach dem Micro Degree Konfliktmanagement
Was der Basic-Kurs vom Konfliktmanagement unterscheidet
Konfliktmanagement fragt, wie Konflikte entstehen und wie man sie als Beteiligte:r oder Führungskraft steuert; Mediation – Basic wechselt die Perspektive auf die allparteiliche dritte Person, die keinen eigenen Lösungsvorschlag macht, sondern das Verfahren führt. Deshalb steht hier der Prozess im Mittelpunkt: Auftragsklärung, Themensammlung, Interessenklärung, Optionen, Vereinbarung, und dazu das rechtliche Grundgerüst des Mediationsgesetzes. Die Übungen im Praxismodul lassen die Teilnehmenden selbst mediieren, mit Feedback aus der Gruppe und von den Dozierenden. Wer sich unsicher ist, ob die Rolle passt, kann das Einführungsmodul einzeln als Micro Credential belegen und danach entscheiden, ob Prüfung und Zertifikat folgen sollen.
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Zusätzliche Informationen
Das Einführungsmodul findet an beiden Standorten online statt, das Praxismodul in Präsenz. Kursgruppen sind laut Hochschule auf zwölf bis fünfzehn Teilnehmende begrenzt. Gemeinsam mit dem Micro Degree Konfliktmanagement ergibt der Kurs die sechs Module der WINGS-Mediationsausbildung; die Bezeichnung „zertifizierte:r Mediator:in“ nach Mediationsgesetz setzt darüber hinaus Praxisfälle und Supervision voraus.
Häufige Fragen
- Sollte ich vorher Konfliktmanagement absolvieren?
- Für die Zulassung nicht, für den Lernweg schon: Die Hochschule setzt beide Micro Degrees als Voraussetzung für ihre Aufbaukurse, und Konfliktmanagement liefert die Grundlagen zu Emotionen und Kommunikation, auf denen der Basic-Kurs aufbaut.
- Darf ich mich nach dem Kurs zertifizierte:r Mediator:in nennen?
- Nicht allein damit. Die Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung verlangt mindestens 130 Präsenzstunden, Praxisfälle und Supervision; die Hochschule bietet die fehlenden Teile in Mediation – Advanced und den Supervisionsangeboten an. Verbindlich ist der Verordnungstext.
- Wie viele Präsenztage sind es?
- Sechs Kurstage in drei Blöcken; je nach Standort laufen ein oder zwei Blöcke online, das Praxismodul findet vor Ort statt.
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Stand: 2. Juli 2026 · getstudium Redaktion
