Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspsychologie (B.Sc.)
Prüfung zum Bachelor of Science im Studiengang Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspsychologie
- Abschluss
- Bachelor of Science (B.Sc.)
- Art
- Hochschul-Bachelor
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 180 ECTS
- Regelstudienzeit
- 36 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 20 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 3096 Std.
- Präsenz
- Fünf Vor-Ort-Seminare in Darmstadt laut Register, fakultativ weitere; Klausuren an Prüfungsstandorten oder online
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 13.104 €
- Ratenzahlung
- 36 × 357 €
- davon Prüfungsgebühr
- 249 €
Kostenblock laut ZFU-Register (Stand 2026-09-08); der Einstiegspreis pro Monat auf der Kursseite liegt aktuell etwas darüber, ohne Angabe der Zahldauer
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).
Überblick
Wirtschaftspsychologie ist eines der gefragtesten Fächer im Fernstudium, und viele Programme verkaufen es als Psychologie mit Wirtschaftsanteil. Die WBH macht es umgekehrt und sagt das auch: ein BWL-Studiengang, ergänzt um Psychologie-Module. Rund die Hälfte der Module ist klassische Betriebswirtschaft von Rechnungswesen über Finanzierung, Marketing und Recht bis Unternehmensführung; die andere Hälfte führt in Grundlagen der Psychologie, Statistik und Forschungsmethoden, Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie, psychologische Handlungskompetenz sowie Markt- und Werbepsychologie. Drei Wahlmodule aus vierzehn schärfen das Profil in eine der beiden Richtungen – von KI in Produktion und Logistik oder Leadership bis zu Business Coaching, Persönlichkeits- oder Sozialpsychologie. Sechs Semester, 180 Leistungspunkte, studienbegleitende Berufspraxis; im Register stehen fünf Seminartage vor Ort in Darmstadt und gut zwanzig Wochenstunden fürs Lernen. Die Hochschule schreibt selbst, was andere verschweigen: Der Abschluss ist kein Psychologie-Abschluss, wird von den Psychologie-Berufsverbänden nicht anerkannt und berechtigt nicht zwingend zu einem konsekutiven Psychologie-Master – und damit erst recht nicht zum Weg in die Psychotherapie. Wer Personalentwicklung, Marktforschung, Beratung oder Führung anstrebt, bekommt ein passendes Werkzeugset auf wirtschaftswissenschaftlicher Basis. Wer Psycholog:in werden will, braucht ein anderes Studium.
Inhalte
- Einführungsprojekt Trendlab, Zeit- und Selbstmanagement; Wissenschaftliches Arbeiten mit KI; Business Englisch
- Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Kostenrechnung und Controlling, Grundlagen Marketing, Investition und Finanzierung
- Grundlagen der Psychologie I und II, Statistik für Psychologie, Forschungsmethoden in der Praxis
- Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie I und II, Psychologische Handlungskompetenz, Markt- und Werbepsychologie
- Grundlagen Nachhaltigkeitstransformation und Digitalisierung, Wirtschafts- und Arbeitsrecht, Volkswirtschaftslehre, Unternehmensführung
- Projekt- und Changemanagement, Personalmanagement, Seminar, Projektarbeit
- Wahlbereich (3 von 14 Modulen) BWL – u. a. KI in Produktion und Logistik, Servicemanagement, Online-Marketing, Leadership and Performance Management – oder Wirtschaftspsychologie – u. a. Psychologische Beratung und Business Coaching, Persönlichkeits-, Sozial- und Biologische Psychologie
- Berufspraktische Phase (12 CP, studienbegleitend), Bachelorarbeit und Kolloquium (12 CP)
Karriere
Personalentwicklung und Recruiting
Personalauswahl, Eignungsdiagnostik-Grundlagen, Entwicklung und Führungskräftebegleitung – die Kombination aus Personalmanagement und Organisationspsychologie zielt auf HR-Rollen mit Substanz.
Marktforschung, Marketing und Vertrieb
Markt- und Werbepsychologie, Statistik und Forschungsmethoden qualifizieren für Consumer Insights, Kampagnenplanung und datengestütztes Marketing.
Beratung, Coaching und Change
Mit den Wahlmodulen Psychologische Beratung und Business Coaching sowie Projekt- und Changemanagement entsteht ein Profil für interne Beratung und Organisationsentwicklung.
Zugangsvoraussetzungen
Hochschulzugangsberechtigung: allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Berechtigung; ohne Abitur mit Meister-, Fachwirt- oder Technikerabschluss direkt, mit dreijähriger Ausbildung (Note 2,5) und zwei Jahren Berufspraxis über die Hochschulzugangsprüfung
Was der Studiengang ist und was nicht – die Psychologie-Frage ehrlich beantwortet
Die Berufsbezeichnung Psycholog:in ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt, aber die Fachgesellschaften und der Berufsverband erkennen nur Abschlüsse an, die den Kernkanon der Psychologie in einem bestimmten Umfang abdecken; das Psychotherapeutengesetz von 2020 verlangt für den Weg in die Psychotherapie zudem einen polyvalenten Psychologie-Bachelor mit festgelegten Inhalten und einen approbationsführenden Master. Ein wirtschaftswissenschaftlicher Bachelor mit Psychologie-Modulen erfüllt beides nicht, und die WBH sagt das auf ihrer Kursseite unmissverständlich. Das ist kein Mangel, sondern eine Positionierung: Der Abschluss ist ein Bachelor of Science in BWL, der psychologisches Wissen dort einsetzt, wo Unternehmen es brauchen – bei Menschen in Organisationen, bei Kund:innen und in Entscheidungen. Für einen Master in Wirtschaftspsychologie an Fachhochschulen und privaten Hochschulen reicht er in der Regel, für einen universitären Psychologie-Master nicht. Zum Studium selbst: Die Psychologie-Module beginnen im ersten Semester parallel zur BWL, Statistik und Forschungsmethoden kommen früh und sind Pflicht – wer mit Zahlen hadert, sollte den Vorkurs Mathematik der WBH mitdenken. Die Wahlmodule erlauben eine bewusste Gewichtung; wer die Psychologie-Seite stärkt, wählt Business Coaching, Persönlichkeits- und Sozialpsychologie, wer die BWL-Seite stärkt, Leadership, Servicemanagement oder digitale Geschäftsmodelle. Fünf Präsenzseminare in Darmstadt sind laut Register Teil des Programms; die Studienzeit ist kostenlos um anderthalb Jahre verlängerbar.
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Zusätzliche Informationen
Kostenlose Verlängerung der Studienzeit um 18 Monate; laut WBH ein wirtschaftlich ausgerichteter Studiengang mit Psychologie-Modulen, kein Psychologie-Studium – nicht von den berufsständischen Psychologie-Verbänden anerkannt und nicht zwingend zulassungsfähig für einen konsekutiven Psychologie-Master; Anrechnung von Vorleistungen mit Gutschrift je ECTS-Punkt.
Häufige Fragen
- Kann ich mit dem Abschluss Psycholog:in werden?
- Nein. Laut WBH ist der Studiengang wirtschaftlich ausgerichtet und wird von den Psychologie-Berufsverbänden nicht anerkannt; er berechtigt nicht zwingend zu einem konsekutiven Psychologie-Master und nicht zur Psychotherapie-Ausbildung.
- Wie ist das Verhältnis von BWL zu Psychologie?
- Etwa hälftig im Pflichtteil, mit Schwerpunkt Betriebswirtschaft. Über drei Wahlmodule aus vierzehn kannst du die Gewichtung in eine Richtung verschieben.
- Gibt es Präsenzpflichten?
- Fünf Seminartage in Darmstadt sind laut Register vorgesehen, weitere freiwillig. Klausuren schreibst du an einem der Prüfungsstandorte in Deutschland, Österreich oder der Schweiz – oder immer öfter online.
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Stand: 15. Juni 2026 · getstudium Redaktion
