Agrarmanagement (B.Sc.)
Prüfung zum Bachelor of Science im Studiengang Agrarmanagement
- Abschluss
- Bachelor of Science (B.Sc.)
- Art
- Hochschul-Bachelor
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 180 ECTS
- Studiendauer
- Vollzeit 36 · Teilzeit I 48 · Teilzeit II 72 Monate
- Studienablauf
- flexibel – kein fester Semestertakt
- Lernaufwand/Woche
- ca. 26 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 5470 Std.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 16.512 €
- Ratenzahlung
- 48 × 344 €
- davon Prüfungsgebühr
- 699 €
- Ratenzahlung über 36 Monate (Vollzeit)
- 14.364 € (36 × 399 €)
- Ratenzahlung über 72 Monate (Teilzeit II)
- 18.648 € (72 × 259 €)
Die einmalige Graduierungsgebühr ist im Gesamtpreis enthalten und fällt am Studienende an.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Landwirtschaft ist längst ein datengetriebenes Geschäft – mit Drohnen über dem Feld, Sensoren im Stall und globalen Märkten im Rücken. Der Bachelor Agrarmanagement der IU bringt beides zusammen: agrarwissenschaftliches Fachwissen wie Pflanzenbau, Tierhaltung und Bodenkunde und die betriebswirtschaftliche Steuerung von Betrieben und Lieferketten. In zwei Praxisprojekten direkt im landwirtschaftlichen Betrieb wendest du Precision und Smart Farming an und denkst Ökonomie, Nachhaltigkeit und Agrarpolitik zusammen.
Inhalte
- Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
- Betriebswirtschaftslehre
- Naturwissenschaftliche Grundlagen für Landwirtschaft
- Grundlagen Pflanzenbau
- Pflanzenschutz und Agrarökologie
- Statistik
- Wirtschaftsmathematik
- Kollaboratives Arbeiten
- Tierhaltung, Tierernährung und Nutztierzüchtung – Grundlagen
- Bodenkunde und Pflanzenernährung
- Betriebswirtschaftslehre des Agrar- und Ernährungssektors und Supply Chain Management
- Buchführung und Bilanzierung
- Managerial Economics
- Interkulturelle und ethische Handlungskompetenzen
- Agrar- und Umweltpolitik
- Land- und Verfahrenstechnik
- Produktionsökonomie der Landwirtschaft
- Marketing
- Kosten- und Leistungsrechnung
- Praxisprojekt I – Landwirtschaftlicher Betrieb
- Praxisprojekt II – Landwirtschaftlicher Betrieb oder vor- und nachgelagerte Industrie
- Ökologischer Landbau
- Agrarmärkte und Landwirtschaftliche Marktlehre
- Investition und Finanzierung
- Seminar: Agrar-, Verwaltungs-, Umwelt- und EU-Recht
- Precision Farming und Smart Farming
- Tierhaltung, Tierernährung und Nutztierzüchtung – Vertiefung
- Personal und Unternehmensführung
- Methodische Ansätze in Schul- und Berufspädagogik
- Wahlpflichtfächer A, B und C (Auswahl aus dem Wahlpflichtkatalog)
- Bachelorarbeit und Kolloquium
Karriere
Betriebsleitung landwirtschaftlicher Betriebe
Du führst einen landwirtschaftlichen Betrieb unternehmerisch – von der Produktionsplanung über Investitionen und Fördermittel bis zur Vermarktung. Produktionsökonomie, Agrarrecht und die beiden Praxisprojekte im Betrieb bereiten gezielt auf die Leitung eines Hofs oder Agrarunternehmens vor.
Agrarhandel, Beratung und Agribusiness
In der vor- und nachgelagerten Industrie – Handel, Genossenschaften, Landtechnik, Futter- und Düngemittel, Lebensmittel – verbindest du Fachwissen mit Betriebswirtschaft: in Einkauf und Vertrieb, in der Betriebsberatung oder im Produktmanagement agrarnaher Produkte.
Nachhaltigkeit, Smart Farming und Agrarpolitik
Mit Precision und Smart Farming, ökologischem Landbau und der Nachhaltigkeit von Produktionssystemen arbeitest du an der Zukunft der Branche – bei AgTech-Unternehmen, in Verbänden und Behörden oder in Projekten zu Ressourcen- und Klimaschutz.
Zugangsvoraussetzungen
Hochschulzugangsberechtigung, mit fachgebundener Hochschulreife: eventuelles Probestudium notwendig, ohne Abitur: Meisterbrief / Aufstiegsfortbildung / mind. zweijährige Berufsausbildung mit mind. 3 jähriger Berufserfahrung (in Vollzeit); weitere Vorleistungen können angerechnet werden, siehe bitte Allgemeine Zulassungs- und Einschreibungsordnung der Hochschule
Management, keine Landwirt-Ausbildung
Wichtig für die Erwartung: Agrarmanagement ist ein betriebswirtschaftlich-agrarwissenschaftliches Studium – keine Berufsausbildung zur Landwirtin oder zum Landwirt und kein Ersatz für die praktische Ausbildung im Handwerk der Landwirtschaft. Du lernst, Betriebe und Wertschöpfungsketten zu steuern, nicht in erster Linie, Traktor oder Melkanlage zu bedienen. Zwei Praxisprojekte und ein Praktikum verankern das Wissen im echten Betrieb – Zugang zu einem landwirtschaftlichen Betrieb ist dafür hilfreich. Wer aus einer Landwirtsfamilie kommt oder in der Branche arbeitet, bringt ideale Voraussetzungen mit; wer neu einsteigt, organisiert den Praxisbezug am besten früh.
Verwandte Studiengänge
Häufige Fragen
- Brauche ich einen eigenen Hof oder Vorkenntnisse in der Landwirtschaft?
- Einen eigenen Betrieb brauchst du nicht, wohl aber Zugang zu einem landwirtschaftlichen Betrieb für die beiden Praxisprojekte und das Praktikum. Landwirtschaftliche Vorkenntnisse sind keine Zulassungsvoraussetzung – die naturwissenschaftlichen und agrarischen Grundlagen werden im Studium aufgebaut.
- Welche Jobs gibt es abseits des eigenen Hofs?
- Viele. Agrarhandel und Genossenschaften, Landtechnik- und Futtermittelindustrie, Lebensmittelwirtschaft, Beratung, Verbände und Behörden suchen Fachkräfte, die Landwirtschaft und Betriebswirtschaft verbinden – etwa in Einkauf, Vertrieb, Produktmanagement, Beratung oder im Agrar-Controlling.
- Kann ich ohne Abitur studieren?
- Ja. Neben der Hochschulreife führen ein Meisterbrief oder eine andere Aufstiegsfortbildung sowie eine mindestens zweijährige Berufsausbildung mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung ins Studium – gerade für erfahrene Praktiker:innen aus der Landwirtschaft ein realistischer Weg zum akademischen Abschluss.
