Fachkraft für Inklusions- und Integrationspädagogik (m/w/d) (SGD)
Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten, um integrativ, inklusiv und chancengerecht zu erziehen, zu unterrichten und zu beraten – etwa in Kitas, Schulen, sonderpädagogischen Einrichtungen, Beratungsstellen und im Beruf
- Abschluss
- institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 14 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 7 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 422 Std.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 2.730 €
- Ratenzahlung
- 14 × 195 €
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Seit der UN-Behindertenrechtskonvention ist Inklusion ein rechtlicher Anspruch – ob Teilhabe gelingt, entscheidet sich aber im pädagogischen Alltag, in der Krippe ebenso wie im Klassenzimmer oder in der Beratungsstelle. Genau dort setzt der SGD-Fernlehrgang Fachkraft für Inklusions- und Integrationspädagogik an: Er gibt dir die Konzepte und Methoden an die Hand, um Vielfalt bewusst zu gestalten statt sie nur zu verwalten. Du arbeitest dich von den Grundlagen inklusiven Handelns über das inklusive Arbeiten in Krippe, Kindergarten und Schule bis zu den großen Querschnittsthemen vor: Behinderung und sonderpädagogischer Förderbedarf, Mehrsprachigkeit, Migration und Flucht, Armut, genderbewusstes Arbeiten sowie die Zusammenarbeit mit Eltern und in interdisziplinären Netzwerken. Der Lehrgang richtet sich an pädagogische Fachkräfte mit Mindestalter 21 und mindestens zwei Jahren Berufserfahrung, die ihr Profil um inklusionspädagogische Kompetenz erweitern wollen. Nach Bearbeitung aller Einsendeaufgaben erhältst du das SGD-Abschlusszeugnis; mit der zusätzlichen Teilnahme am zweitägigen Webinar das SGD-Zertifikat „Fachkraft für Inklusions- und Integrationspädagogik (SGD)“.
Inhalte
- Inklusion als Recht aller Kinder – Grundlagen inklusiven Handelns
- Identitäts- und Moralentwicklung bei Kindern
- Inklusives Arbeiten in Krippe und Kindergarten
- Inklusion in schulischen Bildungseinrichtungen
- Inklusion von Kindern mit spezifischen Lernherausforderungen
- Inklusion von Kindern mit Behinderung
- Inklusion von Kindern mit Migrations- und Fluchterfahrung
- Inklusion mehrsprachig aufwachsender Kinder
- Genderbewusstes inklusives Arbeiten
- Inklusives Arbeiten mit Kindern aus armen Familien
- Inklusive Zusammenarbeit mit Eltern und Netzwerkarbeit
- Inklusives Arbeiten durch interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Inklusion im Berufsleben (UN-Behindertenrechtskonvention, Leichte Sprache)
- Kompetenzen und Arbeitsfelder inklusiv arbeitender Fachkräfte
Karriere
Zusatzqualifikation in Krippe, Kita & Schule
Du erweiterst dein Profil für die tägliche Arbeit in Kindertagesbetreuung und schulischen Bildungseinrichtungen und kannst Kinder mit unterschiedlichstem Unterstützungsbedarf gezielter begleiten – von Lernherausforderungen über Behinderung bis zu Mehrsprachigkeit.
Beratung, Familienzentren & Integrationsarbeit
Mit dem Schwerpunkt Migration und Flucht qualifizierst du dich für Aufgaben in Beratungsstellen, Familienzentren und der offenen Kinder- und Jugendarbeit, in denen interkulturelle und integrationspädagogische Kompetenz zunehmend gefragt ist.
Inklusion in Erwachsenenbildung & Beruf
Themen wie die UN-Behindertenrechtskonvention, barrierefreie Teilhabe und Leichte Sprache öffnen Felder in der Erwachsenenbildung und in der inklusiven Gestaltung von Arbeit und Beruf.
Zugangsvoraussetzungen
Mindestalter 21 Jahre, mindestens zwei Jahre Berufserfahrung (Erfahrung im pädagogischen, erzieherischen oder beratenden Bereich ist von Vorteil, aber nicht zwingend); technische Voraussetzung: Multimedia-PC mit Windows und Internetzugang
Zwei Abschlüsse: vom Zeugnis zum Zertifikat
Der Lehrgang führt zu zwei abgestuften Nachweisen. Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Einsendeaufgaben erhältst du das SGD-Abschlusszeugnis „Inklusions- und Integrationspädagogik“. Das aussagekräftigere SGD-Zertifikat „Fachkraft für Inklusions- und Integrationspädagogik (SGD)“ setzt zusätzlich die Teilnahme an einem zweitägigen Webinar voraus. Darin bearbeitest du in Einzel- und Gruppenarbeit komplexe Fallbeispiele und reflektierst sie gemeinsam mit Dozent:in und Mitstudierenden. Das Webinar läuft online, die Gebühr ist in der Lehrgangsgebühr bereits enthalten. Auf Wunsch werden Zeugnis und Zertifikat auch in englischer Sprache ausgestellt.
Anerkennung als Lehrerfortbildung
Der Lehrgang ist als Lehrerfortbildung durch die Hessische Lehrkräfteakademie akkreditiert (LA-Angebots-Nr. 02000220). Für Lehrkräfte ist er damit eine offiziell anerkannte Fortbildung; für andere pädagogische Berufe unterstreicht die Akkreditierung die fachliche Qualität der Inhalte.
Einordnung: Zusatzqualifikation, kein sonderpädagogisches Lehramt
Der Fernlehrgang ist eine berufsbegleitende Zusatzqualifikation, die vorhandene pädagogische Erfahrung um inklusions- und integrationspädagogische Kompetenz ergänzt. Er ersetzt weder ein sonderpädagogisches Lehramtsstudium noch eine staatlich anerkannte Ausbildung zur Heilpädagog:in. Für Tätigkeiten mit eigenem rechtlichen Status – etwa als Förderschullehrkraft – bleiben die jeweils geltenden staatlichen Qualifikationswege maßgeblich.
Häufige Fragen
- Muss meine Berufserfahrung aus dem pädagogischen Bereich stammen?
- Nein. Vorausgesetzt sind ein Mindestalter von 21 Jahren und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung – diese muss nicht zwingend pädagogisch sein. Erfahrung im erzieherischen, pädagogischen oder beratenden Umfeld ist von Vorteil, aber keine Bedingung.
- Meint „Inklusion“ hier nur Kinder mit Behinderung?
- Nein, der Begriff ist weit gefasst. Neben Behinderung und sonderpädagogischem Förderbedarf geht es um Mehrsprachigkeit, Migration und Flucht, Armut und genderbewusstes Arbeiten – mit dem Ziel barrierefreier Teilhabe für alle Kinder.
- Behandelt der Lehrgang Inklusion auch jenseits von Kita und Schule?
- Ja. Ein eigener Schwerpunkt widmet sich der Inklusion im Berufsleben – etwa der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Konzept der Leichten Sprache –, sodass sich die Inhalte auch in der Erwachsenenbildung und im beruflichen Umfeld nutzen lassen.
