Erziehungsberater*in frühe Kindheit (Laudius)
Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten, um Eltern und Familien in der frühen Kindheit ressourcenorientiert zu begleiten und zu beraten
- Abschluss
- Institutsinternes Laudius-Zeugnis (Grundlagen der Erziehungsberatung frühe Kindheit); Laudius-Zertifikat (Erziehungsberater*in frühe Kindheit) nach zusätzlichem Online-Prüfungsseminar
- Art
- institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 12 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 6 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 310 Std.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 2.904 €
- Ratenzahlung
- 12 × 242 €
- Nur digitale Lernunterlagen
- 2.736 € (12 × 228 €)
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Die ersten Lebensjahre sind für Eltern voller Glück – und voller Fragen: Warum schreit das Baby, was steckt hinter der Trotzphase, wie gelingt der Übergang in die Kita? Wer Familien in dieser prägenden Zeit fundiert und einfühlsam zur Seite stehen möchte, findet im Laudius-Fernkurs Erziehungsberater*in frühe Kindheit das passende Rüstzeug. In fünf Modulen mit 28 Lernheften gehst du durch die Entwicklung vom Säugling bis zum Schulkind: Grundbedürfnisse und Bindung, die psychische und körperliche Entwicklung, herausfordernde Phasen und ihre Bedeutung für Eltern und Kind. Genauso wichtig ist das Handwerk der Beratung – Elternkompetenz stärken, Gesprächsführung, Kommunikationsmodelle und Fragetechniken. Zwei Online-Seminare und drei individuelle Telefonsprechstunden bringen das Gelernte schon während des Kurses an reale Situationen heran. Vorausgesetzt wird ein qualifizierter Hauptschulabschluss; eine erzieherische Vorbildung ist hilfreich, aber kein Muss. Ideal ist der Kurs für Menschen aus pädagogischen, sozialen oder pflegerischen Feldern und für engagierte Eltern, die Familien professionell begleiten möchten.
Inhalte
- Grundbedürfnisse von Neugeborenem und Säugling
- Bedeutung von Bindung und Erziehung
- Psychologische und physiologische Entwicklung
- Besondere Entwicklungsmomente und ihre Herausforderung für Eltern und Kind
- Elternkompetenz stärken, Beratungskompetenz entwickeln
- Verschiedene Beratungssituationen, Kommunikationsmodelle und Fragetechniken
- Pädagogische, didaktische und methodische Aspekte der Elternberatung
- Erste Schritte in die Selbstständigkeit
Karriere
Eltern- und Familienberatung
Du klärst Eltern über eine gesunde, altersgerechte Entwicklung auf und begleitest sie bei Erziehungsfragen – freiberuflich, in der eigenen Praxis oder angestellt.
In Familienzentren, Mütterzentren und Kitas
Einrichtungen rund um die frühe Kindheit – Familienzentren, Elternschulen von Krankenhäusern, Kindertageseinrichtungen – setzen Beratungskompetenz für die Elternarbeit ein.
Ergänzung in sozialen und pflegerischen Berufen
Für Erzieher*innen, Hebammen oder Pflegekräfte erweitert das Beratungswissen das eigene Angebot rund um Familie und frühe Kindheit.
Zugangsvoraussetzungen
Mindestens qualifizierter Hauptschulabschluss; eine Vorbildung im erzieherischen Bereich (z. B. Erzieher*in) ist empfehlenswert, aber nicht Bedingung. Technische Voraussetzung: PC/Laptop mit Internetzugang sowie Mikrofon bzw. Headset
Privat und präventiv beraten – die Erziehungsberatungsstelle ist etwas anderes
Die Berufsbezeichnung Erziehungsberater*in ist in Deutschland nicht geschützt; führen darf sie grundsätzlich jede Person. Mit diesem Zertifikat begleitest du Eltern privat und vorbeugend – selbstständig, in einem Familien- oder Mütterzentrum oder ergänzend zu einem sozialen Beruf; der aufklärende, präventive Teil steht im Vordergrund. Davon zu unterscheiden ist die Erziehungsberatungsstelle nach § 28 SGB VIII: Diese öffentlich finanzierten Stellen der Jugendhilfe sind mit ausgebildeten Psycholog*innen und Sozialpädagog*innen besetzt und greifen oft bei ernsteren Konflikten und Belastungen. Und so, wie es der Kurs selbst lehrt, gilt: Beratung ist keine Therapie – bei psychischen Erkrankungen, Entwicklungsstörungen mit Krankheitswert oder Verdacht auf Kindeswohlgefährdung verweist du an Ärzt*innen, Psychotherapie oder das Jugendamt weiter.
Häufige Fragen
- Ab wann sollte ich Eltern an eine andere Stelle weiterverweisen?
- Sobald es über Erziehungsfragen hinausgeht – etwa bei Anzeichen einer psychischen Erkrankung, einer Entwicklungsstörung mit Krankheitswert oder einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Der Kurs schärft den Blick dafür und zeigt, an wen du dann verweist: Ärzt*innen, Psychotherapie oder das Jugendamt.
- Kann ich den Kurs ohne pädagogische Vorbildung machen?
- Ja. Verlangt wird ein qualifizierter Hauptschulabschluss; die fachlichen Grundlagen liefert der Kurs mit. Eine erzieherische Vorbildung ist hilfreich, aber keine Bedingung – auch engagierte Eltern und Quereinsteiger steigen ein.
- Warum nur die frühe Kindheit?
- Der Kurs konzentriert sich bewusst auf die Jahre von der Geburt bis zum Schuleintritt – die Phase, in der Bindung und Entwicklung die Weichen stellen. Das macht dich zur Ansprechperson für genau diese sensible Zeit, statt allgemein über Erziehung zu beraten.
