Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)
Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für eine Tätigkeit im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) z. B. als Gesundheitsbeauftragte/r in Unternehmen und Organisationen, freiberufliche/r Berater/in, Projektleiter/in im Betrieblichen Gesundheitsmanagement
- Abschluss
- Zertifikatsprüfung in Zusammenarbeit mit Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK) bzw. institutsinterne Prüfung
- Art
- institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 14 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 7 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 421 Std.
- Präsenz
- Ein 3-tägiges Abschlussseminar in Hannover
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 3.001 €
- Ratenzahlung
- 14 × 203 €
- davon Prüfungsgebühr
- 159 €
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Krankheitstage, Stress und der Wettbewerb um Fachkräfte machen die Gesundheit der Belegschaft zum Erfolgsfaktor – Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist die Disziplin, die sie systematisch fördert. Der SGD-Fernlehrgang Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK) qualifiziert dafür, ein solches Gesundheitsmanagement in Unternehmen und Organisationen einzuführen und dauerhaft im Betrieb zu verankern. Von der Analyse der gesundheitlichen Ausgangslage – Gefährdungsbeurteilung, Belastungs- und Beanspruchungsmodelle, Stress und Burnout – über die Einführung und die Prozessphasen des BGM bis zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM), zur Gesundheitsförderung und Gesprächsführung deckt der Lehrgang die gesamte Bandbreite ab. Studiert wird flexibel und ortsunabhängig im Selbststudium, ergänzt um ein dreitägiges Abschlussseminar in Hannover. Der Lehrgang richtet sich an Berufstätige, die als Gesundheitsbeauftragte, BGM-Projektleitende oder freiberufliche Berater:innen Verantwortung für betriebliche Gesundheit übernehmen wollen. Abgeschlossen wird mit dem SGD-Abschlusszeugnis; zusätzlich lässt sich das anerkannte IHK-Zertifikat erwerben.
Inhalte
- Gesundheitsbegriff: Zusammenhänge von Gesundheit und Arbeitswelt
- Modelle von Belastung und Beanspruchung
- Gefährdungsbeurteilung und Gefährdungsanalyse
- Stress und Burnout
- Einführung von BGM in Unternehmen und Organisationen
- Phasen des BGM-Prozesses
- Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
- Mitarbeiterbeteiligung im BGM
- Handlungsfelder der betrieblichen Gesundheitsförderung
- Betriebliche Ressourcen aufbauen und nutzen
- Aufgaben, Rolle, Rechte und Pflichten von Gesundheitsmanager:innen
- Gesprächsführung
- Umgang mit Belastungen in Change-Prozessen
- Arbeitsfelder im betrieblichen Gesundheitsmanagement
Karriere
Gesundheitsbeauftragte:r / BGM im Unternehmen
Du baust in Unternehmen und Behörden ein betriebliches Gesundheitsmanagement auf und betreust es dauerhaft – von der Analyse der Ausgangslage über Handlungsfelder der Gesundheitsförderung bis zur systematischen Weiterentwicklung. Solche Rollen entstehen aktuell in Organisationen aller Branchen und Größen.
BGM-Projektleitung & Eingliederungsmanagement
Mit Wissen zu den Phasen des BGM-Prozesses und zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) steuerst du Gesundheitsprojekte, begleitest die Wiedereingliederung erkrankter Mitarbeitender und arbeitest dabei eng mit Personalabteilung, Führungskräften und Sicherheitsfachkräften zusammen.
Freiberufliche BGM-Beratung
Der Lehrgang qualifiziert auch für die selbstständige Tätigkeit: Als freiberufliche:r BGM-Berater:in unterstützt du Unternehmen, die kein eigenes Gesundheitsmanagement aufbauen können, bei Analyse, Konzeption und Umsetzung.
Zugangsvoraussetzungen
Mindestalter 23 Jahre, mittlerer Bildungsabschluss und Berufspraxis;
SGD-Abschlusszeugnis und IHK-Zertifikat: zwei Abschlüsse, ein Lehrgang
Der Lehrgang führt zu zwei Nachweisen. Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Einsendeaufgaben erhältst du das SGD-Abschlusszeugnis „Betriebliches Gesundheitsmanagement“. Darüber hinaus kannst du das bundesweit anerkannte IHK-Zertifikat „Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“ erwerben. Für das IHK-Zertifikat ist die Teilnahme am dreitägigen Abschlussseminar in Hannover verpflichtend; dort wirst du auf den abschließenden IHK-Test vorbereitet, den du anschließend bestehen musst. Empfohlen werden ein mittlerer Bildungsabschluss, ein Mindestalter von 23 Jahren und einschlägige Berufspraxis. Das IHK-Zertifikat erhöht die Außenwirkung des Abschlusses spürbar – gerade für die Beratung und für Bewerbungen.
Verwandte Studiengänge
Häufige Fragen
- Worin unterscheiden sich das SGD-Abschlusszeugnis und das IHK-Zertifikat?
- Das SGD-Abschlusszeugnis erhältst du nach Bearbeitung aller Einsendeaufgaben; das IHK-Zertifikat ist ein zusätzlicher, bundesweit anerkannter Nachweis, der das verpflichtende Abschlussseminar und einen bestandenen IHK-Test voraussetzt.
- Ist das Abschlussseminar in Hannover Pflicht?
- Für das reine SGD-Abschlusszeugnis nicht – wer aber das IHK-Zertifikat anstrebt, muss am dreitägigen Abschlussseminar in Hannover teilnehmen. Es bereitet gezielt auf den IHK-Test vor und bietet zugleich Praxisaustausch mit den Dozierenden.
- Was unterscheidet BGM von betrieblicher Gesundheitsförderung?
- Betriebliche Gesundheitsförderung umfasst einzelne Maßnahmen (z. B. Rückenkurse oder Ernährungsangebote). BGM ist der übergeordnete Managementansatz: Er verankert Gesundheit dauerhaft in Strukturen und Prozessen – inklusive Gefährdungsbeurteilung, Eingliederungsmanagement und kontinuierlicher Steuerung. Genau diesen Gesamtprozess vermittelt der Lehrgang.
- Für wen eignet sich der Lehrgang?
- Für Berufstätige, die Gesundheitsverantwortung übernehmen wollen – etwa aus Personalwesen, Arbeitssicherheit, Pflege oder Sozialer Arbeit – ebenso wie für angehende selbstständige Berater:innen. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht nötig; empfohlen werden Berufspraxis und ein mittlerer Bildungsabschluss.
