GET STUDIUM

Traumapädagogik (Laudius)

Vermittlung traumapädagogischer Grundlagen für den stabilisierenden Umgang mit belasteten Menschen

Abschluss
Institutsinternes Laudius-Zeugnis (Grundlagen der Traumapädagogik); das Laudius-Zertifikat (Traumapädagogik) setzt eine pädagogische, psychologische oder medizinische Berufsausbildung oder ein Studium voraus
Art
institutsinterne Prüfung
Studienform
Fernstudium
Regelstudienzeit
9 Monate
Lernaufwand/Woche
ca. 8 Std.
Selbstlernen gesamt
310 Std.
Kosten & Gebühren
Gesamtkosten
1.665 €
Ratenzahlung
9 × 185 €
Nur digitale Lernunterlagen
1.530 € (9 × 170 €)

Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.

Überblick

Ein Kind, das bei jedem lauten Geräusch zusammenzuckt; ein Jugendlicher, der scheinbar grundlos ausrastet: Hinter herausforderndem Verhalten steckt oft ein Trauma. Traumapädagogik schaut hinter dieses Verhalten und schafft die sicheren Orte, an denen belastete Menschen wieder Vertrauen fassen. Der Laudius-Fernkurs Traumapädagogik führt dich in dieses Feld ein. In sechs Modulen mit 25 Lernheften lernst du, wie Traumata entstehen und wirken, welche spezifischen Traumafolgen es gibt und vor allem die traumapädagogischen Methoden: Stabilisierung, der Aufbau von Sicherheit und Beziehung, der Umgang im Alltag. Dazu kommen die interdisziplinäre Zusammenarbeit und – ausdrücklich – die Selbstfürsorge, denn diese Arbeit geht nahe. Zwei Online-Seminare dienen der gemeinsamen Fallbesprechung. Empfohlen werden pädagogische Vorkenntnisse oder erste Erfahrung im pädagogischen, sozialen, medizinischen oder psychologischen Bereich. Mit einem solchen Hintergrund erwirbst du das Zertifikat, ohne ihn das Zeugnis über die Grundlagen.

Inhalte

  • Grundlagen der Traumapädagogik
  • Spezifische Traumata und ihre Folgen
  • Traumapädagogische Methoden und Interventionen
  • Anwendungsfelder der Traumapädagogik
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Selbstfürsorge in der traumapädagogischen Arbeit

Karriere

Kinder- und Jugendhilfe

In Wohngruppen, Heimen und Erziehungshilfen ist traumapädagogisches Arbeiten gefragt – viele der betreuten jungen Menschen sind belastet.

Schule, Kita und Arbeit mit geflüchteten Menschen

Lehrkräfte, Erzieher:innen und Fachkräfte in der Fluchtarbeit begegnen Trauma im Alltag und gewinnen Handlungssicherheit.

Beratungs- und Betreuungsdienste

In Beratungsstellen und Betreuungsangeboten ergänzt traumapädagogisches Wissen die Arbeit mit belasteten Klient:innen.

Zugangsvoraussetzungen

Pädagogische Vorkenntnisse oder erste Berufserfahrung im pädagogischen, sozialen, medizinischen oder psychologischen Kontext; emotionale Stabilität, Empathie und kommunikative Kompetenz. Technische Voraussetzung: digitales Endgerät mit Internetzugang

Den sicheren Ort schaffen – ein Trauma therapieren ist etwas anderes

Hier liegt die wichtigste Unterscheidung. Traumapädagogik stabilisiert: Sie hilft belasteten Menschen – oft Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe, in Schulen oder in der Fluchtarbeit –, im Alltag wieder Sicherheit, Beziehung und Selbstwirksamkeit zu erleben. Das Trauma verarbeitet sie nicht. Das ist Aufgabe der Traumatherapie, der gezielten therapeutischen Bearbeitung, die approbierten Psychotherapeut:innen vorbehalten ist. Beide arbeiten zusammen, aber mit klar getrennten Rollen. Dazu passt, dass das Zertifikat eine einschlägige Vorbildung voraussetzt: Traumapädagogik wirkt im Zusammenspiel mit fachlicher Kompetenz, nicht als Schnellschuss.

Häufige Fragen

Welche Vorbildung brauche ich für das Zertifikat?
Eine pädagogische, psychologische oder medizinische Berufsausbildung oder ein entsprechendes Studium – etwa als Erzieher:in, in der Pflege oder ein Studium der Sozialen Arbeit, Pädagogik oder Psychologie. Ohne diesen Hintergrund erhältst du das Zeugnis über die Grundlagen; die Lerninhalte sind dieselben.
Geht es im Kurs nur um Kinder?
Der Schwerpunkt liegt auf Kindern und Jugendlichen, weil Trauma sich in der Entwicklung besonders auswirkt. Die Prinzipien – Sicherheit, Beziehung, Stabilisierung – gelten aber genauso für traumatisierte Erwachsene, etwa nach Flucht oder Gewalt.
Wie schütze ich mich vor sekundärer Traumatisierung?
Wer mit Traumatisierten arbeitet, kann selbst belastet werden. Deshalb ist Selbstfürsorge ein eigenes Modul: Grenzen setzen, Austausch, Supervision und bewusster Ausgleich gehören fest zur traumapädagogischen Haltung dazu.

Ähnliche Studiengänge