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Medizinische Informatik (B.Sc.)

Prüfung zum Bachelor of Science im Studiengang Medizinische Informatik

Abschluss
Bachelor of Science (B.Sc.)
Art
Hochschul-Bachelor
Studienform
Fernstudium
Credit-Points
180 ECTS
Sprache
Deutsch
Studiendauer
Vollzeit 36 · Teilzeit I 48 · Teilzeit II 72 Monate
Studienablauf
flexibel – kein fester Semestertakt
Kosten & Gebühren
Gesamtkosten
16.512 €
Ratenzahlung
48 × 344 €
davon Prüfungsgebühr
699 €
Ratenzahlung über 36 Monate (Vollzeit)
14.364 € (36 × 399 €)
Ratenzahlung über 72 Monate (Teilzeit II)
18.648 € (72 × 259 €)

Die Graduierungsgebühr wird mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung (Kolloquium) fällig.

Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.

Überblick

Die Medizin erzeugt Daten wie nie zuvor – Bilder, Messwerte, Akten, Sensorströme. Wer sie nutzbar, sicher und intelligent auswertbar macht, entscheidet mit über die Versorgung von morgen. Der Bachelor Medizinische Informatik bildet genau diese Brückenbauer:innen aus: Fachleute, die Software beherrschen und das Gesundheitswesen verstehen. Das Studium verbindet ein vollwertiges Informatik-Fundament – Python, C++/Java, Datenbanken, Software-Engineering – mit medizinischem Grundlagenwissen und den Kernthemen der digitalen Medizin: E-Health, medizinisches Datenmanagement, Bildverarbeitung, Künstliche Intelligenz im Medizinwesen und Deep Learning. Datenschutz, IT-Sicherheit und Recht im Gesundheitswesen sorgen dafür, dass das alles verantwortbar bleibt. Als staatlich anerkannter B.Sc. triffst du auf einen Arbeitsmarkt, der Fachleute an der Schnittstelle von IT und Medizin händeringend sucht – vom Krankenhaus bis zum Health-IT-Unternehmen.

Inhalte

  • Einführung in die Informatik
  • Einführung in die Programmierung mit Python
  • Objektorientierte und funktionale Programmierung mit Python
  • Objektorientierte Programmierung mit C++ und Java
  • Grundlagen des Software-Engineering
  • Datenmodellierung und Datenbanksysteme
  • Betriebssysteme, Rechnernetze und verteilte Systeme
  • IT-Infrastruktur und IT-Servicemanagement
  • Medizin für Nichtmediziner:innen
  • Anatomie und Physiologie
  • E-Health
  • Medizinisches Datenmanagement und Dokumentation
  • Angewandte Medizininformatik
  • Medizintechnische Normen: Bedeutung und Anwendung
  • Bildverarbeitung in der Medizin
  • Künstliche Intelligenz im Medizinwesen
  • Deep Learning
  • Data Analytics und Big Data
  • Einführung in Datenschutz und IT-Sicherheit
  • Recht im Gesundheitswesen
  • Digitale Transformation und Ethik im Gesundheitswesen
  • Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen
  • IT-Projektmanagement
  • Praxisprojekt: Medizinische Informatik
  • Wahlpflichtbereiche: u. a. Computer Vision, Robotik, Mobile Software Engineering, Health Care Analytics, AR/VR, Krankenhausmanagement
  • Bachelorarbeit und Kolloquium

Karriere

Klinik-IT und E-Health

Krankenhausinformationssysteme, medizinisches Datenmanagement und IT-Servicemanagement führen in die IT von Kliniken und Versorgern – dort, wo digitale Prozesse, Dokumentation und Interoperabilität den Betrieb tragen.

Medizinische Softwareentwicklung

Mit solider Programmierung, Software-Engineering und dem Wissen über medizintechnische Normen entwickelst du Anwendungen für Diagnostik, Dokumentation oder Therapie – in einem stark regulierten, qualitätsgetriebenen Umfeld.

Medizinische Daten und KI

Bildverarbeitung, Künstliche Intelligenz im Medizinwesen, Deep Learning und Health Care Analytics qualifizieren für die datengetriebene Medizin – von der Auswertung von Bildern und Verläufen bis zu KI-gestützten Entscheidungshilfen.

Zugangsvoraussetzungen

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife oder ein beruflicher Zugang ohne Abitur (Meisterbrief bzw. Aufstiegsfortbildung oder eine mindestens zweijährige anerkannte Berufsausbildung mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung). Ein medizinischer Hintergrund ist nicht erforderlich.

KI in der Medizin: großes Versprechen, hohe Verantwortung

Kaum ein Feld wird von Künstlicher Intelligenz so verändert wie die Medizin – von der automatischen Auswertung radiologischer Bilder bis zur Früherkennung in großen Datensätzen. Der Studiengang nimmt das ernst: Eigene Module zu Bildverarbeitung, KI im Medizinwesen und Deep Learning vermitteln nicht nur das Wie, sondern auch, wofür diese Verfahren taugen. Genauso wichtig ist die andere Seite: In der Medizin haben Fehler unmittelbare Folgen, und Patientendaten sind besonders schützenswert. Deshalb stehen Datenschutz, IT-Sicherheit, medizintechnische Normen und Ethik im Gesundheitswesen gleichrangig neben der Technik. Genau diese Kombination – KI-Kompetenz plus Verantwortungsbewusstsein – macht das Profil so gefragt.

Verwandte Studiengänge

Häufige Fragen

Brauche ich medizinisches Vorwissen?
Nein. Module wie Medizin für Nichtmediziner:innen sowie Anatomie und Physiologie holen dich beim medizinischen Grundlagenwissen ab. Erwartet wird Interesse an beiden Welten – Technik und Gesundheit –, nicht eine ärztliche oder pflegerische Vorbildung.
Medizinische Informatik, Medieninformatik oder Medizintechnik?
Alle drei verbinden Technik mit einem Anwendungsfeld. Medizinische Informatik ist Software und Daten für die Medizin. Medieninformatik ist Software für digitale Medien. Medizintechnik ist Ingenieurwesen für medizinische Geräte – mehr Hardware, Sensorik und Konstruktion. Was dich stärker anzieht – Daten, Medien oder Geräte – gibt den Ausschlag.
In welchen Bereichen darf ich mit dem Abschluss arbeiten?
Der B.Sc. qualifiziert für IT-, Daten- und Entwicklungsrollen im Gesundheitswesen. Er ist kein medizinischer Heilberuf: Diagnose und Behandlung bleiben Ärzt:innen vorbehalten. Deine Aufgabe ist es, die Systeme und Daten bereitzustellen und auszuwerten, mit denen medizinisch entschieden wird.