Medizintechnik (B.Eng.)
Prüfung zum Bachelor of Engineering im Studiengang Medizintechnik
- Abschluss
- Bachelor of Engineering (B.Eng.)
- Art
- Hochschul-Bachelor
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 180 ECTS
- Sprache
- Deutsch
- Studiendauer
- Vollzeit 36 · Teilzeit I 48 · Teilzeit II 72 Monate
- Studienablauf
- flexibel – kein fester Semestertakt
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 16.512 €
- Ratenzahlung
- 48 × 344 €
- davon Prüfungsgebühr
- 699 €
- Ratenzahlung über 36 Monate (Vollzeit)
- 14.364 € (36 × 399 €)
- Ratenzahlung über 72 Monate (Teilzeit II)
- 18.648 € (72 × 259 €)
Die Graduierungsgebühr wird mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung (Kolloquium) fällig.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Vom Herzschrittmacher bis zum MRT: Medizintechnik ist Ingenieurskunst im Dienst der Gesundheit. Der Bachelor bildet die Ingenieur:innen aus, die medizinische Geräte entwickeln – an der Schnittstelle von Elektrotechnik, Mechanik, Sensorik und Medizin. Auf einem soliden ingenieurwissenschaftlichen Fundament – Mechanik, Elektrotechnik, Werkstoffe, Konstruktion, Programmierung – baut das Studium die medizintechnische Spezialisierung auf: Sensorik und Messtechnik, diagnostische und therapeutische Systeme, medizinische Informationstechnologie sowie das nötige medizinische Grundlagenwissen. Weil Geräte am Menschen sicher und normkonform sein müssen, gehören medizintechnische Normen und Ergonomie fest dazu. Der anerkannte B.Eng. führt in eine Ingenieurbranche mit unmittelbarem Sinn – was hier entwickelt wird, kommt am Ende Patient:innen zugute.
Inhalte
- Grundlagen der Mathematik
- Grundlagen der Physik
- Grundlagen der Chemie
- Grundlagen der Werkstoffkunde
- Technische Mechanik: Statik
- Mechanik: Kinematik und Dynamik
- Grundlagen der Konstruktion
- Elektrotechnik
- Elektrische Messtechnik
- Signale und Systeme
- Sensorik
- Mechatronische Systeme
- Einführung in die Informatik
- Einführung in die Programmierung mit Python
- Statistik
- Technik im Gesundheitswesen
- Medizin für Nichtmediziner:innen
- Anatomie und Physiologie
- Prozesstechnologien in der Medizintechnik
- Diagnostische Systeme in der Medizintechnik
- Therapeutische Systeme in der Medizintechnik
- Medizinische Informationstechnologie und Software
- Gestaltung und Ergonomie von User Interfaces
- User Interface Design
- Mensch-Maschinen-Interaktion
- Interkulturelle und ethische Handlungskompetenzen
- Kollaboratives Arbeiten
- Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
- Wahlpflichtbereiche A, B und C: Auswahl aus dem Wahlpflichtkatalog
- Bachelorarbeit
Karriere
Geräteentwicklung und Konstruktion
Elektrotechnik, Sensorik, Konstruktion und die Module zu diagnostischen und therapeutischen Systemen bilden die klassische Entwicklerrolle: medizinische Geräte auslegen, aufbauen und bis zur Serienreife bringen.
Prüfung, Qualität und Zulassung
Medizintechnische Normen, Prozesstechnologien und Qualitätsdenken qualifizieren für Test, Verifikation und die regulatorische Zulassung – ein in der MedTech-Branche besonders gefragtes, sicherheitskritisches Feld.
Medizinische Systeme und Software
Sensorik, medizinische Informationstechnologie und User Interface Design führen an die Schnittstelle von Hardware und Software – etwa in der Entwicklung vernetzter, bedienbarer Diagnose- und Therapiegeräte.
Zugangsvoraussetzungen
Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife (bei fachgebundener Hochschulreife ggf. Probestudium); ohne Abitur über Meisterbrief bzw. Aufstiegsfortbildung oder eine mindestens zweijährige Berufsausbildung mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung. Einschlägige Vorleistungen können angerechnet werden.
Warum Medizintechnik ein besonders reguliertes Ingenieurfach ist
Ein Medizingerät ist kein gewöhnliches Produkt: Es wirkt am oder im Menschen, und ein Fehler kann Leben kosten. Deshalb steht Medizintechnik unter strengen gesetzlichen Anforderungen – von der Risikobewertung über die Verifikation bis zur regulatorischen Zulassung. Das Studium trägt dem Rechnung, indem es medizintechnische Normen, Ergonomie und Prozesstechnologien fest verankert. Für Ingenieur:innen heißt das: Es reicht nicht, dass ein Gerät funktioniert – es muss nachweisbar sicher, dokumentiert und zulassungsfähig sein. Genau diese Kombination aus technischer Entwicklung und regulatorischem Denken macht Medizintechnik-Absolvent:innen für die Branche so wertvoll und die Rollen entsprechend krisenfest.
Verwandte Studiengänge
Häufige Fragen
- Medizintechnik oder Medizinische Informatik?
- Medizintechnik ist ein Ingenieurstudium und dreht sich um Geräte – Hardware, Sensorik, Konstruktion, diagnostische und therapeutische Systeme. Medizinische Informatik ist ein Informatikstudium und dreht sich um Software und Daten im Gesundheitswesen. Wer entwickeln und bauen will, wählt Medizintechnik; wer programmieren und Daten auswerten will, die Informatik-Variante.
- Wie viel Medizin steckt in diesem Ingenieurstudium?
- Weniger, als der Name vermuten lässt – der Kern ist Technik. Das medizinische Grundlagenwissen kommt gezielt hinzu, damit du Geräte richtig auf den Einsatz am Menschen auslegst. Ein ärztliches oder pflegerisches Vorwissen brauchst du dafür nicht.
- Zählt eine technische Ausbildung als Zugang?
- Ja. Meisterbrief, Aufstiegsfortbildung oder eine Ausbildung mit mehrjähriger Berufspraxis eröffnen den Zugang auch ohne (Fach-)Abitur; passende Vorleistungen rechnet die IU zusätzlich an. Für Fachkräfte aus Technik und Instandhaltung ist das ein direkter Weg zum Ingenieurgrad.
