Medizinische Informatik (B.Sc.)
Prüfung zum Bachelor of Science im Studiengang Medizinische Informatik
- Abschluss
- Bachelor of Science (B.Sc.)
- Art
- Hochschul-Bachelor
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 180 ECTS
- Regelstudienzeit
- 36 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 20 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 3097 Std. (4129 UE)
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 16.883 €
- Ratenzahlung
- 72 × 234 €
Drei Preismodelle mit gleicher Gesamtgebühr: Die genannte Rate gilt für die längste Zahldauer (72 Monate = doppelte Regelstudienzeit); bei kürzerer Zahldauer steigt die Monatsrate entsprechend.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Krankenhäuser, Praxen und MedTech-Unternehmen digitalisieren sich rasant – und brauchen Menschen, die Informatik und Medizin gleichermaßen verstehen. Dieser Bachelor verbindet eine vollwertige Informatikausbildung – von Python und Java über Datenbanken bis zu KI-Anwendungen und IT-Sicherheit – mit medizinischem Grundlagenwissen, medizinischen Informationssystemen und der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Vier Vertiefungsrichtungen – von Medizintechnik bis Mensch-System-Interaktion – und drei Wahlpflichtbereiche formen dein Profil. Der B.Sc. qualifiziert für die Health-IT: für die Entwicklung klinischer Software, das Datenmanagement im Gesundheitswesen oder die Einführung digitaler Anwendungen in Kliniken und bei Kostenträgern.
Inhalte
- Einführung Softwareentwicklung (Python) inkl. Einführungsprojekt
- Grundlagen der Informatik
- Mathematik I
- Grundlagen der Medizin
- Agiles Projektmanagement
- Betriebssysteme und Rechnerarchitektur
- Coding I (Java)
- Software Engineering
- Medizinische Informationssysteme
- Betriebswirtschaftslehre
- Datenbanken
- Netzwerke
- Quantitative Entscheidungsinstrumente
- Gesundheitssystem und -recht
- Digitalisierung im Gesundheitswesen
- Verteilte Systeme
- KI-Anwendungen und Ethik
- Kommunikation und Führung
- IT-Sicherheit-Management
- Projektarbeit
- Berufspraktische Phase
- Vertiefungsrichtung (1 von 4): Medizintechnik / IT-Management und Beratung im Gesundheitswesen / Mensch-System-Interaktion / Allgemeine Medizininformatik
- Wahlpflichtbereiche: Informatik, Medizin/Gesundheit, Überfachliche Kompetenzen
- Thesis und Kolloquium
Karriere
Mittler:in zwischen den Welten
Die WBH verweist auf eine Digital-Health-Studie von Hartmannbund und Bitkom: Gesucht sind Fachleute, die in Medizin UND Informatik sprachfähig sind. Genau diese Übersetzerrolle – Anwendungsberatung, Projektmanagement, Training rund um Informationssysteme – ist das klassische Einsatzfeld von Medizininformatiker:innen.
IT in Klinik, Kasse und Verwaltung
Informatik-Abteilungen und Dienstleister von Kliniken und Krankenkassen, Netzwerke von Leistungserbringenden und öffentliche Verwaltungen betreiben die Infrastruktur der Gesundheitsversorgung – oft tariflich organisiert und mit entsprechendem Gehalt. Die Vertiefung IT-Management und Beratung im Gesundheitswesen zielt direkt hierauf.
Industrie und Consulting
Hersteller medizinischer Informationssysteme und Medizintechnik sowie auf das Gesundheitswesen spezialisierte Beratungen suchen Profile, die Entwicklung, Vertrieb und Kundenprojekte tragen können – vom internationalen Großunternehmen bis zum Mittelstand. Wer hier hinwill, kombiniert die Vertiefung Medizintechnik mit dem Consulting-Wahlmodul.
Zugangsvoraussetzungen
Allgemeine Hochschulreife (Abitur), fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife oder Hochschulzulassungsberechtigung, die vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst als gleichwertig anerkannt ist, oder bestandene Hochschulzugangsprüfung (HZP) nach 2 Leistungssemestern
Erst Fundament, dann Profil: der neue Studienaufbau
Die ersten drei Semester (90 ECTS Grundlagenstudium) legen die Informatik-Basis: Der Einstieg läuft über ein Python-Einführungsprojekt, danach folgen Java, Software Engineering, Datenbanken und Netzwerke – flankiert von Medizin-Grundlagen und Gesundheitsrecht. Im Kern- und Vertiefungsstudium wählst du eine von vier Vertiefungsrichtungen (18 ECTS): Medizintechnik mit Signal- und Bildverarbeitung, IT-Management und Beratung, Mensch-System-Interaktion mit UX-Design – oder die Allgemeine Medizininformatik, die Module daraus frei kombiniert. Die berufspraktische Phase (12 ECTS) läuft nebenher und lässt sich über eine einschlägige Berufstätigkeit abdecken; KI-Anwendungen und Ethik ist für alle Pflicht.
Verwandte Studiengänge
Zusätzliche Informationen
Kostenlose Verlängerung der Studienzeit um 18 Monate möglich. Die berufspraktische Phase läuft studienbegleitend; eine einschlägige Berufstätigkeit kann anerkannt werden.
Häufige Fragen
- Wie viel Medizin steckt im Studium – brauche ich Vorwissen?
- Medizinisches Vorwissen wird nicht vorausgesetzt: Grundlagen der Medizin steht im ersten Semester, später folgen Gesundheitssystem und -recht sowie ein Wahlpflichtbereich Medizin/Gesundheit (u. a. Public Health, chronische Erkrankungen). Der Blickwinkel bleibt dabei der der Informatik – du wirst Systeme für die Versorgung bauen, nicht behandeln.
- Welche Programmiersprachen lerne ich?
- Der Einstieg läuft über Python inklusive Einführungsprojekt, im zweiten Semester folgt Java (Coding I). Wer tiefer will, wählt im Wahlpflichtbereich Informatik z. B. C/C++ (Coding II), Web Development oder App-Entwicklung dazu.
- Zählt mein Job als berufspraktische Phase?
- Möglich: Die 12 ECTS starke berufspraktische Phase wird studienbegleitend absolviert, und eine einschlägige Berufstätigkeit kann dafür anerkannt werden. Wer bereits in der Health-IT oder einer Klinik-IT-Abteilung arbeitet, sollte das vor der Anmeldung prüfen lassen – dasselbe gilt für die Anrechnung früherer Studien- oder Ausbildungsleistungen auf einzelne Module.
