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Red Hat · Prüfung EX200

Red Hat Certified System Administrator (RHCSA)

Der Red Hat Certified System Administrator ist die bekannteste praktische Linux-Prüfung: Statt Multiple-Choice bekommst du im EX200 laufende Red-Hat-Enterprise-Linux-Systeme und eine Liste von Aufgaben – Benutzer anlegen, Rechte und ACLs setzen, Speicher mit LVM erweitern, Dienste konfigurieren, Container mit Podman betreiben, SELinux und Firewall richtig einstellen – und am Ende zählt nur, ob das System das tut, was verlangt war. Die Prüfung dauert drei Stunden, basiert seit 2025 auf RHEL 10 und wird in Red-Hat-Testzentren, bei Schulungspartnern oder als individuelle Prüfungssitzung abgelegt; in Deutschland auf Englisch. Bestanden ist ab 210 von 300 Punkten. Das Zertifikat gilt drei Jahre. Formale Voraussetzungen gibt es nicht, Red Hat empfiehlt die Kurse RH124 und RH134 oder vergleichbare Praxis.

Fakten zur Prüfung

Prüfungscode
EX200
Niveau
Associate
Themenfeld
Linux & Open Source
Dauer
180 Minuten
Fragen
Performance-basierte Aufgaben an laufenden RHEL-10-Systemen (Anzahl nicht veröffentlicht), kein Multiple-Choice
Bestehensgrenze
210 von 300 Punkten (70 %) nach Red-Hat-Bewertungsschema
Prüfungssprache
Kein Deutsch – Englisch
Preis
je Prüfungsanbieter (Stand 8. September 2026)
Gültigkeit
3 Jahre, verlängerbar
Prüfungsabnahme
Performance-basierte Prüfungen an echten Systemen – in Red-Hat-Testzentren, bei Schulungspartnern, als Individual Exam Session oder remote; Buchung über redhat.com nach Standortauswahl

Voraussetzungen: Keine formalen Voraussetzungen. Red Hat empfiehlt die Kurse Red Hat System Administration I und II (RH124, RH134) oder den RHCSA Rapid Track Course (RH199) bzw. vergleichbare Erfahrung.

Verlängerung: Erneutes Bestehen von EX200 oder einer höheren Red-Hat-Prüfung (etwa RHCE EX294), die den RHCSA mit erneuert

Quelle: Prüfungsseite bei Red Hat · Preis: Red Hat zeigt den Preis erst nach Standortauswahl auf der Prüfungsseite; Schulungsanbieter nennen für die Einzelprüfung rund 500 US-$ bzw. den Euro-Gegenwert, Kurse mit Prüfung liegen deutlich darüber

So bereitest du dich vor

  1. 1. Kostenloser Lernpfad des Herstellers

    Red Hat stellt die Prüfungsinhalte und einen Lernpfad kostenlos bereit – die verbindliche Quelle für Umfang und Gewichtung. Zum Lernpfad (öffnet in neuem Tab)

  2. 2. Deutschsprachige Online-Kurse

    Kurse und Übungsfragen aus unserem Verzeichnis, die genau diese Prüfung vorbereiten – Details, Preis und Anbieter-Link (Affiliate-Link, Werbung) auf der Kursseite.

  3. Prüfung buchen

    Abnahme über Performance-basierte Prüfungen an echten Systemen – in Red-Hat-Testzentren, bei Schulungspartnern, als Individual Exam Session oder remote; Buchung über redhat.com nach Standortauswahl. Zur Buchung bei Red Hat (öffnet in neuem Tab)

Was die Prüfung abfragt

Die Prüfungsziele von EX200 (RHEL 10) umfassen: wesentliche Werkzeuge verstehen und nutzen (Shell, Ein- und Ausgabe, grep und reguläre Ausdrücke, SSH, Dateien und Verzeichnisse, Links, Rechte, Dokumentation), einfache Shell-Skripte erstellen, laufende Systeme betreiben (Booten, Targets wechseln, Boot-Prozess unterbrechen für Rettungsaufgaben, Prozesse, Dienste, Logs, Zeitsynchronisation, Software-Pakete), lokalen Speicher konfigurieren (Partitionen, LVM, Dateisysteme, Swap, persistentes Mounten), Dateisysteme anlegen und konfigurieren (ext4, xfs, NFS, Autofs, ACLs), Systeme bereitstellen und warten (Netzwerk, Hostname, Zeitplanung, Kernel-Parameter, Repositories), Benutzer und Gruppen verwalten, Sicherheit konfigurieren (Firewall, Schlüsselauthentifizierung, SELinux-Modi, -Kontexte und -Booleans) und Container verwalten (Podman, Registries, Images, persistente Speicher, Container als systemd-Dienste). Alles wird am System bewertet, nicht am Weg dorthin – Dokumentation und man-Pages sind während der Prüfung verfügbar, das Internet nicht.

Praktisch prüfen heißt praktisch üben

Der RHCSA lässt sich nicht aus Büchern bestehen. Baue eine Übungsumgebung mit zwei bis drei virtuellen Maschinen – Red Hat stellt RHEL über das kostenlose Developer-Programm bereit, alternativ CentOS Stream oder Rocky Linux mit denselben Werkzeugen – und arbeite die Prüfungsziele als Aufgabenliste ab, bis jeder Schritt ohne Nachdenken sitzt: LVM erweitern, NFS per Autofs einbinden, SELinux-Kontexte reparieren, Root-Passwort über den Boot-Prozess zurücksetzen. Drei Stunden klingen lang, aber typische Kandidat:innen brauchen sie. Die deutschsprachigen Kurse auf dieser Seite vermitteln RHEL-Administration und Prüfungsvorbereitung; die Prüfung selbst liest du auf Englisch – die Aufgaben sind knapp formuliert und mit Fachbegriffen, die du aus der Dokumentation kennst.

Kosten, Gültigkeit und Einordnung

Red Hat zeigt den Prüfungspreis erst nach Auswahl des Standorts an; Schulungsanbieter nennen für die Einzelprüfung rund 500 US-Dollar beziehungsweise den Euro-Gegenwert, Kurse mit enthaltener Prüfung kosten mehrere tausend Euro. Das Zertifikat gilt drei Jahre und wird durch eine erneute oder höhere Prüfung – etwa den RHCE (EX294) mit Ansible – verlängert. In deutschen Stellenanzeigen für Linux-Administration in Unternehmen mit Red Hat, SUSE oder Oracle Linux ist der RHCSA der gewichtigste Einzelnachweis, weil er Praxis belegt; LPIC-1 ist breiter bekannt, aber Multiple-Choice. Es bleibt ein Herstellerzertifikat – kein Abschluss; ein akademisches Fundament bieten die Fernstudiengänge zu IT-Management, Kurse zur Zertifizierung das Regal Linux-Zertifizierungen.

Häufige Fragen

Gibt es den RHCSA auf Deutsch?
In Deutschland wird EX200 auf Englisch abgelegt. Die Aufgaben sind kurz und technisch; Dokumentation und man-Pages sind während der Prüfung auf dem System verfügbar.
Muss ich einen Red-Hat-Kurs besuchen?
Nein, es gibt keine Kurspflicht. Red Hat empfiehlt RH124 und RH134 oder den Rapid Track RH199; mit eigener Laborumgebung und den Prüfungszielen als Checkliste ist Selbststudium möglich.
Was passiert bei Nichtbestehen?
Red Hat gewährt bei Einzelprüfungen in der Regel eine Wiederholung; Details stehen in den Prüfungsbedingungen zum Zeitpunkt der Buchung. Das Ergebnis kommt innerhalb weniger Werktage per E-Mail.
RHCSA oder LPIC-1?
RHCSA für Red-Hat-Umgebungen und als Praxisnachweis; LPIC-1 für den distributionsneutralen, deutschsprachigen Einstieg. Viele Administrator:innen halten beide – LPIC-1 zuerst, RHCSA als Vertiefung.

Wie es weitergeht

Herstellerzertifikat – kein Hochschulabschluss und keine staatlich zugelassene Fortbildung. Fakten von der Prüfungsseite des Herstellers; Preise sind Listenpreise, die je Land und Steuer abweichen können.

Stand: 8. September 2026 · getstudium Redaktion