CompTIA · Prüfung XK0-006
CompTIA Linux+
Linux+ ist CompTIAs herstellerneutrales Zertifikat für Linux-Administration: Die Prüfung XK0-006 verlangt, dass du Linux-Systeme installierst und konfigurierst, Dienste, Benutzer und Speicher verwaltest, Systeme absicherst, Aufgaben mit Shell-Skripten, Ansible, Git und Containern automatisierst und Fehler an Diensten, Netzwerk und Leistung behebst – distributionsübergreifend, nicht nur für eine Linux-Familie. Die Prüfung dauert 90 Minuten mit bis zu 90 Fragen, läuft über Pearson VUE und ist nur auf Englisch verfügbar. Bestanden ist ab 720 von 900 Punkten. Das Zertifikat gilt drei Jahre. Version V8 ist seit Juli 2025 aktuell und betont Automatisierung und Container stärker als die Vorgängerin.
Fakten zur Prüfung
- Prüfungscode
- XK0-006
- Niveau
- Associate
- Themenfeld
- Linux & Open Source
- Dauer
- 90 Minuten
- Fragen
- maximal 90 (Multiple-Choice und performance-basierte Aufgaben)
- Bestehensgrenze
- 720 auf einer Skala von 100 bis 900
- Prüfungssprache
- Kein Deutsch – Englisch
- Preis
- 399 US-$ (Stand 8. September 2026)
- Gültigkeit
- 3 Jahre, verlängerbar
- Prüfungsabnahme
- Pearson VUE (Testcenter oder online mit Aufsicht)
Voraussetzungen: Keine formalen Voraussetzungen. CompTIA empfiehlt zwölf Monate praktische Erfahrung mit Linux-Servern sowie A+, Network+ oder Server+ oder vergleichbares Wissen.
Verlängerung: Continuing Education: 50 CEUs in drei Jahren oder Bestehen der jeweils aktuellen Linux+-Prüfung
Quelle: Prüfungsseite bei CompTIA · Preis: CompTIA-Listenpreis seit der Preiserhöhung Juni 2026 (Partner-Preisliste); den Euro-Preis zeigt CompTIA erst im Kauf-Widget nach Land
So bereitest du dich vor
1. Deutschsprachige Online-Kurse
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2. Praxistest im Prüfungsformat
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Was die Prüfung abfragt
Der Studienleitfaden gewichtet fünf Domänen: Systemverwaltung (23 %) – Boot-Prozess, Kernel-Module, Paketverwaltung für Debian- und Red-Hat-Familie, Dateisysteme, Prozesse, Zeitplanung, Netzwerkkonfiguration –, Dienste- und Benutzerverwaltung (20 %) mit systemd, Benutzern, Gruppen, Berechtigungen, SSH, Web-, DNS- und Datei-Diensten, Sicherheit (18 %) mit Zugriffskontrolle, SELinux und AppArmor, Firewalls, Verschlüsselung und Härtung, Automatisierung, Orchestrierung und Skripting (17 %) mit Bash, Python-Grundlagen, Git, Ansible, Container mit Docker und Podman sowie Infrastruktur als Code – und Fehlerbehebung (22 %) an Speicher, Netzwerk, Diensten, Leistung und Benutzerproblemen. Performance-basierte Aufgaben lassen dich Befehle in einer simulierten Shell ausführen oder Konfigurationen korrigieren; Befehlssyntax musst du wirklich beherrschen.
Linux+ oder LPIC-1 oder RHCSA?
Drei Wege zum Linux-Nachweis: Linux+ prüft in einer Prüfung breit und herstellerneutral mit Automatisierungs- und Container-Anteil, nur auf Englisch. LPIC-1 des Linux Professional Institute besteht aus zwei Prüfungen, ist auf Deutsch verfügbar und in Deutschland bekannter – dazu gibt es deutlich mehr deutschsprachige Kurse. RHCSA von Red Hat ist die praktische Laborprüfung für Red Hat Enterprise Linux und in Unternehmen mit RHEL der gewichtigste Nachweis. Wer auf Deutsch prüfen will, nimmt LPIC-1; wer die US-orientierte CompTIA-Reihe fortführt oder Automatisierung betonen will, Linux+. Die deutschsprachigen Kurse auf dieser Seite decken Befehle, Benutzerverwaltung, Netzwerk und Automatisierung ab – lies parallel den englischen Studienleitfaden, damit die Prüfungsbegriffe sitzen.
Kosten, Gültigkeit und Einordnung
Der CompTIA-Listenpreis steht in den Fakten; CompTIA hat die Preise im Juni 2026 erhöht und zeigt den Euro-Betrag erst im Kauf-Widget. Das Zertifikat gilt drei Jahre und wird über Continuing Education mit 50 Weiterbildungseinheiten oder eine erneute Prüfung verlängert. In deutschen Stellenanzeigen für Linux-Administration ist LPIC häufiger genannt, Linux+ selten – der Nachweis zählt vor allem bei international aufgestellten Arbeitgebern und als Baustein der CompTIA-Pfade. Für Kubernetes-Betrieb ist die CKA der nächste Schritt. Es bleibt ein Herstellerverbands-Zertifikat – kein Abschluss; ein akademisches Fundament bieten die Fernstudiengänge zu IT-Management, Kurse zur Zertifizierung das Regal Linux-Zertifizierungen.
Häufige Fragen
- Gibt es Linux+ auf Deutsch?
- Nein, XK0-006 wird nur auf Englisch angeboten. Wer auf Deutsch prüfen möchte, nimmt LPIC-1 des Linux Professional Institute.
- Welche Distribution muss ich können?
- Keine bestimmte. Die Prüfung ist distributionsneutral, erwartet aber Paketverwaltung für Debian-Familie (apt) und Red-Hat-Familie (dnf/rpm) sowie systemd. Übe auf einer Ubuntu- und einer Rocky- oder Fedora-Installation.
- Wie viel Automatisierung kommt vor?
- Rund ein Sechstel der Prüfung: Bash-Skripte lesen und ergänzen, Git-Grundlagen, Ansible-Playbooks, Container mit Docker oder Podman. Wer nur klassische Administration kennt, sollte diese Themen gezielt nachholen.
- Wie lange sollte ich lernen?
- CompTIA empfiehlt zwölf Monate Linux-Server-Praxis. Mit Administrationserfahrung reichen einige Wochen gezielter Vorbereitung; Einsteiger:innen sollten drei bis sechs Monate mit täglicher Kommandozeilen-Übung einplanen.
Wie es weitergeht
Herstellerzertifikat – kein Hochschulabschluss und keine staatlich zugelassene Fortbildung. Fakten von der Prüfungsseite des Herstellers; Preise sind Listenpreise, die je Land und Steuer abweichen können.
Stand: 8. September 2026 · getstudium Redaktion
