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Kunststofftechnik (B.Eng.)

Prüfung zum Bachelor of Engineering (B.Eng.) im Studiengang Kunststofftechnik

Abschluss
Bachelor of Engineering (B.Eng.)
Art
Hochschul-Bachelor
Studienform
Fernstudium
Credit-Points
210 ECTS
Regelstudienzeit
42 Monate
Lernaufwand/Woche
ca. 21 Std.
Selbstlernen gesamt
3793 Std. (5057 UE)
Kosten & Gebühren
Gesamtkosten
19.761 €
Ratenzahlung
84 × 235 €

Drei Preismodelle mit gleicher Gesamtgebühr: Die genannte Rate gilt für die längste Zahldauer (84 Monate = doppelte Regelstudienzeit); bei kürzerer Zahldauer steigt die Monatsrate entsprechend.

Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.

Überblick

Leichter, langlebiger, recycelbar: Kunststoffe sind aus moderner Technik nicht wegzudenken – und Kunststofftechniker:innen gefragt. Der WBH-Bachelor verbindet ingenieurwissenschaftliche Grundlagen mit der Werkstoff- und Verarbeitungswelt der Polymere: von Polymerchemie, Werkstofftechnik und Kunststoffanalytik über Kunststoffverarbeitung bis zu Kunststoffrecycling und Kreislaufwirtschaft. Über Wahlpflichtmodule – etwa Verbindungstechnik, Polymersynthese oder Energieeffizienz – setzt du eigene Schwerpunkte; eine berufspraktische Phase bringt Industrieerfahrung. Damit stehen dir Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung der Kunststoff- und Verarbeitungsindustrie offen.

Inhalte

  • Einführung Ingenieurpraxis
  • Mathematik I–III
  • Naturwissenschaftliche Grundlagen I und II
  • Grundlagen der Informatik
  • Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft
  • Einführung in die Elektrotechnik
  • Technische Thermodynamik
  • Polymerchemie
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Fluidmechanik
  • Werkstofftechnik
  • Physikalische Chemie
  • Umweltrecht für Ingenieure
  • Interkulturelle Kommunikation
  • Technische Mechanik I
  • Wärme- und Stofftransport
  • Elastomere
  • Konstruktionslehre
  • Regelungstechnik
  • Kunststoffverarbeitung I
  • Kunststoffadditive
  • Computer Aided Engineering
  • Kunststoffverarbeitung mit Labor
  • Kunststoffanalytik
  • Kunststoffrecycling
  • Ingenieurwissenschaftliches Projekt
  • Berufspraktische Phase (BPP)
  • Wahlpflichtbereich (2 von 7): u. a. Kabeltechnologie, Oberflächenanalyse, Verbindungstechnik – Fügen/Kleben, Polymersynthese, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
  • Bachelorarbeit und Kolloquium

Karriere

Werkstoff- und Produktentwicklung

Polymerchemie, Kunststoffadditive und Kunststoffanalytik bilden die Entwicklungsseite: Werkstoffe mit maßgeschneidertem Eigenschaftsprofil auswählen und auslegen – vom Leichtbauteil im Fahrzeug- und Flugzeugbau bis zur Lebensmittelverpackung. Der Leichtbau-Trend macht dieses Profil branchenübergreifend gefragt.

Verarbeitung und Produktion

Kunststoffverarbeitung mit Labor, Regelungstechnik und Computer Aided Engineering führen in die Produktionsseite: Spritzguss-, Extrusions- und Compoundierprozesse auslegen, optimieren und verantworten – das Tagesgeschäft bei Kunststoffverarbeitern, Polymerherstellern und der Kabelindustrie.

Kreislaufwirtschaft und Recycling

Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft, Kunststoffrecycling und Umweltrecht für Ingenieure sind hier keine Feigenblatt-Module, sondern ein eigener Strang: Rezyklat-Einsatz, Design for Recycling und regulatorische Anforderungen werden zum Einstellungskriterium der Branche – wer beides kann, Werkstoff und Kreislauf, sitzt am längeren Hebel.

Zugangsvoraussetzungen

Hochschulreife oder Fachhochschulreife oder nach Hessischem Hochschulgesetz gleichwertiger anerkannter Abschluss oder Einzelfallprüfung; technische Voraussetzung: Internet-Zugang

Vom Polymer zum Produkt – und zurück in den Kreislauf

Der Studienplan folgt dem Lebensweg des Werkstoffs: erst die Chemie und Physik der Polymere, dann Verarbeitung, Additive und Analytik, schließlich Recycling und Kreislaufführung samt Umweltrecht. Wahlpflichtmodule wie Kabeltechnologie, Verbindungstechnik (Fügen/Kleben) oder Polymersynthese schärfen das Profil in Richtung der eigenen Branche. Diese Kreislauf-Klammer unterscheidet den Studiengang von klassischen Kunststofftechnik-Curricula – und trifft genau die Anforderungen, die Verpackungs- und Automobilindustrie derzeit umtreiben.

Zusätzliche Informationen

Kostenlose Verlängerung der Studienzeit um 21 Monate möglich. Näheres hierzu ist beim Institut zu erfragen.

Häufige Fragen

Wie viel Chemie steckt im Studium?
Mehr als in den meisten Maschinenbau-nahen Studiengängen: Polymerchemie, physikalische Chemie und Kunststoffanalytik sind eigene Module. Ein Chemie-Leistungskurs ist keine Voraussetzung – die naturwissenschaftlichen Grundlagen werden in zwei Einstiegsmodulen gelegt –, aber Interesse an Molekülen sollte man mitbringen.
Hat die Kunststoffbranche angesichts der Plastikdebatte Zukunft?
Gerade deswegen: Die Branche baut massiv auf Rezyklate, biobasierte Werkstoffe und kreislauffähiges Design um – und sucht dafür Ingenieur:innen, die Werkstoffkunde UND Kreislaufwirtschaft beherrschen. Der Studiengang ist auf genau diese Transformation zugeschnitten, statt sie zu ignorieren.
Gibt es praktische Laboranteile?
Ja – die Kunststoffverarbeitung ist ausdrücklich als Modul mit Labor ausgewiesen, dazu kommen das ingenieurwissenschaftliche Projekt und die berufspraktische Phase, die sich mit einer einschlägigen Berufstätigkeit verbinden lässt. Umfang und Ablauf der Labortermine erklärt die Studienberatung vor der Anmeldung.

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