Tierpsychologie - Tierhaltung, Tierbetreuung, Tierverhaltenstherapie
Vermittlung von Kenntnissen aus Tierpsychologie, artgerechter Tierhaltung und Verhaltenstherapie, um Tierhalter:innen fundiert beraten zu können
- Abschluss
- keine Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 12 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 7 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 361 Std.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 2.148 €
- Ratenzahlung
- 12 × 179 €
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Warum ein Hund bellt, eine Katze unsauber wird oder ein Pferd scheut, hat fast immer einen Grund – und wer ihn versteht, kann helfen. Der SGD-Fernlehrgang Tierpsychologie qualifiziert dich, Tierverhalten zu deuten und Halter:innen fundiert zu beraten. Du beginnst mit der allgemeinen Verhaltenslehre und vertiefst anschließend das artspezifische Verhalten von Hund, Katze und Pferd – von Kommunikation und Körpersprache über Entwicklung und Lernen bis zur Erziehung mit positiver Verstärkung. Den Kern bilden die Haltungs- und Verhaltensberatung sowie die Verhaltenstherapie mit Anamnese, Therapieplan und Methoden wie systematischer Desensibilisierung; auch die Haltung von Kleinsäugern wird abgedeckt. Besondere Voraussetzungen gibt es nicht. Nach erfolgreicher Bearbeitung der Einsendeaufgaben erhältst du das SGD-Abschlusszeugnis.
Inhalte
- Allgemeine Verhaltenslehre: angeborenes und erlerntes Verhalten, Kommunikation, Aggression und Sozialverhalten
- Spezifisches Verhalten von Hund, Katze und Pferd (Domestikation, Entwicklung, Körpersprache)
- Lernen und Erziehung: Lernverhalten, positive Verstärkung, Klickertraining
- Haltungs- und Verhaltensberatung für Hund, Katze und Pferd
- Verhaltenstherapie: Anamnese, Beratungsgespräch, Therapieplan, Desensibilisierung und Gegenkonditionierung
- Haltungsberatung für Kleinsäuger (Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Ratten, Chinchillas, Degus)
Karriere
Verhaltens- und Haltungsberatung
Du berätst Tierhalter:innen bei Verhaltensproblemen und artgerechter Haltung – als eigenständige Tätigkeit oder ergänzend zu einem tiernahen Beruf.
Ergänzung für tiernahe Berufe
Für Menschen in Tierarztpraxis, Tierheilkunde, Tierphysiotherapie oder Tierbetreuung erweitert der Kurs das Profil um fundiertes Verhaltenswissen.
Selbstständige Verhaltensberatung
Mit der erlernten Beratungspraxis (Anamnese, Therapieplan, Erfolgskontrolle) kannst du eine eigene Tierverhaltensberatung aufbauen.
Zugangsvoraussetzungen
keine besonderen Voraussetzungen; technische Voraussetzung: PC oder Laptop mit Internetzugang
Verhalten statt Medizin – und die Grenze zum Tierarzt
Der Kurs dreht sich um Verhalten, Haltung und Erziehung – nicht um die medizinische Behandlung. Das ist eine wichtige Abgrenzung: Hinter Verhaltensauffälligkeiten können organische Ursachen stecken (etwa Schmerzen oder Erkrankungen). Deren Diagnose und Behandlung gehört in die Hände der Tierärztin oder des Tierarztes. Die Verhaltensberatung setzt dort an, wo das Verhalten selbst im Mittelpunkt steht – idealerweise im Zusammenspiel mit der tierärztlichen Abklärung. Der Kurs schließt mit einem institutsinternen SGD-Abschlusszeugnis ab; eine geschützte Berufsbezeichnung ist damit nicht verbunden.
Verhalten oder körperliche Gesundheit?
Tierpsychologie und Tierheilkunde ergänzen sich, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Dieser Kurs konzentriert sich auf Verhalten, Erziehung und Beratung. Möchtest du dagegen die körperliche Gesundheit und die naturheilkundliche Behandlung in den Mittelpunkt stellen, ist Tierheilpraktikerin/Tierheilpraktiker der passende Lehrgang. Viele, die mit Tieren arbeiten, verbinden beide Felder.
Häufige Fragen
- Brauche ich Vorkenntnisse?
- Nein. Der Kurs vermittelt die Verhaltenslehre und die Beratungspraxis von Grund auf. Hilfreich sind eigene Erfahrung im Umgang mit Tieren und Freude an der Beratungsarbeit.
- Werden Hund, Katze und Pferd gleichermaßen behandelt?
- Ja, diese drei stehen im Mittelpunkt – jeweils mit Verhalten, Erziehung und Beratung. Zusätzlich gibt es ein Modul zur Haltungsberatung von Kleinsäugern wie Kaninchen, Meerschweinchen und Hamstern.
- Darf ich damit Verhaltensprobleme behandeln?
- Du berätst zu Verhalten, Haltung und Erziehung und arbeitest mit verhaltenstherapeutischen Methoden. Liegt einem Problem eine körperliche Ursache zugrunde, gehört die medizinische Abklärung und Behandlung jedoch zur Tierärztin oder zum Tierarzt.
