Meister/in im Elektrotechnikerhandwerk (HWK) – Teile I und II
Vorbereitung auf die Teile I und II der Meisterprüfung im Elektrotechnikerhandwerk mit dem Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik
- Abschluss
- Meisterprüfung Teile I und II vor einer Handwerkskammer (laut Register vorzugsweise HWK Halle) – Meisterbrief nach Bestehen aller vier Teile; SGD-Abschlusszeugnis nach erfolgreicher Kursteilnahme
- Art
- a) öffentlich-rechtliche Prüfung b) institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 27 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 11 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 1277 Std.
- Präsenz
- Je zwei Präsenzseminare zu Teil I und zu Teil II mit jeweils insgesamt zehn Tagen (zusammen 160 Unterrichtseinheiten), Seminarkosten in den Studiengebühren enthalten
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 7.693 €
- Ratenzahlung
- 27 × 259 €
- davon Prüfungsgebühr
- 700 €
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).
Überblick
Im Elektrotechnikerhandwerk ist der Meisterbrief mehr als ein Titel: Er ist die Eintrittskarte in die Handwerksrolle – ohne Meister:in im Betrieb darf kein Elektrobetrieb zulassungspflichtig arbeiten – und die Voraussetzung, um Lehrlinge auszubilden und einen eigenen Betrieb zu führen. Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen; der SGD-Lehrgang bereitet auf die beiden fachlichen vor: Teil I, die Fachpraxis mit Meisterprüfungsprojekt und Situationsaufgabe, und Teil II, die Fachtheorie mit Elektro- und Sicherheitstechnik, Auftragsabwicklung sowie Betriebsführung und -organisation, jeweils im Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik. Rund 85 Studienhefte, Tabellenbuch, Gesetzestexte und Fallaufgaben verteilen sich auf 27 Monate bei elf Wochenstunden. Weil Fachpraxis nicht am Schreibtisch entsteht, gehören vier Präsenzseminare dazu – je zwei zu Teil I und Teil II, zusammen zwanzig Tage –, deren Kosten enthalten sind. Die Prüfung legst du vor einer Handwerkskammer ab, das Register nennt die HWK Halle als bevorzugte Kammer; die Kammergebühr kommt hinzu. Für den vollständigen Meisterbrief fehlen danach noch Teil III, die kaufmännische Betriebsführung, und Teil IV, die Ausbildereignung. Beide bietet die SGD als eigene Lehrgänge an; wer den Fachwirt oder eine gleichwertige kaufmännische Fortbildung hat, kann sich Teil III anerkennen lassen. Der Meister ist als Bachelor Professional auf Niveau 6 eingestuft und über das Aufstiegs-BAföG förderfähig.
Inhalte
- Elektro- und Sicherheitstechnik: Elektrotechnik und Elektronik, Mess- und Regelungstechnik, Steuerungstechnik, elektrische Maschinen, Beleuchtungstechnik, Gerätetechnik
- Auftragsabwicklung: Auftragsplanung, Unteraufträge, Vor- und Nachkalkulation
- Betriebsführung und -organisation: Geschäftsfeldplanung, Marketing, Personal, Qualitätsmanagement, Gesetze und Vorschriften
- Fallaufgaben und Prüfungsvorbereitung für Teil I (Fachpraxis) und Teil II (Fachtheorie)
Karriere
Betriebsleitung und Betriebsgründung im Elektrohandwerk
Der Meisterbrief berechtigt zur Eintragung in die Handwerksrolle – Voraussetzung für den eigenen Elektrobetrieb oder die Übernahme eines bestehenden.
Bauleitung und Projektverantwortung
Meister:innen leiten Baustellen der Energie- und Gebäudetechnik, kalkulieren Aufträge und führen Monteurteams – im Handwerk wie bei technischen Dienstleistern.
Ausbildung und Fachverantwortung
Mit dem vollständigen Meisterbrief bildest du Elektroniker:innen aus und übernimmst als verantwortliche Elektrofachkraft die Fachaufsicht.
Zugangsvoraussetzungen
Fachlich geeignete abgeschlossene Berufsausbildung oder sonstige Berufsausbildung mit Berufspraxis im Elektrotechnikerhandwerk; Technik: PC mit Internetzugang
Vier Prüfungsteile, ein Meisterbrief – was der Lehrgang abdeckt und was noch fehlt
Die Meisterprüfung im Handwerk ist in allen Gewerken vierteilig: Teil I prüft die Fachpraxis mit einem Meisterprüfungsprojekt und einer Situationsaufgabe, Teil II die Fachtheorie, Teil III die wirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnisse, Teil IV die berufs- und arbeitspädagogischen. Dieser Lehrgang deckt die Teile I und II für das Elektrotechnikerhandwerk mit Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik ab – das ist der fachlich anspruchsvolle Kern. Für Teil III bietet die SGD den Lehrgang zum Geprüften Fachmann für kaufmännische Betriebsführung nach der Handwerksordnung an, für Teil IV die Ausbildung der Ausbilder; Fachwirte, Betriebswirte und Inhaber:innen des Ausbilderscheins können sich diese Teile anerkennen lassen. Zur Prüfung: Sie findet vor einer Handwerkskammer statt, laut Register bevorzugt vor der HWK Halle; die Kammer setzt die Gebühr fest, das Register weist sie gesondert aus. Zur Zulassung genügt die Gesellenprüfung im Elektrotechnikerhandwerk; wer aus einem anderen Beruf kommt, braucht zwei bis drei Jahre praktische Tätigkeit im Gewerk – die SGD hilft bei der Klärung mit der Kammer. Zwei Dinge zur Ehrlichkeit: Zwanzig Präsenztage verlangen Urlaub und Reisen, und elf Wochenstunden über 27 Monate sind neben Vollzeitarbeit im Handwerk anspruchsvoll. Dafür ist der Meister die einzige Qualifikation, die im zulassungspflichtigen Handwerk zur Selbstständigkeit führt, und mit Aufstiegs-BAföG sowie in vielen Ländern einer Meisterprämie gefördert wird.
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Zusätzliche Informationen
Rund 85 Studienhefte, Tabellenbuch, Gesetzestexte, Fallaufgaben, Software und USB-Stick; die Handwerkskammer erhebt eine Prüfungsgebühr (laut Register gesondert ausgewiesen); Teile III und IV der Meisterprüfung über die SGD-Lehrgänge Geprüfte/r Fachmann/-frau für kaufmännische Betriebsführung (HwO) und Ausbildung der Ausbilder; Förderung über Aufstiegs-BAföG oder Bildungsgutschein möglich; 4 Wochen kostenlos testen.
Häufige Fragen
- Bekomme ich mit diesem Lehrgang den Meisterbrief?
- Er bereitet auf die Teile I und II vor. Für den Meisterbrief brauchst du zusätzlich die Teile III (kaufmännische Betriebsführung) und IV (Ausbildereignung), die die SGD als eigene Lehrgänge anbietet oder die du dir bei vorhandenen Abschlüssen anerkennen lassen kannst.
- Vor welcher Handwerkskammer lege ich die Prüfung ab?
- Das ZFU-Register nennt die HWK Halle als bevorzugte Kammer. Ob deine Heimatkammer die Prüfung abnimmt, klärst du vor der Anmeldung; die Prüfungsgebühr richtet sich nach der Kammer.
- Wie viel Präsenz gehört dazu?
- Vier Präsenzseminare – je zwei zu Teil I und Teil II mit insgesamt zwanzig Tagen. Die Seminarkosten sind in den Studiengebühren enthalten, Reise und Unterkunft nicht.
- Kann ich mit einer anderen Ausbildung teilnehmen?
- Ja, wenn du zwei bis drei Jahre praktische Tätigkeit im Elektrotechnikerhandwerk nachweist. Die Zulassung entscheidet die Handwerkskammer zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung.
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Stand: 19. Juli 2026 · getstudium Redaktion
