Fachkraft in der häuslichen Pflege (SGD); Vorbereitungslehrgang zur Prüfung Schwesternhelferin/Pflegediensthelfer MHD
Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, um ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen betreuen und pflegen zu können
- Abschluss
- institutsinterne Prüfung oder Schwesternhelferin/Pflegediensthelfer-Prüfung MHD
- Art
- a) verbandsinterne Prüfung b) institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 18 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 7 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 542 Std.
- Präsenz
- Zwei verpflichtende Präsenzseminare (5 und 6 Tage) – erforderlich für das SGD-Zertifikat und das MHD-Zeugnis
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 2.952 €
- Ratenzahlung
- 18 × 164 €
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Die meisten Menschen möchten im Alter so lange wie möglich zu Hause bleiben – und genau dort werden Hände gebraucht, die betreuen, pflegen und Sicherheit geben. Der SGD-Fernlehrgang Fachkraft in der häuslichen Pflege qualifiziert für diese unterstützenden Tätigkeiten und bereitet zugleich auf die Malteser-Prüfung zur Schwesternhelferin bzw. zum Pflegediensthelfer vor. Du erarbeitest dir die psychologischen und gerontologischen Grundlagen des Alterns, die häusliche Betreuung und Pflege, Ernährung auch kranker Menschen, die spezielle Krankheitslehre samt anatomischer Zusammenhänge, die Demenzbegleitung, das System der Pflegeversicherung und rechtliche Fragen – bis hin zur konkreten Anleitung für die Pflegepraxis. Der Lernstoff folgt der Prüfungsordnung des Malteser-Hilfsdienstes (MHD). Gelernt wird flexibel im Selbststudium, ergänzt um verpflichtende Praxisseminare und ein Praktikum. Der Lehrgang richtet sich an Menschen, die in die Pflege einsteigen oder Angehörige fundiert versorgen wollen – ab 18 Jahren mit Hauptschulabschluss. Er führt zu zwei Abschlüssen: dem SGD-Abschlusszeugnis „Praktische Altenbetreuung“ und – nach Seminaren, Prüfung und Praktikum – dem SGD-Zertifikat „Fachkraft in der häuslichen Pflege (SGD)“ samt MHD-Zeugnis „Schwesternhelferin/Pflegediensthelfer“.
Inhalte
- Betreuung und Pflege
- Psychologische und gerontologische Grundlagen des Alterns
- Gesundheit im Alter
- Häusliche Altenbetreuung und Pflege
- Ernährung – auch des kranken älteren Menschen
- Wirtschaftsführung im Haushalt älterer Menschen
- Gesprächsführung für Altenbetreuer:innen
- Pflegeversicherung und Pflegeeinrichtungen
- Erkrankungen im Alter und spezielle Krankheitslehre
- Anatomische Zusammenhänge
- Rechtliche Fragen im Umfeld des älteren Menschen
- Demenzkranke verstehen und begleiten
- Anleitung für die Pflegepraxis
- Prüfungsvorbereitung
Karriere
Ambulante & stationäre Pflege
Mit dem Abschluss kannst du bei ambulanten Pflegediensten, in stationären Pflegeeinrichtungen, in Krankenhäusern oder bei sozialen Betreuungsdiensten unterstützend tätig werden – in einem Arbeitsmarkt mit anhaltend hoher Nachfrage.
Einstieg & Quereinstieg in die Pflege
Der Lehrgang ist ein strukturierter Einstieg in das Berufsfeld – etwa um ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Pflege aufzuwerten oder als Quereinsteiger:in einen ersten qualifizierten Schritt zu gehen.
Fundierte Pflege von Angehörigen
Auch wer Angehörige zu Hause versorgt, gewinnt Sicherheit: Du lernst, mit alten, kranken und pflegebedürftigen Menschen fachgerecht umzugehen – von der Ernährung über die Demenzbegleitung bis zu rechtlichen Fragen.
Zugangsvoraussetzungen
Mindestalter 18 Jahre, Hauptschulabschluss; für die Zulassung zur Prüfung zusätzlich ein Erste-Hilfe-Kurs
Zwei Abschlüsse, zwei Wege
Nach erfolgreicher Bearbeitung der ersten 14 Studienhefte erhältst du das SGD-Abschlusszeugnis „Praktische Altenbetreuung“ als Bestätigung deiner Leistungen. Den vollen Abschluss – das SGD-Zertifikat „Fachkraft in der häuslichen Pflege (SGD)“ und das Malteser-Hilfsdienst-Zeugnis „Schwesternhelferin/Pflegediensthelfer“ – erhältst du, wenn du alle 17 Studienhefte bearbeitet, an beiden Präsenzseminaren (5 und 6 Tage) teilgenommen, die Abschlussprüfung bestanden und ein 80-stündiges Praktikum absolviert hast. Voraussetzung für die Prüfungszulassung ist außerdem ein Erste-Hilfe-Kurs.
Schwesternhelfer:in/Pflegediensthelfer ist keine examinierte Pflegefachkraft
Wichtig zur Einordnung: Die Qualifikation „Schwesternhelferin/Pflegediensthelfer“ des Malteser-Hilfsdienstes ist eine anerkannte Pflegehilfs- bzw. Assistenzqualifikation. Sie ist nicht gleichbedeutend mit der dreijährigen Ausbildung zur examinierten Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann nach dem Pflegeberufegesetz. Du unterstützt also bei Betreuung und Pflege, übernimmst aber nicht den vollen Aufgaben- und Verantwortungsbereich einer examinierten Pflegefachkraft. Für Tätigkeiten, die eine staatliche Pflegeausbildung voraussetzen, bleibt diese der maßgebliche Weg.
Anerkennung: Fortbildungspunkte der RbP
Der Lehrgang ist von der „Registrierung beruflich Pflegender“ (RbP) anerkannt: Für den erfolgreichen Abschluss werden 40 Fortbildungspunkte vergeben. Beruflich Pflegende können den Lehrgang damit in ihren freiwilligen Fortbildungsnachweis einbringen.
Häufige Fragen
- Eignet sich der Lehrgang für den Quereinstieg ohne Vorerfahrung?
- Ja. Vorausgesetzt sind ein Mindestalter von 18 Jahren und ein Hauptschulabschluss – pflegerische Vorkenntnisse brauchst du nicht. Damit ist der Lehrgang ausdrücklich auch für Quereinsteiger:innen und für die Aufwertung eines Freiwilligen Sozialen Jahres geeignet.
- Kann ich den Erste-Hilfe-Kurs und das Praktikum selbst organisieren?
- Der 80-stündige Praktikumsanteil und der Erste-Hilfe-Kurs sind verpflichtende Bausteine für den vollen Abschluss und werden eigenverantwortlich organisiert. Die beiden Präsenzseminare bietet die SGD direkt an.
- Hilft der Abschluss, später eine Pflegeausbildung zu beginnen?
- Er ist eine gute fachliche Grundlage und ein realistischer erster Schritt ins Berufsfeld. Eine examinierte Pflegeausbildung ersetzt er nicht – warum, steht im Abschnitt „Schwesternhelfer:in … ist keine examinierte Pflegefachkraft“ –, erleichtert aber den Einstieg und die Orientierung in der Pflege.
