Trauerbegleitung (Laudius)
Vermittlung von Grundlagen für die einfühlsame Begleitung trauernder Menschen
- Abschluss
- Institutsinternes Laudius-Zeugnis (Einsendeaufgaben); Laudius-Zertifikat nach zusätzlicher Abschlussarbeit
- Art
- institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 8 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 5 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 172 Std.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 792 €
- Ratenzahlung
- 8 × 99 €
- Nur digitale Lernunterlagen
- 712 € (8 × 89 €)
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Wer einen geliebten Menschen verloren hat, braucht selten gute Ratschläge – sondern jemanden, der die Trauer aushält, ohne sie wegmachen zu wollen. Trauerbegleitung heißt: da sein, zuhören, Halt geben. Der Laudius-Fernkurs Trauerbegleitung bereitet dich darauf vor, Menschen durch eine ihrer schwersten Zeiten zu begleiten. In 24 Lernheften lernst du, wie Trauer wirklich verläuft – in Phasen, im Körper, in den Emotionen –, dass sie nicht nur dem Tod gilt, sondern auch anderen Verlusten, und wie sehr das Umfeld mitbetroffen ist. Du beschäftigst dich mit Trauerritualen verschiedener Kulturen, mit dem Weg zurück in ein verändertes Leben und mit Anlaufstellen, die Trost und Halt geben. Vorkenntnisse brauchst du keine. Der Kurs ist für Angehörige, für Menschen aus Pflege, Seelsorge, Rettungsdienst oder Bestattung und für Ehrenamtliche – für alle, die Trauernden mit mehr Sicherheit und Mitgefühl begegnen möchten. Eines macht er dabei von Anfang an klar: Trauer ist keine Krankheit.
Inhalte
- Trauerrituale in verschiedenen Kulturen
- Trauer auch bei anderen Verlusten als dem Tod
- Die Betroffenheit des Umfelds eines Trauernden
- Trauerarbeit und die Darstellung von Trauer in Phasen
- Körper, Denken und Emotionen in der Trauer
- Die Phase der Reorganisation und der Start in ein verändertes Leben
- Anlaufstellen für Trauernde sowie der Umgang mit dem letzten Willen
- Wenn der Trauerprozess nicht gelingt: Wege in die Therapie
Karriere
Ehrenamtliche und hauptamtliche Trauerbegleitung
In Hospizdiensten, Kirchengemeinden, Trauergruppen oder bei Bestattern begleitest du Trauernde – ehrenamtlich oder als Teil deiner Arbeit.
Zusatzkompetenz in Pflege, Seelsorge und Rettungsdienst
Wer beruflich mit Sterben und Verlust zu tun hat, gewinnt Sicherheit im Umgang mit Trauernden und ihren Angehörigen.
Eigene Trauerbegleitungsangebote
Manche bieten Trauerbegleitung freiberuflich, in Trauercafés oder Gruppen an – eine sinnstiftende Tätigkeit mit viel Menschlichkeit.
Zugangsvoraussetzungen
Spezielle Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Technische Voraussetzung: PC mit Internetzugang
Trauer begleiten, nicht therapieren
Das ist der Kern guter Trauerbegleitung, und der Kurs lehrt es selbst: Trauer ist eine gesunde, natürliche Reaktion auf einen Verlust, keine Störung, die man behandeln müsste. Als Trauerbegleiter:in hältst du diesen Prozess aus und gibst ihm Raum – du behandelst nicht. Es gibt aber eine Grenze: Wenn Trauer über lange Zeit erstarrt, in eine Depression kippt oder mit Suizidgedanken einhergeht, spricht man von komplizierter Trauer, und die gehört in psychotherapeutische oder ärztliche Hände. Genau diese Unterscheidung – und wann du weiterverweist – ist Teil des Lehrgangs und das Wichtigste, was du mitnimmst.
Häufige Fragen
- Muss ich selbst eine Verlusterfahrung gemacht haben?
- Nein, das ist keine Bedingung. Eigene Erfahrung kann das Mitgefühl vertiefen, sie kann aber auch im Weg stehen, wenn die eigene Trauer noch frisch ist. Wichtiger sind die Fähigkeit auszuhalten, gut zuzuhören und die eigene Betroffenheit zu reflektieren.
- Wie schütze ich mich vor der eigenen emotionalen Belastung?
- Trauerbegleitung geht nahe. Es braucht klare Grenzen, Austausch mit anderen Begleitenden und – in hauptamtlicher Arbeit – Supervision. Wer dauerhaft begleitet, braucht eigene Kraftquellen, sonst hilft man bald niemandem mehr.
- Begleite ich nur beim Tod eines Menschen?
- Nein. Der Kurs behandelt Trauer auch bei anderen Verlusten – einer Trennung, einer schweren Diagnose, dem Verlust von Heimat oder Gesundheit. Die Mechanismen ähneln sich, und die Begleitung lässt sich auf viele Abschiede übertragen.
