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Lerncoach (m/w/d)

Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, um Lernende beim Aufbau individueller Lernstrategien zu begleiten

Abschluss
keine Prüfung
Studienform
Fernstudium
Regelstudienzeit
18 Monate
Lernaufwand/Woche
ca. 6 Std.
Selbstlernen gesamt
464 Std.
Kosten & Gebühren
Gesamtkosten
3.582 €
Ratenzahlung
18 × 199 €

Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.

Überblick

Nicht jedes Lernproblem ist eine Wissenslücke: Oft fehlen Strategie, Struktur und Selbstvertrauen. Genau hier setzt Lerncoaching an. Der SGD-Fernlehrgang Lerncoach (m/w/d) qualifiziert dafür, Kinder und Jugendliche mit einem ganzheitlichen Blick beim Lernen zu begleiten – statt nur Schulstoff nachzuarbeiten. Du lernst die Grundlagen der Entwicklungs- und Lernpsychologie, erkennst Lernvoraussetzungen und Lernblockaden und arbeitest mit passenden Lerntechniken. Eigene Schwerpunkte liegen auf Legasthenie/LRS, Dyskalkulie, Hochbegabung sowie ADS/ADHS – jeweils mit Fallstudien – und auf Mehrsprachigkeit. Hinzu kommen Gesprächsführung, die eigene Beraterpersönlichkeit und Marketing. Empfohlen werden ein Mindestalter von 23 Jahren, ein mittlerer Bildungsabschluss und erste Erfahrung im pädagogischen, sozialen oder therapeutischen Bereich. Nach den Einsendeaufgaben erhältst du das SGD-Abschlusszeugnis; mit der zusätzlichen Teilnahme an der dreitägigen Online-Veranstaltung das SGD-Zertifikat „Lerncoach“.

Inhalte

  • Grundlagen des Lerncoachings
  • Entwicklung im Kindesalter und Schulfähigkeit
  • Einflüsse auf die schulischen Leistungen und Lernvoraussetzungen
  • Lerntechniken
  • Legasthenie und Lese-Rechtschreib-Störung (LRS)
  • Rechenstörungen und Dyskalkulie
  • Hochbegabung und Englischförderung
  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADS/ADHS)
  • Migration, Kultur und Mehrsprachigkeit
  • Von der Diagnose zur Förderung: Lerncoaching in der Praxis
  • Gesprächsführung, Beraterpersönlichkeit und Marketing

Karriere

Zusatzqualifikation für pädagogische Berufe

Als Erzieher:in, Lehrkraft oder Sozialpädagog:in vertiefst du gezielt das Lerncoaching – vom Einschätzen des Leistungsstands über die Analyse des Lernverhaltens bis zur Elternberatung.

Lerndiagnostik & Lernförderung

In Beratungsstellen, in der psychologischen oder freiberuflich-pädagogischen Arbeit kannst du den Bereich der Lernförderung ausbauen und Familien bei Lernproblemen strukturiert unterstützen.

Eigene Lerncoaching-Praxis & Nachhilfe-Plus

Mit Beraterpersönlichkeit und Marketing-Wissen baust du ein eigenes Lerncoaching-Angebot auf oder professionalisierst und spezialisierst ein bestehendes Nachhilfe-Angebot.

Zugangsvoraussetzungen

keine speziellen Vorkenntnisse, empfohlen werden ein Mindestalter von 23 Jahren, ein mittlerer Bildungsabschluss sowie erste berufliche Erfahrungen im pädagogischen, sozialen oder therapeutischen Bereich; technische Voraussetzung: Multimedia-PC mit Internetzugang

Lerncoaching ist keine Nachhilfe – und keine Lerntherapie

Wichtig zur Einordnung in beide Richtungen. Nachhilfe übt den konkreten Schulstoff; Lerncoaching arbeitet eine Ebene darüber – an Lernstrategien, Motivation, Konzentration und Ressourcen, mit einem ganzheitlichen Blick auf die Lernsituation. Davon abzugrenzen ist die Lerntherapie: Die gezielte Behandlung diagnostizierter Lernstörungen wie LRS oder Dyskalkulie ist ein eigenes Feld, das je nach Fall sozialrechtlich (etwa über § 35a SGB VIII) gefördert wird und eigene Qualifikationsanforderungen stellt. Der Lehrgang vermittelt das Erkennen solcher Störungen und den förderorientierten Umgang damit, ersetzt aber keine lerntherapeutische oder psychologische Behandlung.

Zwei Abschlüsse: Zeugnis und Zertifikat

Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Einsendeaufgaben erhältst du das SGD-Abschlusszeugnis. Das SGD-Zertifikat „Lerncoach“ setzt zusätzlich die erfolgreiche Teilnahme an einer dreitägigen Online-Veranstaltung voraus, in der du das Gelernte vertiefst und festigst; die Gebühr dafür ist in der Lehrgangsgebühr bereits enthalten.

Anerkennung als Lehrerfortbildung

Der Lehrgang ist als Lehrerfortbildung durch die Hessische Lehrkräfteakademie akkreditiert. Für Lehrkräfte ist er damit eine offiziell anerkannte Fortbildung; für andere pädagogische Berufe unterstreicht die Akkreditierung die fachliche Qualität.

Häufige Fragen

Brauche ich pädagogische Vorerfahrung?
Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Empfohlen werden aber ein Mindestalter von 23 Jahren, ein mittlerer Bildungsabschluss und erste berufliche Erfahrung im pädagogischen, sozialen oder therapeutischen Bereich – das erleichtert den Einstieg in die Praxis.
Behandelt der Kurs LRS, Dyskalkulie und ADHS?
Ja, mit eigenen Modulen und Fallstudien zu Legasthenie/LRS, Rechenstörung/Dyskalkulie, Hochbegabung sowie ADS/ADHS. Der Fokus liegt auf dem Erkennen und dem förderorientierten Umgang – die therapeutische Behandlung selbst bleibt der Lerntherapie vorbehalten (siehe Abschnitt oben).
Kann ich als Lerncoach selbstständig arbeiten?
Ja. Der Lehrgang vermittelt mit Beraterpersönlichkeit, Gesprächsführung und Marketing das Rüstzeug dafür; „Lerncoach“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung und lässt sich freiberuflich ausüben – auch als Erweiterung eines bestehenden Nachhilfe- oder Beratungsangebots.

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