Phytotherapie (Laudius)
Vermittlung von Kenntnissen aus dem Bereich Heilpflanzen und ihrer Anwendung; das Zertifikat setzt eine medizinische Vorbildung voraus
- Abschluss
- Institutsinternes Laudius-Zeugnis (Grundlagen der Phytotherapie); ein Laudius-Zertifikat erhalten nur Teilnehmende mit Nachweis einer medizinischen Vorbildung
- Art
- institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 12 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 8 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 413 Std.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 1.548 €
- Ratenzahlung
- 12 × 129 €
- Nur digitale Lernunterlagen
- 1.428 € (12 × 119 €)
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Kamille gegen Bauchweh, Baldrian für den Schlaf, Weißdorn fürs Herz: Hinter den alten Hausmitteln steckt erstaunlich viel Wissen. Der Laudius-Fernkurs Phytotherapie führt fundiert in die Pflanzenheilkunde ein – von der Tradition bis zur modernen Anwendung. In zehn Modulen mit 25 Lernheften und zwei Kräuterbüchern lernst du, welche Heilpflanzen bei Beschwerden von Magen-Darm über Herz-Kreislauf bis zu Haut, Atemwegen und Nervensystem helfen, worauf bei verschiedenen Zielgruppen zu achten ist und wie eine gute Beratung aussieht. Zwei Online-Seminare und eine Fallstudie bringen den Praxisbezug. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Wichtig ist von Anfang an ein Punkt: Ob du mit dem Gelernten behandeln darfst, hängt von einer medizinischen Erlaubnis ab – für die eigene Hausapotheke und das Verständnis brauchst du sie nicht.
Inhalte
- Geschichte der Pflanzenheilkunde und Einführung in die traditionelle Phytotherapie
- Anwendungen bei Magen-Darm und Harnwegen
- Anwendungen bei Herz-Kreislauf
- Bewegungsapparat, Haut und Atemwege
- Nervensystem und Stoffwechsel
- Besonderheiten bei bestimmten Zielgruppen
- Fallstudie und Grundlagen der Beratung
Karriere
Zusatzwissen in Heil- und Gesundheitsberufen
Ärzt:innen, Heilpraktiker:innen, Apotheker:innen und Pflegekräfte vertiefen ihr Wissen um die pflanzliche Therapie – und können mit Heilerlaubnis das Zertifikat erwerben.
Beratung im Reformhaus, in der Drogerie und Apotheke
Wer zu Kräutern, Tees und pflanzlichen Präparaten berät, gewinnt fundiertes Hintergrundwissen für glaubwürdige Empfehlungen im Wohlfühl- und Präventionsbereich.
Eigene Praxis mit Heilerlaubnis
Heilpraktiker:innen und Ärzt:innen können die Phytotherapie als eigenständiges Behandlungsangebot in ihre Praxis aufnehmen.
Zugangsvoraussetzungen
Spezielle Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Technische Voraussetzung: digitales Endgerät mit Internetzugang
Behandeln ist Heilkunde – das Zertifikat braucht eine medizinische Erlaubnis
Hier liegt der entscheidende Punkt. Heilpflanzen zur Behandlung von Krankheiten einzusetzen, ist Heilkunde – erlaubt nur approbierten Ärzt:innen oder Menschen mit Heilpraktikerbefugnis. Laudius bildet das ehrlich ab: Das Zeugnis Grundlagen der Phytotherapie erhalten alle; das Zertifikat bekommt nur, wer eine medizinische Vorbildung nachweist. Ohne diese Erlaubnis darfst du andere nicht phytotherapeutisch behandeln – wohl aber das Wissen für die eigene Hausapotheke nutzen, im Wohlfühl- und Präventionsbereich beraten und es als Grundlage einsehen, falls du später die Heilpraktikerprüfung anstrebst.
Häufige Fragen
- Darf ich nach dem Kurs Menschen mit Heilpflanzen behandeln?
- Nur mit einer Approbation als Ärztin oder Arzt oder einer Heilpraktikerbefugnis – die therapeutische Anwendung ist Heilkunde. Ohne diese Erlaubnis kannst du das Wissen für dich selbst und deine Familie nutzen und im Präventions- und Wohlfühlbereich beraten.
- Hilft der Kurs auf dem Weg zum Heilpraktiker?
- Die Phytotherapie ist ein wertvoller Wissensbaustein, aber kein Ersatz für die amtsärztliche Heilpraktikerprüfung. Als fachliche Grundlage und Vertiefung passt er gut in die Vorbereitung – die Erlaubnis selbst erlangst du über die Prüfung beim Gesundheitsamt.
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