Musiktherapie (Laudius)
Vermittlung von Grundlagen und Methoden der Musiktherapie; das Zertifikat Musiktherapeut*in setzt eine Heilerlaubnis voraus
- Abschluss
- Institutsinternes Laudius-Zeugnis (Grundwissen der Musiktherapie); für Teilnehmende mit Heilerlaubnis zusätzlich das Laudius-Zertifikat (Musiktherapeut*in) nach Praktikum (30 Stunden), Präsenzveranstaltung und Abschlussprüfung
- Art
- institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 12 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 8 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 413 Std.
- Präsenz
- Präsenzseminar in Krefeld (1,5 Tage, rund 13 Stunden)
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 1.548 €
- Ratenzahlung
- 12 × 129 €
- Nur digitale Lernunterlagen
- 1.428 € (12 × 119 €)
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Musik erreicht Menschen dort, wo Worte nicht mehr hinkommen – bei Demenz, nach einem Trauma, bei Kindern mit Entwicklungsstörungen. Genau das macht sich die Musiktherapie zunutze. Der Laudius-Fernkurs Musiktherapie führt fundiert in dieses Feld ein. In neun Modulen mit 36 Lernheften lernst du die Grundlagen: das Wesen der Musik und die Musikmedizin, das aktive und das rezeptive Arbeiten mit Klang, klinisch-psychologisches Basiswissen und Diagnostik, therapeutische Grundlagen, Gesprächsführung und das therapeutische Rollenverständnis – illustriert an Fallbeispielen. Ein Online-Seminar und ein anderthalbtägiges Präsenzseminar in Krefeld bringen die Praxis hinein. Vorausgesetzt werden ein Mindestalter von 25 Jahren und mittlere Reife; ein Instrument zu spielen ist hilfreich, aber kein Muss. Entscheidend ist von Anfang an, ob du eine Heilerlaubnis besitzt: Davon hängt ab, ob du den Kurs als Behandlungsmethode oder als Wissensergänzung nutzt.
Inhalte
- Grundlagen der Musiktherapie und vom Wesen der Musik
- Musikmedizin
- Rezeptive und aktive Musiktherapie
- Klinische Psychologie und Diagnostik
- Psychologische Praxis und therapeutische Grundlagen
- Fallbeispiele aus der Musiktherapie
- Gesprächsführung und therapeutisches Rollenverständnis
Karriere
Als Zusatz im therapeutischen Beruf
Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen und Heilpraktiker:innen erweitern ihr Repertoire um musiktherapeutische Methoden und können das Zertifikat erwerben.
Musikbasierte Arbeit in Pädagogik und Pflege
In Förderschulen, Kitas, der Behindertenhilfe oder Altenpflege bereichert musiktherapeutisches Wissen die tägliche Arbeit – ohne dass es sich um Heilbehandlung handelt.
Eigene musiktherapeutische Praxis
Mit vorhandener Heilerlaubnis und dem Zertifikat ist auch eine eigene musiktherapeutische Tätigkeit möglich.
Zugangsvoraussetzungen
Mindestalter 25 Jahre und mittlere Reife. Ein Instrument zu spielen oder Noten zu lesen ist von Vorteil, aber keine Bedingung. Technische Voraussetzung: Endgerät mit Internetzugang
Das Zertifikat Musiktherapeut*in setzt eine Heilerlaubnis voraus
Hier liegt der wichtigste Punkt des Kurses. Musiktherapie im eigentlichen Sinn ist Heilkunde – ausüben darf sie nur, wer eine Heilerlaubnis hat: approbierte Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen oder Heilpraktiker:innen, auch der Heilpraktiker für Psychotherapie. Laudius bildet das ehrlich ab: Das Zeugnis Grundwissen der Musiktherapie erhalten alle Teilnehmenden; das Zertifikat Musiktherapeut*in bekommt nur, wer eine Heilerlaubnis nachweist – zusätzlich zu Praktikum, Präsenzveranstaltung und Abschlussprüfung. Ohne Heilerlaubnis bleibt der Kurs wertvoll: Du integrierst musiktherapeutisches Wissen in pädagogische, pflegerische oder soziale Arbeit, nur eben nicht als Heilbehandlung.
Häufige Fragen
- Was gilt, wenn ich keine Heilerlaubnis habe?
- Dann erhältst du das Zeugnis über das Grundwissen der Musiktherapie und setzt die Methoden in nicht-heilkundlichen Kontexten ein – in Pädagogik, Pflege oder im Wellnessbereich. Das Zertifikat Musiktherapeut*in und die eigenständige Heilbehandlung bleiben an die Heilerlaubnis gebunden.
- Muss ich ein Instrument spielen können?
- Nein, das ist keine Zulassungsbedingung. Ein Gespür für Musik und etwas eigene Erfahrung helfen aber, die aktiven Methoden glaubwürdig anzuwenden.
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