Kindheitspädagogik für Erzieher:innen (B.A.)
Prüfung zum Bachelor of Arts im Studiengang Kindheitspädagogik für Erzieher:innen
- Abschluss
- Bachelor of Arts (B.A.)
- Art
- Hochschul-Bachelor
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 180 ECTS
- Sprache
- Deutsch
- Studiendauer
- Vollzeit 18 · Teilzeit I 24 · Teilzeit II 36 Monate
- Studienablauf
- flexibel – kein fester Semestertakt
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 8.256 €
- Ratenzahlung
- 24 × 344 €
- davon Prüfungsgebühr
- 2.299 €
- Ratenzahlung über 18 Monate (Vollzeit)
- 7.182 € (18 × 399 €)
- Ratenzahlung über 36 Monate (Teilzeit II)
- 9.324 € (36 × 259 €)
Für jeden angerechneten ECTS-Punkt reduziert sich die Studiengebühr; die Anrechnung von 90 ECTS senkt so den Gesamtpreis gegenüber dem vollen Bachelor deutlich.
Die Graduierungsgebühr wird mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung (Kolloquium) fällig.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Du hast als Erzieher:in gelernt, Kinder zu begleiten – jetzt willst du die Konzepte mitgestalten, ein Team führen oder in der frühkindlichen Bildung vorangehen. Für viele dieser Schritte verlangen Träger inzwischen einen Hochschulabschluss. Genau diese Lücke schließt der Bachelor Kindheitspädagogik für Erzieher:innen, ohne dass du bei null anfängst. Weil deine staatlich anerkannte Ausbildung mit 90 ECTS angerechnet wird, steigst du direkt im vierten Semester ein und studierst nur den akademischen Aufbau: frühkindliche Entwicklung und Bildung, Pädagogik der Vielfalt, Sozialrecht und -politik, qualitative Forschung sowie Didaktik und Methodenkompetenz der Kindheitspädagogik. Über zwei Wahlpflichtbereiche schärfst du dein Profil – etwa Richtung Kinderschutz und Frühe Hilfen, Leitung sozialer Einrichtungen oder Inklusion. Der staatlich anerkannte B.A. öffnet dir die Türen zu Leitungs-, Konzeptions- und Fachberatungsaufgaben, für die die abgeschlossene Ausbildung allein oft nicht mehr ausreicht.
Inhalte
- Pädagogik: historische, konzeptionelle und begriffliche Grundlagen
- Sozialgeschichte, Philosophie, Ethik
- Psychologie
- Grundlagen der beruflichen Identität
- Grundlagen der sozialpädagogischen Bildungsarbeit
- Sozialpädagogische Bildungsarbeit in Bildungsbereichen professionell gestalten
- Einführung in die Pädagogik der Vielfalt
- Lebenswelt- und Sozialraumorientierung
- Sozialpolitik
- Sozialrecht
- Multiprofessionelle Zusammenarbeit
- Projekt: Netzwerke bilden und Übergänge gestalten
- Praxissemester: Berufspraktische Kompetenzen im Fachbereich Sozialwissenschaften
- Einführung in die Pädagogik der Kindheit
- Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten für Pädagogik und Soziales
- Konzepte und Arbeitsfelder der Pädagogik
- Psychologische und neurobiologische Grundlagen
- Frühkindliche Entwicklung
- Frühkindliche Bildung
- Pädagogische Beziehungen und Professionalität
- Projekt: Selbstreflexion, Persönlichkeitsentwicklung und Professionalisierung
- Gesellschaftliche Bedingungen der Pädagogik
- Qualitative Forschungsmethoden
- Wahlpflichtbereich A: u. a. Frühe Hilfen und Kinderschutz, Leitungsfunktionen in sozialen Einrichtungen, Diversity Management, Methoden der Einzel- und Gruppenberatung
- Wahlpflichtbereich B: u. a. Inklusion, Integration und Migration, Elternarbeit, Gesundheitsförderung und Prävention in der Kindheitspädagogik, Didaktik und Methodik von E-Learning und digitalen Medien
- Didaktik der Kindheitspädagogik
- Methodenkompetenzen der Kindheitspädagogik
- Bachelorarbeit
Karriere
Leitung in Kindertageseinrichtungen
Mit dem Bachelor rückst du in die Leitung einer Kita: Du entwickelst das pädagogische Konzept, verantwortest Personalführung und Dienstplanung und trägst die Qualität der Einrichtung – Aufgaben, für die Träger regelmäßig einen akademischen Abschluss voraussetzen.
Ganztags- und Schulkindbetreuung
In Ganztagsschulen und der Schulkindbetreuung gestaltest du inklusive Bildungsorte, stimmst dich eng mit Lehrkräften und Eltern ab und bringst pädagogische Konzepte in den Schulalltag – von der Freizeitgestaltung bis zur Förderung des sozialen Miteinanders.
Fachberatung und Konzeptentwicklung
Als Fachberater:in analysierst du Praxis reflektiert, entwickelst Konzepte und Qualitätsstandards und begleitest Teams fachlich – die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Alltag, an der sich kindheitspädagogische Arbeit weiterentwickelt.
Zugangsvoraussetzungen
Abgeschlossene Ausbildung als staatlich anerkannte:r Erzieher:in ist Pflicht. Zusätzlich genügt die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. die (schulische und praktische) Fachhochschulreife. Ohne Hochschulreife ist der Zugang über ein Probestudium möglich, wenn die abgeschlossene Erzieher:innen-Ausbildung als berufliche Aufstiegsfortbildung nachgewiesen wird.
Aufbaustudium für Erzieher:innen: Was angerechnet wird – und was du studierst
Dieser Bachelor ist ein Aufbaustudiengang speziell für staatlich anerkannte Erzieher:innen. Deine Ausbildung wird pauschal mit 90 ECTS und den ersten drei Semestern anerkannt, sodass du direkt in das vierte Semester einsteigst und nur die verbleibenden 90 ECTS studierst. Das halbiert die Regelstudienzeit auf 18 bis 36 Monate – je nach Zeitmodell – und senkt die Studiengebühren spürbar, weil jeder angerechnete Leistungspunkt die Kosten reduziert. Inhaltlich liegt der Fokus deshalb nicht auf pädagogischen Basics, die du längst kennst, sondern auf dem wissenschaftlichen Überbau: Entwicklungs- und Bildungsprozesse verstehen, rechtliche und sozialpolitische Rahmen einordnen, forschen und reflektieren, Didaktik und Leitung. Ohne abgeschlossene Erzieher:innen-Ausbildung ist der Studiengang nicht zugänglich – wer diesen Hintergrund nicht mitbringt, wählt einen vollständigen Bachelor über 180 ECTS.
Verwandte Studiengänge
Häufige Fragen
- Ändert der Bachelor etwas an meiner Berufszulassung als Erzieher:in?
- Nein. Die staatliche Anerkennung als Erzieher:in stammt aus deiner Ausbildung und bleibt davon unberührt. Der Bachelor ist ein akademischer Aufbau, der dir höher qualifizierte Aufgaben – Leitung, Konzeption, Fachberatung – eröffnet; er ersetzt oder erneuert keine berufsrechtliche Erlaubnis.
- Kann ich auch ohne Abitur zugelassen werden?
- Ja. Als staatlich anerkannte:r Erzieher:in erfüllst du über den beruflichen Zugang die Voraussetzungen und kannst ohne Hochschulreife starten – im Regelfall über ein Probestudium, in dem die abgeschlossene Ausbildung als berufliche Aufstiegsfortbildung zählt.
- Worin unterscheidet sich dieser Weg von einem regulären Pädagogik-Studium?
- Der Unterschied ist die Anrechnung: Nur dieser Studiengang schreibt dir 90 ECTS aus der Erzieher:innen-Ausbildung gut und beginnt im vierten Semester. Ein reguläres kindheits- oder sozialpädagogisches Bachelorstudium umfasst die vollen 180 ECTS und richtet sich an alle Zugangswege – nicht speziell an bereits ausgebildete Fachkräfte.
