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Kindheitspädagogik (B.A.)

Akademischer Erstabschluss (B.A.) mit den Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung als Kindheitspädagog:in, praxisintegriert beim Partnerbetrieb

Abschluss
Bachelor of Arts (B.A.)
Art
Hochschul-Bachelor
Studienform
Duales Studium
Credit-Points
180 ECTS
Regelstudienzeit
7 Semester
Studienorte
Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Mainz, Mannheim, München, Münster, Stuttgart
Praxis
20 Std./Woche
Kosten & Gebühren
Gesamtkosten
0 € – Praxispartner zahlt

Ohne Studiengebühren: Das Praxispartner-Unternehmen finanziert das Studium; eine monatliche Vergütung ist üblich.

Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.

Überblick

Die ersten Lebensjahre prägen ein ganzes Leben – und brauchen pädagogische Fachkräfte mit fundiertem Wissen über kindliche Entwicklung, Bildung und Beziehung. Im dualen Bachelor Kindheitspädagogik der IU lernst du frühkindliche Entwicklung, Didaktik und Bildungsbereiche, Inklusion und Diversität, Beratung, Kinderschutz und Sozialrecht – und arbeitest parallel in einer Kita oder Einrichtung deines Praxispartners. Drei Tage Praxis (20 Stunden), zwei Tage Studium – so läuft deine Woche, an einem von 15 Campus-Standorten.

Studienverlauf

1. Semester

  • Einführung in die Pädagogik der Kindheit
  • Pädagogik: historische, konzeptionelle und begriffliche Grundlagen
  • Wissenschaftliches Arbeiten (Pädagogik & Soziales)
  • Projekt: Selbstreflexion in pädagogischen Handlungsfeldern
  • Praxisreflexion I

2. Semester

  • Psychologische und neurobiologische Grundlagen
  • Gesellschaftliche Bedingungen der Pädagogik
  • Inklusion
  • Projekt: Beratung und Gesprächsführung
  • Praxisreflexion II

3. Semester

  • Frühkindliche Entwicklung
  • Soziologie
  • Sozialgeschichte, Philosophie, Ethik
  • Seminar: Pädagogische Beziehungen und Professionalität
  • Praxisreflexion III

4. Semester

  • Didaktische und methodische Grundlagen der Kindheitspädagogik
  • Soziale Ungleichheit und Diversität
  • Qualitative Forschungsmethoden
  • Projekt: Erziehungs- und Bildungspartnerschaft
  • Praxisreflexion IV

5. Semester

  • Sozialrecht
  • Bildungs- und Erziehungsbereiche und ihre Didaktik
  • Perspektiven auf die (Trans-)Migrationsgesellschaft
  • Projekt: Didaktische und methodische Handlungskompetenzen
  • Praxisprojekt V

6. Semester

  • Kinderschutz bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
  • Quantitative Forschungsmethoden
  • Praxisprojekt VI

Dazu zwei Vertiefungsmodule deiner gewählten Spezialisierung.

7. Semester

  • Gesundheitsförderung und Prävention in der Kindheitspädagogik
  • Qualitätsmanagement in sozialen und pädagogischen Handlungsfeldern
  • Bachelorarbeit

Dazu zwei Fernstudien-Wahlpflichtmodule.

Karriere

Bildung & Erziehung von Kindern

Du arbeitest direkt mit Kindern – in Kitas, Ganztagsschulen, Mehrgenerationenhäusern, Freizeiteinrichtungen oder in den Hilfen zur Erziehung (HZE). Du begleitest und förderst die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung und bringst dein Fachwissen in die Erziehungs- und Bildungskonzepte der Einrichtung ein.

Leitung von Einrichtungen

Als Leiter:in verbindest du pädagogische, konzeptionelle und administrative Aufgaben: Du gestaltest die Lebenswelt und Bildung der Kinder, förderst Inklusion, führst und entwickelst die pädagogischen Fachkräfte und bist Ansprechpartner:in für die Eltern.

Arbeit mit Familien

Als Familienhelfer:in oder Erziehungsberater:in unterstützt du Familien bei der Bewältigung von Herausforderungen, berätst sie, vermittelst soziale Dienstleistungen und stärkst sowohl die elterlichen Kompetenzen als auch die kindliche Entwicklung.

Zugangsvoraussetzungen

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (Abitur/Fachabitur); alternativ ohne Abitur mit abgeschlossener, mindestens zweijähriger Berufsausbildung und mindestens dreijähriger einschlägiger Berufserfahrung, mit Meister:innenprüfung oder als staatlich geprüfte:r Techniker:in bzw. Betriebswirt:in. Für internationale Bewerber:innen sind Deutschkenntnisse auf Niveau B2 nachzuweisen. Einen Numerus Clausus gibt es nicht. Studienbeginn: 1. April oder 1. Oktober, Bewerbungsschluss jeweils ein Monat davor.

Staatliche Anerkennung als Kindheitspädagog:in

Mit dem Bachelor-Abschluss erhältst du zugleich die Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte:r Kindheitspädagog:in“ – für viele Einrichtungen eine wichtige Einstellungsvoraussetzung.

Vertiefungen

Für das letzte Studiendrittel wählst du zwischen vier Richtungen: Führen und Leiten von sozialen Einrichtungen, Arbeit mit Familien, Sprachkompetenzen oder Bildungsbegleitung von älteren Kindern.

Gehalt & Aussichten

Was du verdienst, hängt von Einrichtung, Träger und Position ab – kommunale und kirchliche Träger zahlen nach Tarif, Leitungsrollen liegen deutlich über dem Einstieg. Die Nachfrage nach Fachkräften ist hoch; zwei Drittel der Absolvent:innen bleiben laut IU direkt bei ihrem Praxispartner.

Häufige Fragen

Arbeite ich nach dem Studium als Erzieher:in?
Nein – das Studium qualifiziert dich als Kindheitspädagog:in, nicht als Erzieher:in. Es vermittelt wissenschaftlich fundiertes Wissen zur frühkindlichen Pädagogik (u. a. Inklusion, Integration, Elternarbeit, Sozialrecht) und bereitet dich darauf vor, Erziehungskonzepte einzubringen, Einrichtungen zu leiten oder beratend zu arbeiten.
Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?
Vor allem Freude an der Arbeit mit Kindern und Interesse an wissenschaftlich fundierter Pädagogik. Belastbarkeit, Geduld und Durchsetzungskraft sind ebenfalls von großem Vorteil.
Was mache ich beim Praxispartner?
Je nach Einrichtung bist du direkt in den Berufsalltag eingebunden: In der Kita wirkst du bei Betreuung und Erziehung mit, entwickelst Konzepte und planst Bildungsangebote; im Sozialen Dienst oder in Beratungseinrichtungen unterstützt du bei Beratung und Betreuung und vernetzt Angebote im Sozialraum.
Bleibt mir im dualen Studium der BAföG-Anspruch?
Ja, dem Grunde nach: Duale Studierende können BAföG beziehen, sofern die persönlichen Voraussetzungen stimmen. Verbindlich klären das die offiziellen BAföG-Stellen.

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