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Gesundheitspsychologie (B.Sc.)

Prüfung zum Bachelor of Science im Studiengang Gesundheitspsychologie

Abschluss
Bachelor of Science (B.Sc.)
Art
Hochschul-Bachelor
Studienform
Fernstudium
Credit-Points
180 ECTS
Sprache
Deutsch
Studiendauer
Vollzeit 36 · Teilzeit I 48 · Teilzeit II 72 Monate
Studienablauf
flexibel – kein fester Semestertakt
Kosten & Gebühren
Gesamtkosten
16.512 €
Ratenzahlung
48 × 344 €
davon Prüfungsgebühr
699 €
Ratenzahlung über 36 Monate (Vollzeit)
14.364 € (36 × 399 €)
Ratenzahlung über 72 Monate (Teilzeit II)
18.648 € (72 × 259 €)

Die Graduierungsgebühr wird mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung (Kolloquium) fällig.

Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.

Überblick

Zwischen „Ich weiß, dass ich mehr für mich tun sollte“ und „Ich tue es“ liegt ein Graben – und genau der ist das Arbeitsgebiet der Gesundheitspsychologie. Der B.Sc. der IU ist der anwendungs- und präventionsorientierte unter den Psychologie-Studiengängen des Hauses: Er verbindet das vollständige psychologische Grundgerüst – Allgemeine, Bio- und Entwicklungspsychologie, Diagnostik, Statistik und empirische Methoden – mit dem Spezialwissen, wie sich Gesundheitsverhalten erklären und wirksam verändern lässt. Auf den Grundlagen setzen die einschlägigen Vertiefungen auf: Gesundheitsförderung und Prävention, Stress und Coping, Suchtprävention sowie Digital Mental Health. In mehreren Projektmodulen entwickelst du selbst Stressmanagement-, Präventions- und digitale Gesundheitsprogramme – vom Konzept bis zur Patientenschulung. Über drei Wahlpflichtbereiche schärfst du dein Profil, etwa in Richtung Beratung, Betriebliches Gesundheitsmanagement oder Arbeits- und Organisationspsychologie. Eines vorweg, weil es die häufigste Verwechslung ist: Dieser Studiengang bildet nicht zur Psychotherapeutin oder zum Psychotherapeuten aus (mehr dazu unten). Er qualifiziert für Prävention, Gesundheitsförderung, betriebliches Gesundheitsmanagement, Beratung und die wachsende Digital-Health-Branche. Der gesamte Studiengang läuft online, ohne vorgegebenen Semestertakt; die 180 ECTS öffnen den Weg in einen Master.

Inhalte

  • Einführung in die Psychologie
  • Allgemeine Psychologie: Lernen, Emotion, Motivation und Aufmerksamkeit
  • Gesundheitspsychologie
  • Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten für Psychologie und Gesundheit
  • Gesundheit und Prävention
  • Projekt: Gesundheit und Prävention
  • Einführung in die empirisch-wissenschaftliche Psychologie
  • Einführung in die Psychologische Diagnostik
  • Statistik: Hypothesentestung
  • Projekt: Quantitative Forschungsanwendung
  • Einführung in die sozialwissenschaftliche Statistik
  • Projekt: Qualitative Forschungsanwendung
  • Allgemeine Psychologie: Wahrnehmung, Gedächtnis, Sprache, Denken und Problemlösen
  • Entwicklungspsychologie
  • Biopsychologie: neurobiologische Grundlagen der Psychologie
  • Gesundheitspsychologie: Stress und Coping
  • Projekt: Stressmanagement und Entspannung
  • Sucht: Grundlagen und Prävention
  • Digital Mental Health
  • Seminar: Aktuelle Themen der Gesundheitspsychologie
  • Projekt: Patientenschulung Suchtprävention (Alkohol/Rauchen)
  • Projekt: Digitales Gesundheitsprogramm
  • Wahlpflichtbereich A: u. a. Grundlagen von Beratung, Versorgungsforschung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Artificial Intelligence
  • Wahlpflichtbereich B: u. a. Digitale Transformation und Ethik im Gesundheitswesen, Gesundheitskommunikation und Risikokompetenz, Fallstudie: berufliche Wiedereingliederung
  • Wahlpflichtbereich C: u. a. Grundlagen der Arbeits- und Organisationspsychologie, Systemische Beratung und Coaching
  • Kolloquium und Bachelorarbeit

Karriere

Betriebliches Gesundheitsmanagement

In Unternehmen gestaltest du Programme, die Belegschaften gesund und leistungsfähig halten – von Stressprävention und Ergonomie bis zur Wiedereingliederung nach längerer Krankheit. Die Module zu Stress und Coping, das BGM-Wahlpflichtthema und die Fallstudie zur beruflichen Wiedereingliederung bereiten direkt darauf vor.

Prävention und Gesundheitsförderung

Bei Krankenkassen, in Kommunen, Vereinen oder Gesundheitsämtern planst und evaluierst du Präventionsangebote – etwa zu Bewegung, Ernährung oder Suchtprävention. Grundlage sind die Module Gesundheit und Prävention sowie Sucht: Grundlagen und Prävention samt den zugehörigen Projekten.

Digital Mental Health und Gesundheits-Apps

Gesundheits- und Mental-Health-Anwendungen brauchen Menschen, die Verhalten verstehen. Über das Modul Digital Mental Health und das Projekt Digitales Gesundheitsprogramm qualifizierst du dich für die verhaltenspsychologische Konzeption solcher Angebote bei Health-Tech-Anbietern, Kassen oder Start-ups.

Gesundheitsberatung und -kommunikation

Ob in der Beratung, in der Gesundheitskommunikation oder im Sozialmarketing: Mit dem Verständnis für Risikokommunikation und Beratungsgrundlagen vermittelst du gesundheitsrelevantes Wissen so, dass Menschen es auch umsetzen.

Zugangsvoraussetzungen

Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife; ohne Abitur über eine abgeschlossene Aufstiegsfortbildung (z. B. Fachwirt:in oder Meister:in) oder eine mindestens zweijährige Berufsausbildung mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung. Für Bewerber:innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, ist ein Nachweis der Deutschkenntnisse erforderlich.

Gesundheitspsychologie ist keine Psychotherapie – was der B.Sc. kann und was nicht

Die wichtigste Klarstellung vor der Bewerbung: Mit diesem Bachelor wirst du nicht zur:zum Psychologischen Psychotherapeut:in. Seit der Reform des Psychotherapeutengesetzes (2020) führt zur Approbation ausschließlich ein eigens dafür polyvalent ausgelegtes Psychologie-Studium (B.Sc. plus approbationskonformer M.Sc.). Die Gesundheitspsychologie ist ein spezialisierter, anwendungsorientierter Studiengang und erfüllt diese Approbationsvoraussetzungen bewusst nicht – sie behandelt keine psychischen Erkrankungen. Wofür der Abschluss steht, ist ebenso klar umrissen: gesundes Verhalten verstehen und fördern, Prävention gestalten, Belastungen im Arbeitsleben reduzieren, digitale Gesundheitsangebote verhaltenswirksam konzipieren. Wer den Weg in die kurative Psychotherapie sucht, wählt stattdessen den allgemeinen, polyvalenten Psychologie-Bachelor der IU; wer Psychologie präventiv und im Gesundheitswesen einsetzen will, ist hier richtig.

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Häufige Fragen

Kann ich mit dem Abschluss an Gesundheits- und Mental-Health-Apps mitarbeiten?
Ja – und zwar in der Rolle, die solchen Produkten oft fehlt: der verhaltenspsychologischen. Über Digital Mental Health und das Projekt Digitales Gesundheitsprogramm lernst du, Interventionen so zu gestalten, dass Nutzer:innen sie tatsächlich anwenden (Motivation, Gewohnheitsbildung, Rückfallprävention). Die Programmierung übernehmen andere; du lieferst Konzept und Wirksamkeitslogik.
Brauche ich einen Mathe-Leistungskurs für die Statistik-Module?
Nein. Die empirischen und statistischen Module beginnen bei den Grundlagen und sind auf Psychologie-Anwendungen zugeschnitten; ein Vorwissen auf Leistungskurs-Niveau wird nicht vorausgesetzt. Rechnen wirst du trotzdem: Empirie und Statistik sind fester Kern eines B.Sc. – die IU begleitet das mit Übungen und Betreuung.
Kann ich eine Ausbildung oder Vorleistungen anrechnen lassen?
Ja. Einschlägige Abschlüsse und bereits erbrachte Studienleistungen lassen sich anrechnen und verkürzen Studienzeit und Kosten; wer kein Abitur hat, steigt über eine einschlägige Berufsqualifikation samt Berufspraxis ein. Die Anrechnung prüft die IU im Einzelfall.

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