Computational Chemistry (M.Sc.)
Prüfung zum Master of Science im Studiengang Computational Chemistry
- Abschluss
- Master of Science (M.Sc.)
- Art
- Hochschul-Master
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 90 ECTS
- Regelstudienzeit
- 18 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 35 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 2709 Std. (3612 UE)
- Präsenz
- An fünf Tagen finden Vor-Ort-Seminare in Darmstadt statt.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 15.519 €
- Ratenzahlung
- 36 × 431 €
Drei Preismodelle mit gleicher Gesamtgebühr: Die genannte Rate gilt für die längste Zahldauer (36 Monate = doppelte Regelstudienzeit); bei kürzerer Zahldauer steigt die Monatsrate entsprechend.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Moleküle am Rechner verstehen, bevor das Labor sie herstellt: Computational Chemistry verbindet Chemie mit Hochleistungsrechnen und Simulation. Der Master der Wilhelm Büchner Hochschule vertieft chemisches Fachwissen in organischer und anorganischer Chemie und schult den Umgang mit quantenchemischen Simulationsprogrammen – von numerischen Verfahren der Quantenchemie über Festkörperstrukturen bis zur Chemie der Energiespeicher in der Elektromobilität. Ein Wahlmodul – etwa Rohstoffchemie, Bionik oder Qualitätsmanagement – ergänzt das Profil; die Masterarbeit forscht an einer eigenen Fragestellung. Der Abschluss zielt auf forschungsnahe Rollen in der chemischen Industrie, in der Materialentwicklung und in der Simulation.
Inhalte
- Betriebssysteme und Rechnerarchitektur
- Strukturen in Komplexen und Festkörpern
- Computational Chemistry anorganisch mit Labor
- Chemie der Energiespeicher in der Elektromobilität
- Numerische Verfahren in der Quantenchemie
- Wahlmodul (1 von 8): u. a. Rohstoffchemie, Bionik, Qualitätsmanagement in der Produktentstehung, Wissenschaftliches Arbeiten und Internationales Projektmanagement, Technologiebasierte Unternehmensgründung
- Masterarbeit
Karriere
Simulation in der chemischen Industrie
Quantenchemische Simulation untersucht Moleküle, Festkörper und Oberflächen, bevor ein Experiment sie anfasst – oft an Verbindungen, die es noch gar nicht gibt. Chemieunternehmen besetzen damit die Schnittstelle zwischen Forschung und Prozessentwicklung; genau dafür trainieren die Module zu Quantenchemie-Numerik und Festkörperstrukturen.
Batterie- und Energieforschung
Das Modul Chemie der Energiespeicher in der Elektromobilität zielt auf eines der gefragtesten Felder der Branche: Materialien für Batterien und Speichertechnologien. Fahrzeugbau, Energiewirtschaft und deren Zulieferer suchen Chemiker:innen, die Kandidatenmaterialien rechnerisch vorsortieren können.
Forschungsnahe Rollen mit Rechenzentrum statt Abzug
Wer aus dem Labor kommt und stärker rechnend arbeiten will, findet hier den Umstieg: In Luft- und Raumfahrt, Materialentwicklung und wissenschaftlichen Instituten werden Simulationsergebnisse zunehmend zur Vorstufe jedes Experiments – mit dem doppelten Profil aus Chemie und Rechnertechnik bist du auf beiden Seiten sprechfähig.
Zugangsvoraussetzungen
Zugelassen werden kann, wer ein Erststudium in der Fachrichtung Chemie bzw. einen gleichwertigen ingenieurwissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Studiengang, der die gleichen Kompetenzen vermittelt, erfolgreich abgeschlossen hat und gute Voraussetzungen unter Berücksichtigung des Gesamtprädikats des Erststudiums und der beruflichen Erfahrung nachweisen kann.
Für Chemiker:innen, die den Rechner zum Labor machen
Der Studiengang setzt ein abgeschlossenes Erststudium der Chemie oder eines gleichwertigen natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Fachs voraus und baut darauf das Simulations-Profil: Rechnerarchitektur und Betriebssysteme als technisches Fundament, numerische Verfahren der Quantenchemie als Kernhandwerk, dazu ein anorganisches Computational-Chemistry-Labor. Mit 90 ECTS in 18 Monaten Regelstudienzeit ist er bewusst kompakt geschnitten – als Vertiefung neben dem Beruf, nicht als zweites Vollstudium.
Zusätzliche Informationen
Kostenlose Verlängerung der Studienzeit um 9 Monate möglich. Näheres hierzu ist beim Institut zu erfragen.
Häufige Fragen
- Brauche ich Programmiererfahrung für den Einstieg?
- Nein – vorausgesetzt wird das Chemie-Erststudium, nicht Informatik. Der Umgang mit Simulationssoftware und die rechnertechnischen Grundlagen (Betriebssysteme, Rechnerarchitektur) werden im Studium selbst aufgebaut; wer bereits skripten kann, hat einen Startvorteil, aber keine Voraussetzung.
- Wie viel Labor-Präsenz hat der Studiengang?
- Die Präsenz ist auf fünf Seminartage am Campus Darmstadt gebündelt – darunter das anorganische Computational-Chemistry-Labor. Der Rest ist konsequent auf Fernstudium ausgelegt: Simulationen laufen naturgemäß dort, wo ein Rechner steht.
- Mit welchem Erststudium werde ich zugelassen?
- Regelfall ist ein abgeschlossenes Chemiestudium; gleichwertige natur- oder ingenieurwissenschaftliche Abschlüsse mit vergleichbaren Kompetenzen werden ebenfalls zugelassen. Zusätzlich fließen Gesamtnote des Erststudiums und Berufserfahrung in die Zulassungsentscheidung ein – ein sehr gutes Prädikat ist keine formale Pflicht, hilft aber.
