Informationssicherheitsbeauftragte/r (IHK)
Vorbereitung auf die IHK-Zertifikatsprüfung zum/zur Informationssicherheitsbeauftragten; Aufbau und Betrieb eines Informationssicherheits- und Notfallmanagements im Unternehmen
- Abschluss
- IHK-Zertifikat „Informationssicherheitsbeauftragte:r (IHK)“ nach bestandenem lehrgangsinternem Test (schriftliche Projektarbeit, Präsentation und Fachgespräch); SGD-Abschlusszeugnis nach erfolgreicher Teilnahme, auf Wunsch auch in englischer Sprache
- Art
- a) öffentlich-rechtliche Prüfung b) institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 12 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 10 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 516 Std.
- Präsenz
- Zwei Online-Veranstaltungen mit insgesamt 16 Unterrichtseinheiten (laut Register vier Tage Online-Unterricht) sowie acht Online-Übungen; der IHK-Test folgt auf die zweite Veranstaltung
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 3.048 €
- Ratenzahlung
- 12 × 239 €
- davon Prüfungsgebühr
- 180 €
- Ohne IHK-Zertifikatsprüfung (nur SGD-Abschlusszeugnis)
- 1.968 € (12 × 164 €)
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).
Überblick
Seit die NIS-2-Richtlinie auch mittelgroße Unternehmen zu einem Informationssicherheitsmanagement verpflichtet und Cyberversicherer vor Vertragsabschluss nach Konzepten fragen, hat sich die Rolle der Informationssicherheitsbeauftragten vom Nebenjob der IT zur eigenen Funktion entwickelt. Der SGD-Lehrgang bereitet auf genau diese Rolle vor: nicht Firewalls konfigurieren, sondern Risiken bewerten, Schutzmaßnahmen auswählen, ein Sicherheits- und ein Notfallkonzept schreiben und Geschäftsführung wie Belegschaft dafür gewinnen. Sechs Handlungsfelder strukturieren die 23 Studienhefte: Grundlagen, Rechtsrahmen, Schutzmaßnahmen, Informationssicherheitskonzept, Notfallmanagement, Sensibilisierung. Fünf Fallstudien und acht Online-Übungen bringen das in die Anwendung, zwei Online-Veranstaltungen bündeln die Fragen. Für das IHK-Zertifikat legst du im Anschluss einen lehrgangsinternen Test ab – eine Projektarbeit, die du präsentierst und im Fachgespräch verteidigst. Zwei Dinge gehören zur Einordnung: Das IHK-Zertifikat ist ein Zertifikat, keine Fortbildungsprüfung nach Berufsbildungsgesetz – anders als Fachwirt oder Betriebswirt hat es kein DQR-Niveau und kein Aufstiegs-BAföG. Und der Lehrgang gibt es in zwei Varianten: mit IHK-Test oder deutlich günstiger nur mit SGD-Zeugnis. Wer die Rolle im eigenen Unternehmen übernehmen soll, nimmt das Zertifikat; wer sich das Wissen für die eigene IT-Arbeit holt, kommt mit dem Zeugnis aus.
Inhalte
- Grundlagen der Informationssicherheit
- Gesetzliche Vorgaben zur IT-Sicherheit und ihre Bedeutung für das Unternehmen
- Schutzmaßnahmen zur Informationssicherheit kennen und bewerten
- Entwicklung eines Informationssicherheitskonzepts für das Unternehmen
- Entwicklung eines Notfallmanagementkonzepts
- Information und Sensibilisierung von Führungskräften und Mitarbeitenden zu IT-Sicherheitsfragen
Karriere
Informationssicherheitsbeauftragte:r im Unternehmen
Die benannte Person für ISMS, Risikobewertung und Notfallplanung – in Mittelstand, Kommunen und Verbänden zunehmend Pflicht durch NIS-2 und Versicherungsauflagen.
IT-Sicherheitskoordination und Compliance
Zwischen IT, Geschäftsführung und externen Prüfern: Audits vorbereiten, Maßnahmen nachhalten, Nachweise führen – die organisatorische Seite der Cybersicherheit.
Externe Beratung für KMU
Kleine Unternehmen kaufen die Rolle ein; mit Zertifikat und Praxis ist das ein Feld für IT-Dienstleister:innen und Selbstständige.
Zugangsvoraussetzungen
Idealerweise Berufsabschluss oder einschlägige Berufspraxis; fundierte IT-Kenntnisse sowie Verständnis für Strukturen und Prozesse in Unternehmen oder Organisationen. Technik: Multimedia-PC oder Laptop mit Windows, aktueller Browser, Internetzugang
ISB ist nicht DSB, IHK-Zertifikat ist nicht Fachwirt – was der Abschluss leistet
Informationssicherheit und Datenschutz werden ständig verwechselt, und beide Rollen landen oft bei derselben Person. Der Unterschied: Informationssicherheitsbeauftragte schützen alle Informationswerte des Unternehmens – Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit – mit Standards wie ISO 27001 oder dem BSI-IT-Grundschutz; Datenschutzbeauftragte schützen personenbezogene Daten nach DSGVO und haben eine gesetzlich definierte, unabhängige Stellung. Wer beide Rollen tragen soll, braucht beide Qualifikationen; die SGD bietet den Datenschutzlehrgang separat an. Zum Abschluss: Ein IHK-Zertifikat entsteht durch einen lehrgangsinternen Test nach einem bundeseinheitlichen Konzept der Kammern – hier Projektarbeit, Präsentation und Fachgespräch. Es ist anerkannt und in Stellenanzeigen verbreitet, aber keine öffentlich-rechtliche Fortbildungsprüfung wie der Fachwirt: kein DQR-Niveau, kein Aufstiegs-BAföG, dafür Bildungsgutschein-fähig. Die Prüfungsgebühr weist das Register gesondert aus. Fachlich ist der Lehrgang Management- und Konzeptarbeit; wer technische Härtung, Penetrationstests oder Forensik lernen will, ist in einem technischen IT-Sicherheitskurs besser aufgehoben.
Verwandte Studiengänge
Zusätzliche Informationen
23 Studienhefte, 5 Fallstudien, 8 Online-Übungen; IHK-Prüfungsgebühr laut Register gesondert; Variante ohne IHK-Prüfung günstiger; Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit möglich; 4 Wochen kostenlos testen.
Häufige Fragen
- Brauche ich einen IT-Beruf?
- Die SGD empfiehlt einen Berufsabschluss oder Berufspraxis, fundierte IT-Kenntnisse und Verständnis für Unternehmensprozesse. Reine Techniker:innen und reine Organisator:innen ergänzen sich im Lehrgang jeweils um die andere Seite.
- Wie läuft der IHK-Test?
- Im Anschluss an die zweite Online-Veranstaltung: Du reichst eine schriftliche Projektarbeit ein, präsentierst sie und beantwortest Fragen im Fachgespräch. Danach erhältst du das IHK-Zertifikat.
- Was unterscheidet die beiden Varianten?
- Die Variante mit IHK-Zertifikat enthält Test und Prüfungsgebühr; die günstigere Variante endet mit dem SGD-Abschlusszeugnis. Die Lerninhalte sind dieselben.
- Ist der Abschluss mit einer ISO-27001-Zertifizierung vergleichbar?
- Nein. ISO 27001 zertifiziert ein Managementsystem im Unternehmen, nicht Personen; personenbezogene Auditor- oder Lead-Implementer-Zertifikate sind eigene Prüfungen. Der Lehrgang vermittelt das Wissen, um ein solches System aufzubauen.
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Stand: 3. Juli 2026 · getstudium Redaktion
