Soziale Arbeit (B.A.)
Prüfung zum Bachelor of Arts im Studiengang Soziale Arbeit
- Abschluss
- Bachelor of Arts (B.A.)
- Art
- Hochschul-Bachelor
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 180 ECTS
- Studiendauer
- Vollzeit 36 · Teilzeit I 48 · Teilzeit II 72 Monate
- Studienablauf
- flexibel – kein fester Semestertakt
- Lernaufwand/Woche
- ca. 28 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 5779 Std.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 16.512 €
- Ratenzahlung
- 48 × 344 €
- davon Prüfungsgebühr
- 699 €
- Ratenzahlung über 36 Monate (Vollzeit)
- 14.364 € (36 × 399 €)
- Ratenzahlung über 72 Monate (Teilzeit II)
- 18.648 € (72 × 259 €)
Die Graduierungsgebühr wird mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung (Kolloquium) fällig.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Wer in der Sozialen Arbeit Fuß fassen will, stößt schnell auf einen Begriff, der über Stellen und Gehalt mitentscheidet: die staatliche Anerkennung. Der Bachelor Soziale Arbeit der IU führt genau dorthin – du erwirbst nicht nur den akademischen Grad, sondern kannst dir während des Studiums auch den geschützten Titel „Staatlich anerkannte:r Sozialarbeiter:in bzw. Sozialpädagog:in“ sichern, den viele öffentliche und freie Träger voraussetzen. Inhaltlich baust du ein breites Fundament auf: Theorien, Methoden und Recht der Sozialen Arbeit, ergänzt um Pädagogik, Psychologie und Soziologie sowie Querschnittsthemen wie Digitalisierung, Diversität und Migration. Zehn Spezialisierungsrichtungen setzen darauf eigene Schwerpunkte.
Inhalte
- Einführung in die Soziale Arbeit
- Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten für Pädagogik und Soziales
- Berufsfeldentwicklung
- Pädagogik: historische, konzeptionelle und begriffliche Grundlagen
- Projekt: Beratung und Gesprächsführung in sozialen und pädagogischen Handlungsfeldern
- Theorien und Konzepte in der Sozialen Arbeit
- Psychologie
- Methoden und Instrumente der Sozialen Arbeit I und II
- Soziologie
- Projekt: Selbstreflexion, Persönlichkeitsentwicklung und Professionalisierung
- Sozialgeschichte, Philosophie, Ethik
- Entwicklung und Sozialisation
- Sozialpolitik
- Seminar: Digitalisierung in der Sozialen Arbeit
- Soziale Ungleichheit und Diversität
- Perspektiven auf die (Trans-)Migrationsgesellschaft
- Sozialrecht und spezielle Rechtsbezüge der Sozialen Arbeit
- Qualitative und quantitative Forschungsmethoden
- Kinderschutz bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
- Gesundheitsorientierte Soziale Arbeit
- Projekt: Management sozialer Organisationen
- Spezialisierung: je zwei Module aus den Wahlpflichtbereichen A, B und C
- Wahlpflichtbereich D: Anerkennungspraktikum oder Wahlmodule
- Bachelorarbeit
Karriere
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Im größten Feld der Sozialen Arbeit begleitest du Kinder, Jugendliche und Familien – im Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamts, in den Hilfen zur Erziehung, in Wohngruppen oder im Kinderschutz. Die Module zur Kinder- und Jugendhilfe, zu den „Hilfen zur Erziehung“ (SGB VIII) und zur Traumapädagogik bereiten gezielt darauf vor.
Beratung und Gemeinwesenarbeit
Du berätst Menschen in Krisen- und Übergangssituationen und stärkst ganze Quartiere: in Beratungsstellen, in der Migrations- und Suchthilfe oder in der sozialraum- und gemeinwesenorientierten Arbeit. Gesprächsführung, systemische Beratung und die Sozialraumorientierung aus den Wahlpflichtbereichen bilden dafür das Handwerkszeug.
Leitung und Sozialmanagement
Mit dem Schwerpunkt Sozialmanagement wächst du in Steuerungs- und Leitungsaufgaben hinein – als Team-, Bereichs- oder Einrichtungsleitung bei Trägern der Sozialwirtschaft. Qualitätsmanagement, soziale Innovation und aktuelle Themen des Sozialmanagements gehören hier zum Profil.
Gesundheits- und klinische Soziale Arbeit
An der Schnittstelle zum Gesundheitswesen arbeitest du in Kliniksozialdiensten, in der Suchthilfe oder in Reha- und Pflegeeinrichtungen. Die gesundheitsorientierte Soziale Arbeit und die Wahlpflicht-Vertiefungen zu sozialen Diensten für Erwachsene und im Krankenhaus bereiten auf dieses wachsende Feld vor.
Zugangsvoraussetzungen
Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife; ohne Abitur über eine abgeschlossene Aufstiegsfortbildung (z. B. Fachwirt:in oder Meister:in) oder eine mindestens zweijährige Berufsausbildung mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung. Für Bewerber:innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, ist ein Nachweis der Deutschkenntnisse erforderlich.
Staatlich anerkannte:r Sozialarbeiter:in – warum das Praktikum den Unterschied macht
Der akademische Abschluss allein macht dich noch nicht zur „Staatlich anerkannten Sozialarbeiter:in bzw. Sozialpädagog:in“ – diesen geschützten Titel erhältst du erst mit dem Anerkennungspraktikum, das an der IU als Wahlpflichtbereich D fest ins Studium integriert ist und parallel zu den übrigen Modulen absolviert wird. Das ist keine Formalie: Viele Stellen bei Jugendämtern, im öffentlichen Dienst und bei freien Trägern setzen die staatliche Anerkennung voraus, und einzelne hoheitliche Aufgaben sind ohne sie gar nicht zulässig. Wichtig für die Planung: In Wahlpflichtbereich D entscheidest du dich zwischen dem Anerkennungspraktikum und regulären Wahlmodulen – Mischformen sind nicht möglich. Wer die Anerkennung anstrebt, wählt also bewusst das Praktikum und sammelt so schon während des Studiums einschlägige Praxiserfahrung im späteren Arbeitsfeld.
Zehn Spezialisierungen – frei kombiniert statt starr vorgegeben
Über die Wahlpflichtbereiche A, B und C schärfst du dein Profil entlang von zehn Spezialisierungsrichtungen: Beratung und Coaching, Kindheitspädagogik, Kinder- und Jugendhilfe und Hilfen zur Erziehung, Kindeswohlgefährdung und Traumapädagogik, Schule sowie Kultur- und Medienarbeit, Sexualität und sexualisierte Gewalt in der Sozialen Arbeit, Sozialmanagement, Soziale Dienste für Erwachsene, Digitalisierung und Soziale Arbeit mit Gruppen und im Sozialraum. Weil die IU ohne festen Semesterplan studieren lässt, musst du dich nicht früh festlegen: Du kannst die Richtungen mischen, mehrere Module parallel bearbeiten oder eines nach dem anderen – und dein Profil so an deinem Berufsziel ausrichten, statt an einem vorgegebenen Stundenplan.
Verwandte Studiengänge
Häufige Fragen
- Wird die staatliche Anerkennung trotz Online-Studium überall akzeptiert?
- Ja. Entscheidend ist nicht die Studienform, sondern der akkreditierte Studiengang samt Anerkennungspraktikum – die so erworbene staatliche Anerkennung gilt bundesweit. Da Anerkennungsfragen Ländersache sind, lohnt bei sehr speziellen Stellen dennoch ein kurzer Blick in die Ausschreibung.
- Sozialarbeiter:in oder Sozialpädagog:in – ist das ein Unterschied?
- Historisch stammen die Begriffe aus zwei getrennten Traditionen (verwaltungsnahe Sozialarbeit, erziehungsnahe Sozialpädagogik). Heute werden sie weitgehend gleichgesetzt: Der Abschluss führt zur Anerkennung „Sozialarbeiter:in bzw. Sozialpädagog:in“, und die meisten Stellenausschreibungen nennen beide Titel gleichrangig.
- Kann ich ohne Abitur einsteigen?
- Ja. Neben (Fach-)Abitur und Fachhochschulreife führen zwei Wege ohne Abitur hinein: eine abgeschlossene Aufstiegsfortbildung (etwa Fachwirt:in oder Meister:in) oder eine mindestens zweijährige Berufsausbildung mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung. Einschlägige Vorleistungen lassen sich zudem anrechnen und verkürzen Studienzeit und Kosten.
- Brauche ich für die Soziale Arbeit später einen Master?
- Für die meisten Stellen nicht – der B.A. mit staatlicher Anerkennung ist die zentrale Berufsqualifikation. Wer wissenschaftlich oder konzeptionell weiterarbeiten will, kann an der IU den M.A. Soziale Arbeit anschließen (mit 180 ECTS die 120-ECTS-Variante); die staatliche Anerkennung selbst bringt aber der Bachelor mit, nicht der Master.
- Was verdient man in der Sozialen Arbeit?
- Im öffentlichen Dienst richtet sich das Gehalt nach dem TVöD im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE): Staatlich anerkannte Sozialarbeiter:innen sind dort meist um die Entgeltgruppen S 11b/S 12 eingruppiert, mit Stufensteigerungen nach Berufserfahrung. Freie und kirchliche Träger zahlen nach eigenen Tarifen, die davon abweichen.
