Soziale Arbeit (B.A.)
Akademischer Erstabschluss (B.A.) mit den Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter:in/Sozialpädagog:in, praxisintegriert beim Partnerbetrieb
- Abschluss
- Bachelor of Arts (B.A.)
- Art
- Hochschul-Bachelor
- Studienform
- Duales Studium
- Credit-Points
- 180 ECTS
- Regelstudienzeit
- 7 Semester
- Studienorte
- Aachen, Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, Leipzig, Mainz, Mannheim, München, Münster, Nürnberg, Stuttgart
- Praxis
- 20 Std./Woche
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 0 € – Praxispartner zahlt
Gebührenfrei für Studierende – das Praxisunternehmen übernimmt die Studienkosten und zahlt häufig eine monatliche Vergütung.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Soziale Arbeit beginnt da, wo Menschen Unterstützung brauchen – sie verlangt Fachwissen ebenso wie Haltung. Im dualen Bachelor Soziale Arbeit der IU lernst du Theorien, Methoden und Recht der Sozialen Arbeit, Pädagogik, Psychologie und Soziologie sowie Beratung, Kinderschutz und Diversität – und arbeitest parallel in einer sozialen Einrichtung deines Praxispartners. Die Praxis füllt drei Tage deiner Woche (20 Stunden), das Studium zwei – an einem von über 20 Campus-Standorten. Über die angerechneten Praxisphasen erfüllst du zugleich die Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung.
Studienverlauf
1. Semester
- Einführung in die Soziale Arbeit
- Pädagogik: historische, konzeptionelle und begriffliche Grundlagen
- Psychologie
- Wissenschaftliches Arbeiten (Pädagogik & Soziales)
- Praxisreflexion I
2. Semester
- Theorien und Konzepte in der Sozialen Arbeit
- Methoden und Instrumente der Sozialen Arbeit I
- Berufsfeldentwicklung
- Projekt: Beratung & Gesprächsführung
- Praxisreflexion II
3. Semester
- Soziologie
- Sozialgeschichte, Philosophie, Ethik
- Entwicklung und Sozialisation
- Sozialpolitik
- Praxisreflexion III
4. Semester
- Methoden und Instrumente der Sozialen Arbeit II
- Soziale Ungleichheit und Diversität
- Qualitative Forschungsmethoden
- Projekt: Selbstreflexion und Professionalisierung
- Praxisreflexion IV
5. Semester
- Sozialrecht
- Spezielle Rechtsbezüge der Sozialen Arbeit
- Perspektiven auf die (Trans-)Migrationsgesellschaft
- Projekt: Management sozialer Organisationen
- Praxisprojekt V
6. Semester
- Kinderschutz bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
- Quantitative Forschungsmethoden
- Praxisprojekt VI
Dazu zwei Vertiefungsmodule deiner gewählten Spezialisierung.
7. Semester
- Gesundheitsorientierte Soziale Arbeit
- Seminar: Digitalisierung in der Sozialen Arbeit
- Bachelorarbeit
Dazu zwei Fernstudien-Wahlpflichtmodule.
Karriere
Kinder- & Jugendhilfe
Du koordinierst, förderst und begleitest Kinder und Jugendliche – in Kinderkrippen, (Integrations-)Kitas, heilpädagogischen Einrichtungen, Horten, Ganztagsschulen oder Familienzentren. Ein abwechslungsreiches Feld, in dem du nah an den Menschen und ihrer Entwicklung arbeitest.
Schulsozialarbeit
Im Handlungsfeld Schule steht die soziale und schulische Entwicklung junger Menschen im Mittelpunkt. Du baust Bildungsbenachteiligungen ab, begleitest und förderst Schüler:innen, berätst Erziehungsberechtigte und unterstützt Lehrkräfte – etwa in der Schulsozialarbeit, der Schulbegleitung oder der Ganztagsbildung.
Soziale Dienste für Erwachsene
Mit einer Spezialisierung auf Erwachsene eröffnet sich ein breites Feld: im sozialpsychiatrischen Dienst begleitest du Menschen mit Sucht- oder psychischen Erkrankungen, in der Behinderten- und Senior:innenarbeit etwa in Heimen, betreuten Wohnformen, Werkstätten oder der Eingliederungshilfe.
Zugangsvoraussetzungen
Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (Abitur/Fachabitur); alternativ ohne Abitur mit abgeschlossener, mindestens zweijähriger Berufsausbildung und mindestens dreijähriger einschlägiger Berufserfahrung, mit Meister:innenprüfung oder als staatlich geprüfte:r Techniker:in bzw. Betriebswirt:in. Für internationale Bewerber:innen sind Deutschkenntnisse auf Niveau B2 nachzuweisen. Einen Numerus Clausus gibt es nicht. Gestartet wird am 1. April und am 1. Oktober – Bewerbungsschluss ist jeweils ein Monat vorher.
Staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter:in/Sozialpädagog:in
Zusätzlich zum Bachelor kannst du die Berufsurkunde „Staatlich anerkannte:r Sozialarbeiter:in und Sozialpädagog:in“ erlangen. Voraussetzung ist eine Praxisphase von mindestens 100 Tagen – im dualen Modell werden dir die Praxisphasen beim Praxispartner dafür angerechnet. Die Anerkennung gilt bundesweit (Sozialberufe-Anerkennungsgesetz), ermöglicht den Berufsschutz und höhere tarifliche Eingruppierungen; im öffentlichen Dienst ist sie häufig Einstellungsvoraussetzung. Die Urkunde stellt die IU kostenfrei aus – lediglich für das erweiterte Führungszeugnis können Kosten entstehen.
Vertiefungen
Gegen Studienende setzt du einen Schwerpunkt: Soziale Arbeit und Pädagogik im Kindesalter, Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheits- und Eingliederungshilfe oder Soziale Hilfen in besonderen Lebenslagen.
Häufige Fragen
- Gibt es einen Unterschied zwischen Sozialarbeiter:in und Sozialpädagog:in?
- Nein – die Begriffe werden heute synonym verwendet, die Sozialpädagogik ist eher ein Teilbereich der Sozialen Arbeit. Maßgeblich ist das Anerkennungsgesetz, nach dem beide Berufe gleichgestellt sind.
- Welche Einrichtungen kommen als Praxispartner infrage?
- Einrichtungen, in denen professionelle Soziale Arbeit von staatlich anerkannten Fachkräften geleistet wird – etwa Familienbildung und -beratung, Heilpädagogik, Heimerziehung, Jugendarbeit, Resozialisierung, Schulsozialarbeit oder die Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund. Während der Praxis steht dir eine qualifizierte Anleitung zur Seite; die IU greift bei der Vermittlung auf ein Netzwerk von rund 6.000 Unternehmen zurück.
- Wie sind die Aussichten nach dem Abschluss?
- Sehr gut: Fachkräfte der Sozialen Arbeit werden bundesweit gesucht; die Übernahmequote beim eigenen Praxispartner liegt laut IU bei zwei Dritteln.
- Wie verträgt sich das duale Studium mit BAföG?
- Gut: Die Förderung ist grundsätzlich möglich und wird durch eine Vergütung des Praxispartners nicht automatisch ausgeschlossen. Maßgeblich ist die individuelle Prüfung durch die BAföG-Stellen.
