Produktdesign (B.A.)
Prüfung zum Bachelor of Arts im Studiengang Produktdesign
- Abschluss
- Bachelor of Arts (B.A.)
- Art
- Hochschul-Bachelor
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 180 ECTS
- Sprache
- Deutsch
- Studiendauer
- Vollzeit 36 · Teilzeit I 48 · Teilzeit II 72 Monate
- Studienablauf
- flexibel – kein fester Semestertakt
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 16.512 €
- Ratenzahlung
- 48 × 344 €
- davon Prüfungsgebühr
- 699 €
- Ratenzahlung über 36 Monate (Vollzeit)
- 14.364 € (36 × 399 €)
- Ratenzahlung über 72 Monate (Teilzeit II)
- 18.648 € (72 × 259 €)
Die Graduierungsgebühr wird mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung (Kolloquium) fällig.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Ein Stuhl, ein Werkzeug, ein Gerät: Produktdesign entscheidet, wie ein Gegenstand aussieht, sich anfühlt, funktioniert – und ob er sich überhaupt wirtschaftlich und nachhaltig herstellen lässt. Anders als die Gestaltung für den Bildschirm geht es hier um reale, dreidimensionale Dinge, vom ersten Skizzenstrich bis zum fertigen Modell. Der Bachelor verbindet das gestalterische Handwerk – Entwurf, Material- und Herstellungstechniken, Prototyping und Modellbau – mit den digitalen Werkzeugen, die den Beruf gerade umkrempeln: CAD, generatives Design und ein eigenes Modul Design und KI. Nachhaltigkeit ist keine Randnotiz, sondern in Sustainable- und Eco-social-Design-Projekten fest verankert. Weil praktisch jedes hergestellte Ding gestaltet werden muss – und das zunehmend ressourcenschonend –, arbeiten Produktdesigner:innen in fast jeder Branche, die Produkte entwickelt. Der Abschluss ist staatlich anerkannt.
Inhalte
- Designgrundlagen: sehen und verstehen
- Entwurfsanalyse: Material, Form, Kultur
- Darstellen: Grundlagen
- Entwurfstechniken
- Designprozesse und Methodiken
- Design Thinking
- Einführung in Material- und Herstellungstechniken
- Vertiefung in Material- und Herstellungstechniken
- Prototyping und Modellbau
- CAD und Generatives Design
- Projekt: Generatives Design
- Design und KI
- Mikroelektronik für Designer:innen
- Einführung in Sustainable Design
- Typografie: Schrift anwenden
- Entwurfsprojekt: Form und Material
- Entwurfsprojekt: Konzept und Designprozess
- Entwurfsprojekt: Eco-social Design
- Entwurfsprojekt: Digitale Prozesse und Vernetzung
- Seminar: Design und Gesellschaft
- Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten für Architektur und Design
- Wahlpflichtfächer A, B und C
- Bachelorarbeit
Karriere
Produkt- und Industriedesign
Vom Entwurf über Material- und Herstellungswissen bis zum Modellbau gestaltest du Gegenstände und Geräte für die Serie – in Designstudios, den Entwicklungsabteilungen von Herstellern oder freiberuflich.
CAD, generatives Design und Prototyping
CAD, generatives Design und Prototyping führen in die stark digitalisierte Seite des Berufs: Formen am Rechner entwickeln, KI-gestützt variieren und über 3D-Druck und Modellbau schnell in greifbare Prototypen überführen.
Sustainable und Eco-social Design
Mit Sustainable- und Eco-social-Design-Kompetenz gestaltest du Produkte, die Materialkreisläufe, Reparierbarkeit und Ressourcen mitdenken – ein Profil, das Hersteller unter wachsendem Nachhaltigkeitsdruck dringend suchen.
Zugangsvoraussetzungen
Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder ein beruflicher Zugang (Meisterbrief bzw. Aufstiegsfortbildung oder eine mindestens zweijährige Berufsausbildung mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung). Zusätzlich ist eine gestalterische Eignungsprüfung nach § 68 (2) ThürHG abzulegen; einschlägige Vorleistungen können angerechnet werden.
Produktdesign heute: zwischen Werkstatt, Rechner und KI
Der Beruf hat sich stark verschoben. Früher dominierten Skizze, Modellbau und Materialgefühl; die sind weiter unverzichtbar, aber daneben ist eine digitale Ebene getreten. CAD ist Standard, generatives Design lässt den Rechner Formvarianten vorschlagen, und KI verändert, wie schnell Konzepte entstehen. Der Studiengang bildet beides aus – das haptische Handwerk und die digitalen Werkzeuge – statt sich für eine Seite zu entscheiden. Die zweite große Verschiebung ist die Verantwortung: Was ein Produkt aus welchem Material wie lange leistet, entscheidet über seinen ökologischen Fußabdruck. Deshalb sind Sustainable und Eco-social Design keine Wahlfächer am Rand, sondern eigene Projekte – Gestaltung wird hier ausdrücklich als Beitrag zu einer ressourcenschonenderen Produktion verstanden.
Verwandte Studiengänge
Häufige Fragen
- Muss ich eine Eignungsprüfung ablegen?
- Ja. Wie bei gestalterischen Studiengängen üblich ist neben der Hochschulzugangsberechtigung eine gestalterische Eignungsprüfung nach § 68 (2) ThürHG vorgeschrieben. Damit weist du dein gestalterisches Potenzial nach; ein fertiges Berufsportfolio wird nicht erwartet. Den Ablauf klärst du mit der Studienberatung – plane diesen Schritt bei der Bewerbung ein.
- Produktdesign, Mediendesign oder Kommunikationsdesign?
- Produktdesign gestaltet reale, dreidimensionale Objekte – Material, Form, Herstellung. Mediendesign und Kommunikationsdesign spielen auf dem Bildschirm: digitale Medien, Interfaces, Marken und Botschaften. Wenn dich physische Dinge und ihre Herstellung reizen, ist Produktdesign richtig; wenn digitale Gestaltung dein Ziel ist, die anderen beiden.
- Brauche ich für das Online-Studium eine Werkstatt oder einen 3D-Drucker?
- Für den Einstieg nicht. Entwurf, CAD, generatives Design und Konzeptarbeit laufen am Rechner; für Modellbau und Prototyping genügen zu Beginn einfache Mittel. Zugang zu einer Werkstatt oder einem 3D-Drucker – auch in Makerspaces oder Fablabs – ist für manche Projekte ein Plus, aber keine Voraussetzung, um das Studium online zu absolvieren.
