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GET STUDIUM

Digistore24 & CopeCart

Online-Kurse im Fachbereich Marketing & Social Media

Digistore24 und CopeCart sind die Zahlungs- und Affiliate-Plattformen des deutschsprachigen Marktes für digitale Produkte: Sie übernehmen Bestellformular, Rechnung, Umsatzsteuer und Provisionsabrechnung. Die Kurse zeigen beide Rollen – Vendor mit eigenem Produkt und Affiliate mit Promolink – von der Kontoeinrichtung bis zum Cross-Device-Tracking; was die Plattformen wirklich für einen erledigen und was nicht, steht unten.

Sortiert nach Erscheinung (neueste zuerst). Details und Anbieter-Link (Affiliate-Link, Werbung) auf der jeweiligen Kursseite.

Wiederverkäufer statt Zahlungsdienst: warum das Modell die Buchhaltung erspart

Der Unterschied zu PayPal oder Stripe ist rechtlich, nicht technisch: Digistore24 und CopeCart treten als Wiederverkäufer auf. Der Kunde kauft von der Plattform, die Plattform kauft im selben Moment vom Anbieter – sie schreibt die Rechnung, führt die Umsatzsteuer ab, auch für Käufer im EU-Ausland, wickelt Widerruf und Rückerstattung ab und zahlt dem Anbieter den Erlös abzüglich einer Gebühr aus, die aus einem Prozentsatz und einem Fixbetrag je Verkauf besteht. Für den Anbieter bleibt eine einzige Geschäftsbeziehung mit der Plattform statt Hunderter Kundenrechnungen; genau das ist der Grund, warum ein Kursanbieter in einem der Kurse erzählt, wie ihn das Rechnungschreiben zuvor gelähmt hat. Die Kehrseite: Die Plattform bestimmt Bedingungen, Auszahlungsrhythmus und Sicherheitseinbehalte, und ihre Gebühr liegt über der eines reinen Zahlungsdienstes. Wer die Rechnungen ohnehin schreibt oder ein Buchhaltungstool angebunden hat, braucht das Modell nicht; wer digitale Produkte an Endkunden verkauft und mit Affiliates arbeiten will, spart damit die halbe Verwaltung. Steuerlich bleibt der Anbieter Unternehmer mit eigenen Pflichten – die Angaben hier sind Orientierung, keine Steuerberatung.

Vendor oder Affiliate: zwei Ansichten, zwei Geschäfte

Die Plattformen haben zwei Gesichter, und die Kurse hier decken beide ab. Der Vendor legt Produkte an, gestaltet Bestellformulare mit Zusatzangeboten wie Order-Bumps, Up- und Downsells, richtet Abos ein, verbindet über Schnittstellen den Zugang zum Kurs oder Mitgliederbereich und setzt eine Provision fest, mit der er sein Produkt auf den Marktplatz stellt. Der Affiliate durchsucht diesen Marktplatz, bewirbt Produkte mit seinem Promolink und lebt davon, dass die Plattform Käufe korrekt zuordnet – weshalb ein eigener Kurs dem Cross-Device-Tracking gewidmet ist, dem Problem, dass Interessenten auf dem Handy klicken und am Laptop kaufen. Die ehrliche Einordnung des Marktplatzes gehört dazu: Ein großer Teil der dort angebotenen Produkte sind selbst Kurse und Systeme zum Geldverdienen, und zwei Kurse dieser Seite stammen von einem Anbieter, dessen Digistore-Basiskurs und Digistore-Formel sich inhaltlich stark überschneiden. Wer als Affiliate startet, ist mit Produkten aus einem Fach, das er kennt, besser bedient als mit der Provisionsliste; das Handwerk dazu liegt unter Affiliate-Marketing, der Aufbau eigener Produkte unter Passives Einkommen, die Verkaufsstrecke unter Funnels und der Newsletter dazu unter E-Mail-Marketing.

CopeCart, ablefy und die Alternativen

CopeCart arbeitet mit demselben Wiederverkäufer-Modell wie Digistore24 und wirbt mit Konditionen und Auszahlung; der Kurs hier führt durch Registrierung, Produktanlage und Affiliate-Einstieg. Die dritte deutsche Größe, ablefy – früher elopage –, verbindet Zahlungsabwicklung mit einer Plattform zur Kursauslieferung und lässt das Wiederverkäufer-Modell wählen. International setzen viele Anbieter auf Dienste, die als Merchant of Record die Steuerseite übernehmen, oder direkt auf Stripe mit eigener Rechnungsstellung. Die Entscheidung folgt drei Fragen: Sollen Affiliates das Produkt verkaufen, und wo sind sie zu Hause? Wer soll Rechnung und Umsatzsteuer verantworten? Und wo werden die Kursinhalte ausgeliefert – auf der eigenen Website, in einem Mitgliederbereich oder auf der Plattform selbst? Für den deutschsprachigen Markt mit Affiliate-Netz ist Digistore24 der Standard, CopeCart die Alternative mit ähnlichem Modell; die Kurse zu beiden Plattformen altern allerdings mit jeder Oberflächenänderung, weshalb ein Kurs, der jede Menüfunktion einzeln erklärt, eher als Nachschlagewerk taugt als als Strategie.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Gewerbe, um über Digistore24 zu verkaufen oder zu empfehlen?
In aller Regel ja – wer regelmäßig Produkte verkauft oder Provisionen kassiert, handelt gewerblich, unabhängig davon, ob die Plattform die Rechnungen schreibt. Dazu gehören Gewerbeanmeldung, steuerliche Erfassung und die Prüfung, ob die Kleinunternehmerregelung greift. Mehrere Kurse behandeln die Anmeldung als ersten Schritt, weil die Plattformen bei der Auszahlung Unternehmerdaten verlangen. Das ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Was passiert mit der Umsatzsteuer, wenn die Plattform verkauft?
Gegenüber dem Endkunden erledigt die Plattform als Wiederverkäufer die Umsatzsteuer, auch für Käufer in anderen EU-Staaten. Zwischen Anbieter und Plattform besteht ein eigenes Geschäft, für das die üblichen Regeln des Anbieters gelten – Kleinunternehmer rechnen ohne Umsatzsteuer ab, alle anderen mit. Wie das in der eigenen Buchhaltung aussieht, klärt man mit der Steuerberatung, bevor die ersten Auszahlungen kommen.
Wie seriös ist der Digistore-Marktplatz?
So gemischt wie jeder offene Marktplatz. Verbraucherrechte wie Widerruf und Rückerstattung sind über die Plattform sauber geregelt; die Qualität der Produkte dagegen nicht. Als Affiliate prüft man Anbieter, Produkt und Stornoquote, bevor man seinen Namen daranhängt, und kennzeichnet Empfehlungen als Werbung. Skepsis verdienen Produkte, deren einziges Versprechen das schnelle Geld ist – auch, wenn sie in Kursen auf dieser Seite als Beispiel dienen.