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GET STUDIUM

Airbnb & Ferienvermietung

Online-Kurse im Fachbereich Marketing & Social Media

Kurzzeitvermietung über Airbnb, Booking und Co. – vom ersten Inserat über Preisstrategie und Automatisierung bis zum Kauf einer Ferienimmobilie. Sieben deutschsprachige Kurse, darunter zwei von Hosts, die selbst vermieten, und einer aus der Fewo-Vermarktung; was rechtlich und steuerlich vor dem ersten Gast zu klären ist, steht unten.

Sortiert nach Erscheinung (neueste zuerst). Details und Anbieter-Link (Affiliate-Link, Werbung) auf der jeweiligen Kursseite.

Vor dem Inserat: Zweckentfremdung, Registrierung, Vermieter

Der teuerste Fehler in der Kurzzeitvermietung passiert vor dem ersten Foto: die Frage, ob man überhaupt darf. Wer zur Miete wohnt, braucht für die Untervermietung die Erlaubnis des Vermieters, in der Eigentumswohnung gelten die Beschlüsse der Gemeinschaft. Großstädte wie Berlin, Hamburg, München oder Köln begrenzen die Vermietung von Wohnraum an Gäste über Zweckentfremdungsregeln – meist mit Registrierungsnummer, die im Inserat stehen muss, und mit Obergrenzen für Tage pro Jahr. Seit Mai 2026 gilt dazu die EU-Verordnung zur Kurzzeitvermietung, nach der Plattformen Buchungsdaten an die Behörden melden; die Zeiten, in denen niemand hinsah, sind vorbei. Dazu kommen Meldeschein für die Gäste, Rauchmelder, Hausordnung und die Versicherung, die private Wohngebäude- und Hausratpolicen bei gewerblicher Vermietung oft nicht mehr decken. Die Kurse hier setzen meist voraus, dass diese Fragen geklärt sind – das ist ihre Lücke, nicht ihr Fehler. Rechtliche Hinweise auf dieser Seite ersetzen keine Rechtsberatung; die Zweckentfremdungssatzung der eigenen Stadt und die Wohnungseigentümergemeinschaft sind die ersten Adressen.

Die Rechnung: Steuern, Kurtaxe und die Meldung der Plattformen

Kurzzeitvermietung ist kein Nebenbei-Geld, sondern steuerpflichtiges Einkommen. Reine Vermietung zählt in der Regel zu den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung; wer hotelähnliche Leistungen anbietet – Frühstück, tägliche Reinigung, Rezeption –, rutscht in den Gewerbebetrieb mit Gewerbeanmeldung und Gewerbesteuer. Umsatzsteuerlich ist die kurzfristige Beherbergung steuerpflichtig, mit ermäßigtem Satz und der Kleinunternehmerregelung als Ausweg für kleine Umsätze. Viele Gemeinden erheben Kurtaxe oder Bettensteuer, die der Gastgeber abführt oder die Plattform einzieht. Und seit 2023 melden Airbnb, Booking und andere Plattformen die Einnahmen ihrer Anbieter an die deutsche Finanzverwaltung – das Finanzamt kennt die Zahlen, bevor die Steuererklärung kommt. Wer das durchrechnet, merkt, dass der Bruttoumsatz aus den Kursversprechen und das, was nach Plattformgebühr, Reinigung, Leerstand, Verschleiß und Steuern bleibt, zwei verschiedene Zahlen sind; genau diese Rechnung sollte ein Kurs vorführen. Steuerliche Angaben hier sind eine Orientierung, keine Steuerberatung.

Was die Kurse können – und wo Vorsicht gilt

Der Lernpfad beginnt mit dem Inserat – Konto, Fotos, Texte, inzwischen auch mit ChatGPT für Beschreibungen –, führt über das Host-Handwerk aus Bewertungen, Gästekommunikation und Preisfindung zur Automatisierung mit einem Property-Management-System und dynamischer Preissoftware, die Belegung und Saison einpreist, und endet bei Direktbuchungen über die eigene Website, die die Abhängigkeit von Plattformen senken. Ein eigener Kurs aus der Fewo-Vermarktung erklärt nüchtern, wie man unter den Unterkunftsportalen wählt, statt überall gleichzeitig zu sein. Zwei Modelle in den Kursen verlangen einen zweiten Blick: das Anmieten von Apartments, um sie an Gäste weiterzuvermieten, kollidiert in den meisten deutschen Städten mit Mietrecht und Zweckentfremdung, und der Immobilienkauf in Thailand setzt voraus, dass man das dortige Eigentumsrecht kennt – Grundstücke können Ausländer dort in der Regel nicht erwerben, Eigentumswohnungen nur in einer begrenzten Quote je Haus. Beides lässt sich lernen, aber nicht aus einem Videokurs allein. Wer die Kurzzeitvermietung als Geschäftsmodell mit anderen vergleicht, findet die Übersicht unter Online-Business; wer die Immobilie als Anlage betrachtet, die Grundlagen unter Passives Einkommen.

Häufige Fragen

Muss ich für Airbnb ein Gewerbe anmelden?
Für die reine Vermietung einer Wohnung meist nicht – das bleibt private Vermögensverwaltung, deren Einkünfte trotzdem in die Steuererklärung gehören. Sobald Leistungen wie bei einem Hotel dazukommen oder mehrere Objekte professionell bewirtschaftet werden, wird es ein Gewerbe. Die Grenze zieht das Finanzamt im Einzelfall; wer sie vorher mit einer Steuerberatung klärt, spart sich Nachforderungen. Das ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Lohnt sich Kurzzeit- gegenüber Dauervermietung?
Brutto fast immer, netto längst nicht immer. Der Tagespreis liegt weit über der anteiligen Monatsmiete, dagegen stehen Leerstand außerhalb der Saison, Reinigung nach jedem Gast, Verschleiß, Plattformgebühren, Steuern und die eigene Zeit. Als Faustregel tragen Objekte in Lagen mit ganzjähriger Nachfrage und einer Auslastung deutlich über der Hälfte des Jahres – in Städten mit Vermietungsbeschränkung ist die Rechnung von vornherein anders.
Airbnb, Booking oder eigene Website?
Am Anfang die Plattformen, weil dort die Gäste sind: Airbnb rechnet mit einer niedrigeren Gastgeberprovision plus Gästegebühr, Booking mit einer deutlich höheren Provision beim Gastgeber, dafür mit anderer Reichweite. Mit stabilem Stammgastanteil lohnt eine eigene Buchungsseite mit Channel-Manager, der die Kalender synchron hält – die Kurse zur Automatisierung zeigen genau diesen Aufbau. Ganz ohne Plattform starten fast nur Vermieter, die schon einen Gästestamm haben.