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Bachelor ohne Abitur – geht das?

Das Abitur ist längst nicht mehr die einzige Eintrittskarte ins Studium. Über den dritten Bildungsweg – die berufliche Qualifikation – steht der Bachelor auch ohne Abitur offen. Im Fernstudium ist dieser Zugang besonders verbreitet, weil sich viele Anbieter gezielt an Berufstätige richten.

Die zwei Wege ohne Abitur

Grundsätzlich gibt es zwei Türen. Mit einem beruflichen Aufstiegsabschluss – Meister, Techniker, Fachwirt oder einer vergleichbaren Fortbildung – bist du in der Regel den Abiturientinnen gleichgestellt und kannst jedes Fach studieren. Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung plus mehrjähriger Berufserfahrung kannst du meist fachgebunden studieren, also in einem zu deinem Beruf passenden Bereich. Die Details regeln das jeweilige Bundesland und die Hochschule.

Probestudium statt Aufnahmeprüfung

Viele Fernhochschulen erleichtern den Einstieg zusätzlich: Statt einer Aufnahmeprüfung bieten sie ein Probestudium an, in dem du die ersten Wochen oder Monate unverbindlich testest und bei Erfolg regulär weiterstudierst. Manche verlangen vorab ein Beratungsgespräch oder eine Zugangsprüfung. So oder so musst du keine Angst vor einer hohen formalen Hürde haben – Wille und Lernbereitschaft zählen hier mehr als ein Zeugnis von vor zehn Jahren.

Häufige Fragen

Ist ein Studium ohne Abitur weniger wert?
Nein. Der Bachelor ist derselbe, unabhängig vom Zugangsweg. Im Zeugnis steht nicht, ob du mit Abitur oder über die berufliche Qualifikation gestartet bist.
Welche Berufserfahrung wird verlangt?
Typischerweise eine abgeschlossene Ausbildung und zwei bis drei Jahre einschlägige Berufspraxis für den fachgebundenen Zugang. Mit einem Aufstiegsabschluss (Meister, Fachwirt) entfällt diese Bindung meist. Maßgeblich ist die jeweilige Landesregelung.