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Hintergrund

„Weiter, immer weiter“: Was Oliver Kahns Erfolgsprinzip für ein Fernstudium taugt

Wer nach einem Erfolgsrezept sucht, findet unzählige Ratgeber und wenig Belastbares. Glaubwürdiger sind Menschen, die ihr Prinzip über Jahre öffentlich beweisen mussten. Oliver Kahn, Europameister von 1996 und Vize-Weltmeister von 2002, hat seines auf drei Wörter verdichtet: „Weiter, immer weiter!“ Für ein Fernstudium neben Beruf und Familie ist das kein schlechter Kompass – solange klar ist, was er nicht kann.

Ursprünglich am 19. Juni 2021 auf getting-digital.net erschienen; für getstudium überarbeitet und mit dem aktuellen Angebot verknüpft.

Das Kahn-Prinzip

Der Satz fiel nach dem Champions-League-Finale 2001 und wurde zu Kahns Markenzeichen; in seinem Buch „Ich. Erfolg kommt von innen“ (2008) und in Vorträgen hat er ihn zum Prinzip ausgebaut: nicht aufgeben, nach Rückschlägen sofort weitermachen, das Ziel über die Tagesform stellen. Seine Laufbahn liefert die Belege – Karlsruher SC, FC Bayern München, Nationalmannschaft, später der Vorstandsvorsitz der FC Bayern München AG von 2021 bis 2023. Dass ein Prinzip bei einem Ausnahmesportler funktioniert, sagt allerdings noch nichts darüber, ob es auf ein Studium neben dem Beruf übertragbar ist.

Warum Dranbleiben im Fernstudium so viel zählt

Ein Fernstudium scheitert selten an der Klausur und oft am Alltag: Die Lernzeit rutscht hinter Job, Familie und Erschöpfung. Verlässliche Abbruchquoten für den gesamten Markt gibt es nicht; Erfahrungswerte der Anbieter und einzelne Untersuchungen deuten darauf hin, dass sie über denen des Präsenzstudiums liegen. Wer dranbleiben will, braucht deshalb weniger Motivation als Struktur: feste Wochenstunden, ein realistisches Tempo – viele Hochschulen bieten Teilzeitmodelle mit verlängerter Regelstudienzeit –, Lerngruppen oder Tutorien und eine Probephase, wie sie Fernschulen in der Regel als kostenloses Probestudium anbieten. Kahns Satz hilft an dem Punkt, an dem der Plan steht und nur noch das Durchziehen fehlt. Welche Lernform zu dir passt, klärt der Ratgeber Fernstudium oder Präsenzstudium?; die Programme selbst findest du unter Fernstudium.

Wann Aufhören die bessere Entscheidung ist

„Immer weiter“ ist kein Argument gegen eine Kurskorrektur. Haben sich Ziel oder Lebenslage geändert, ist der Wechsel in ein anderes Programm oder eine Pause vernünftiger als Durchhalten um jeden Preis. Für staatlich zugelassene Fernlehrgänge regelt das Fernunterrichtsschutzgesetz die Kündigung: erstmals zum Ende des ersten Halbjahres mit sechs Wochen Frist, danach jederzeit mit drei Monaten Frist; Hochschulen haben eigene Rücktritts- und Exmatrikulationsregeln. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung – die konkreten Fristen stehen in deinem Vertrag. Was die ZFU-Zulassung für dich bedeutet, erklärt ZFU-Zulassung erklärt. Wie Kahn selbst Weiterbildung für seinen Rollenwechsel genutzt hat, steht in der Meldung Oliver Kahn in Harvard.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Abbruchquote im Fernstudium?
Eine belastbare Gesamtzahl gibt es nicht; die Anbieter veröffentlichen unterschiedliche Kennzahlen und definieren „Abbruch“ verschieden. Als Faustregel gilt: Wer die ersten Monate mit fester Lernroutine übersteht, bleibt meist dabei – der kritische Punkt liegt früh.
Kann ich ein Fernstudium unterbrechen?
Meist ja. Fernhochschulen kennen Urlaubssemester, Fernschulen verlängern die Betreuungszeit häufig kostenlos über die Regelstudienzeit hinaus. Die Bedingungen stehen im Vertrag und unterscheiden sich je Anbieter.
Was bringt ein Probestudium?
Es zeigt vor der Bindung, ob Material, Tempo und Betreuung zu dir passen. Bei Fernschulen ist ein Probestudium von vier Wochen verbreitet, Hochschulen bieten oft Schnuppermodule oder eine kostenlose Testphase an.

Stand: 7. September 2026 · getstudium Redaktion