Bautenschutz (M.Sc.)
Prüfung zum Master of Science im Studiengang Bautenschutz
- Abschluss
- Master of Science (M.Sc.)
- Art
- Hochschul-Master
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 90 ECTS
- Regelstudienzeit
- 24 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 20 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 2116 Std. (2821 UE)
- Präsenz
- An insgesamt 24 Tagen (6 Tage pro Semester)
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 10.000 €
- Ratenzahlung
- 8 × 1.250 €
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Der größte Teil des Gebäudebestands ist längst gebaut – ihn zu erhalten, zu schützen und instand zu setzen ist eine eigene, hoch spezialisierte Ingenieurdisziplin. Der Master Bautenschutz der Hochschule Wismar (WINGS) bildet die Expert:innen aus, die Schäden an Bauwerken verstehen, verhindern und beheben. Das Studium ist naturwissenschaftlich-technisch geprägt: Baustoffe und biologische Schadprozesse, Abdichtung, Entsalzung und Trocknung, der Schutz von Fassaden und Oberflächen sowie Recycling, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit. Praktische Laborphasen verankern das Wissen. Studiert wird berufsbegleitend im Fernstudium über myWINGS mit wenigen Präsenztagen pro Semester. Das Programm richtet sich an Fachkräfte aus Ingenieur-, Architektur-, Werkstoff-, Umwelt- und Naturwissenschaften, die sich auf Bauwerkserhaltung spezialisieren wollen. Abschluss ist der Master of Science.
Inhalte
- Baustoffe und biologische Probleme
- Naturwissenschaftlich-technische Probleme des Bautenschutzes
- Abdichtung, Entsalzung, Trocknung
- Schutz von Fassaden
- Schutz von Baustoffoberflächen und Recycling
- Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Modellierungen
- Methoden wissenschaftlicher Arbeit
- Master-Thesis und Kolloquium
Karriere
Sanierung, Instandsetzung & Denkmalpflege
Du planst und begleitest die Instandsetzung und den Schutz von Bauwerken – von der Schadensanalyse über die Abdichtung bis zur Fassadensanierung, häufig auch an denkmalgeschützten und historischen Gebäuden, wo besondere Sorgfalt gefragt ist.
Sachverständigen- und Gutachtertätigkeit
Mit fundiertem Wissen über Baustoffe, Schadprozesse und Schutzverfahren qualifizierst du dich für die Bewertung und Begutachtung von Bauschäden – eine gefragte Kompetenz bei Streitfällen, Sanierungsentscheidungen und in der Qualitätssicherung.
Bauindustrie, Baustoffhersteller & Beratung
In der Bauindustrie und bei Baustoffherstellern bringst du dein Spezialwissen in Forschung, Entwicklung, Anwendungstechnik und Beratung ein – etwa bei der Entwicklung und richtigen Anwendung von Schutz- und Sanierungssystemen.
Zugangsvoraussetzungen
erster berufsqualifizierender Abschluss in den Ingenieur-, Architektur-, Werkstoff-, Umwelt-, Verfahrens-, Denkmal- oder Naturwissenschaften sowie in naturwissenschaftlich-technisch orientierten Wirtschafts- bzw. Lehramtsstudiengängen; Näheres siehe bitte Prüfungs- und Studienordnung § 4
Eine Nische mit Bedarf: Bauwerkserhaltung statt Neubau
Während sich das klassische Bauingenieurwesen stark auf Neubau, Statik und Konstruktion konzentriert, widmet sich der Bautenschutz dem, was bereits steht: dem Erhalt und Schutz vorhandener Bausubstanz. Angesichts eines alternden Gebäudebestands, hoher Sanierungsbedarfe und des Denkmalschutzes ist das ein dauerhaft nachgefragtes, aber von wenigen Hochschulen abgedecktes Spezialgebiet. Entsprechend breit ist der Zugang gestaltet: Zugelassen werden Absolvent:innen aus den Ingenieur-, Architektur-, Werkstoff-, Umwelt-, Verfahrens-, Denkmal- und Naturwissenschaften sowie aus naturwissenschaftlich-technisch orientierten Wirtschafts- und Lehramtsstudiengängen. Diese Interdisziplinarität spiegelt die Praxis wider, in der Bautenschutz an der Schnittstelle vieler Fächer stattfindet.
Zusätzliche Informationen
Das Studium enthält praktische Laborphasen; pro Semester können zusätzliche Laborkosten anfallen.
Häufige Fragen
- Aus welchen Fachrichtungen kann ich kommen?
- Aus einem breiten Spektrum: Ingenieur-, Architektur-, Werkstoff-, Umwelt-, Verfahrens-, Denkmal- und Naturwissenschaften sowie naturwissenschaftlich-technisch orientierte Wirtschafts- und Lehramtsstudiengänge. Der Bautenschutz ist von Natur aus interdisziplinär – mehr dazu im Abschnitt „Eine Nische mit Bedarf“.
- Wie praxis- und labororientiert ist das Studium?
- Stark: Das Studium ist naturwissenschaftlich-technisch ausgerichtet und enthält praktische Laborphasen. Ergänzt wird das Fernstudium durch Präsenztage (sechs pro Semester), an denen Versuche und praktische Inhalte vertieft werden.
- Spielt die Denkmalpflege eine Rolle?
- Ja. Viele Aufgaben im Bautenschutz betreffen historische und denkmalgeschützte Bauwerke, deren Erhaltung besondere Materialkenntnis und schonende Verfahren verlangt. Das Studium liefert dafür das nötige naturwissenschaftlich-technische Fundament.
- Was unterscheidet Bautenschutz von einem allgemeinen Bauingenieurstudium?
- Der Fokus: Statt Neubau, Tragwerk und Konstruktion stehen Erhalt, Schutz und Instandsetzung bestehender Bauwerke im Mittelpunkt – mit tiefem Wissen zu Baustoffen, Schadprozessen, Abdichtung und Oberflächenschutz. Es ist eine Spezialisierung, kein Grundlagenstudium des Bauwesens.
