Staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik – Schwerpunkt Tiefbau
Tiefbau-Variante des Bautechniker-Lehrgangs: Vorbereitung auf die sächsische Fachschulprüfung mit den Prüfungsfächern des Tiefbaus
- Abschluss
- Staatliche Technikerprüfung an einer Fachschule für Technik in Sachsen – Abschluss „Staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik, Schwerpunkt Tiefbau (Bachelor Professional in Technik)“; SGD-Abschlusszeugnis nach erfolgreicher Kursteilnahme
- Art
- schulisch/staatlich
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 42 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 15 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 2709 Std.
- Präsenz
- Vier obligatorische Seminare mit internen Prüfungen: ein einwöchiges Grundlagenseminar in Darmstadt und drei zweiwöchige Fachseminare Tiefbau in Löbau
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 9.228 €
- Ratenzahlung
- 42 × 209 €
- davon Prüfungsgebühr
- 450 €
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters (öffnet in neuem Tab).
Überblick
Straßen, Brücken, Kanäle, Leitungen, Deiche: Der Tiefbau ist der Teil des Bauens, der selten Titelbilder bekommt und ohne den nichts funktioniert – und er hat einen chronischen Mangel an mittlerem Führungspersonal. Der Staatlich geprüfte Bautechniker mit Schwerpunkt Tiefbau ist die Qualifikation, mit der Straßenbauer:innen, Kanalbauer:innen, Rohrleitungsbauer:innen und Vermessungstechniker:innen in Bauleitung, Kalkulation und Planung wechseln. Der SGD-Lehrgang teilt sich Zulassung, Grundlagen und Organisation mit dem Hochbau-Schwerpunkt: dieselben allgemeinen Fächer, dieselben bautechnischen Grundlagen von Baukonstruktion bis CAD, dieselben 42 Monate bei 15 Wochenstunden und dieselbe staatliche Prüfung an einer Fachschule in Sachsen. Der Unterschied liegt in den Prüfungsfächern und in den Fachseminaren: Statt Hochbaukonstruktion und Haustechnik stehen die Fachgebiete des Tiefbaus im Mittelpunkt, und die drei zweiwöchigen Fachseminare finden in Löbau statt, das Grundlagenseminar in Darmstadt. Zur Einordnung gilt dasselbe wie im Hochbau: staatlicher Fachschulabschluss der Stufe 6 samt Titelzusatz Bachelor Professional, bundesweit anerkannt, Hochschulzugang inklusive – aber sieben Wochen Präsenz, eine gesonderte Prüfungsgebühr und über 2.700 Stunden Selbstlernzeit. Wer im Verkehrswegebau, in der Ver- und Entsorgung oder im Wasserbau bleiben will, ist mit diesem Schwerpunkt richtig.
Inhalte
- Allgemeine Fächer: Deutsch, Englisch, Sozial- und Rechtskunde, Zusammenarbeit und Führung
- Fachrichtungsbezogene Grundlagen: Baugeschichte, Baukonstruktion, Baurecht, Bauzeichnen, Chemie und Baustoffkunde, darstellende Geometrie, Datenverarbeitung und CAD, Mathematik, Physik
- Prüfungsfächer mit Tiefbau-Schwerpunkt: Baubetrieb und Betriebswirtschaft, Baumaschinen und Baugeräte, Baustatik und Festigkeitslehre, Vermessung sowie die Fachgebiete des Tiefbaus laut SGD-Lehrplan
- Projektarbeit
Karriere
Bauleitung im Straßen- und Kanalbau
Tiefbauunternehmen besetzen Bau- und Projektleitung für Verkehrswege, Ver- und Entsorgungsleitungen mit Techniker:innen, die Baustelle und Kalkulation beherrschen.
Kommunale Tiefbauämter und Versorger
Städte, Landkreise, Wasserverbände und Netzbetreiber planen und überwachen Infrastruktur – Stellen, die häufig ausdrücklich Bautechniker:innen suchen.
Ingenieurbüros für Infrastruktur
Entwurf, Massenermittlung, Ausschreibung und Bauüberwachung für Straßen-, Erd- und Wasserbau – die technische Sachbearbeitung neben den Ingenieur:innen.
Zugangsvoraussetzungen
Abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung in einem Bauberuf oder eine sonstige abgeschlossene Berufsausbildung mit mindestens anderthalb Jahren Berufspraxis im Baubereich; Technik: PC mit Windows und Internetzugang
Warum Tiefbau – Markt, Abgrenzung zum Hochbau und die Seminarorte
Der Tiefbau lebt von öffentlichen Aufträgen: Straßen- und Brückensanierung, Kanalnetze, Trinkwasser, Glasfaser, Hochwasserschutz. Diese Budgets sind konjunkturunabhängiger als der Wohnungsbau, und der Fachkräftemangel im mittleren Management ist hier besonders spürbar – ein Argument für die Schwerpunktwahl, wenn dir Gebäude weniger liegen als Trassen und Netze. Fachlich unterscheiden sich die Prüfungsfächer: Wo der Hochbau Hochbaukonstruktion, Entwurfslehre und Haustechnik prüft, geht es im Tiefbau um Erd- und Grundbau, Verkehrswege, Wasserbau und die zugehörige Bauausführung; Statik, Vermessung, Baubetrieb und Baumaschinen sind beiden gemeinsam. Organisatorisch musst du wissen, dass die drei zweiwöchigen Fachseminare für den Tiefbau in Löbau in der Oberlausitz stattfinden, das Grundlagenseminar in Darmstadt – insgesamt sieben Wochen Präsenz mit Anreise und Unterkunft. Rechtlich gilt wie im Hochbau: staatlicher Abschluss, DQR-Niveau 6, kein Ingenieurtitel; Tragwerks- und Bauvorlageberechtigung bleiben Ingenieur:innen vorbehalten, die Landesbauordnungen räumen Techniker:innen nur begrenzte Vorlagerechte ein. Beide Schwerpunkte laufen unter derselben ZFU-Zulassung, weil es sich um einen Bildungsgang mit zwei Vertiefungen handelt. Aufstiegs-BAföG und Bildungsgutschein kommen als Förderung in Frage.
Verwandte Studiengänge
Zusätzliche Informationen
Rund 150 Studienhefte, Tabellenbuch Bautechnik, Gesetzestexte, CAD-Software; staatliche Prüfungsgebühr gesondert; Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit möglich; 4 Wochen kostenlos testen; DQR-Niveau 6.
Häufige Fragen
- Was unterscheidet den Tiefbau- vom Hochbau-Schwerpunkt?
- Grundlagen, Dauer, Preis, Zulassung und Prüfung sind identisch; die Prüfungsfächer und die Fachseminare unterscheiden sich. Tiefbau steht für Straßen-, Erd-, Grund- und Wasserbau, Hochbau für Gebäude vom Tragwerk bis zur Gebäudetechnik.
- Wo finden die Seminare statt?
- Das Grundlagenseminar in Darmstadt, die drei zweiwöchigen Fachseminare für den Tiefbau in Löbau in Sachsen. Alle vier sind verpflichtend und enthalten interne Prüfungen.
- Kann ich später den Schwerpunkt wechseln?
- Die Schwerpunktwahl bestimmt Prüfungsfächer und Fachseminare; ein Wechsel ist am Anfang leichter als nach dem ersten Fachseminar. Kläre einen Wechselwunsch früh mit der SGD.
- Brauche ich eine Ausbildung im Tiefbau?
- Für die staatliche Prüfung genügt eine einschlägige Bauausbildung mit Berufsschulabschluss und einem Praxisjahr oder eine andere Ausbildung mit fünf Jahren einschlägiger Tätigkeit; Straßen-, Kanal- und Rohrleitungsbau, Vermessung oder Bauzeichnen zählen.
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Stand: 5. Juli 2026 · getstudium Redaktion
