Gartentherapie (Laudius)
Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für die Gartentherapie
- Abschluss
- Institutsinternes Laudius-Zeugnis; das Laudius-Zertifikat „Gartentherapeut:in“ nur mit nachgewiesener Heilerlaubnis
- Art
- institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 9 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 8 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 310 Std.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 1.341 €
- Ratenzahlung
- 9 × 149 €
- Nur digitale Lernunterlagen
- 1.251 € (9 × 139 €)
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Ein Garten kann mehr als schön sein: Säen, Pflegen und Ernten beruhigt, aktiviert und gibt Struktur – Wirkungen, die sich in Pflege, Rehabilitation und Pädagogik gezielt nutzen lassen. Der Laudius-Fernkurs Gartentherapie zeigt, wie du Gartenarbeit als Methode einsetzt, um Menschen zu fördern. Du erarbeitest dir die Grundlagen der Gartentherapie und ihre Zielgruppen, dazu Didaktik und Anleitung, das Modell der fünf Elemente, ökologisches Wissen, Pflanzen als therapeutisches Mittel sowie konkrete Methoden und Praxisbeispiele für die Arbeit mit Gruppen. In neun Monaten entsteht so ein anwendbares Repertoire – berufsbegleitend und ortsunabhängig. Angesprochen sind Menschen aus Pflege, Betreuung, Pädagogik oder dem Gartenbau, die ihre Arbeit um eine sinnstiftende Methode erweitern wollen; Vorkenntnisse sind nicht nötig. Beim Abschluss lohnt allerdings ein genauer Blick – dazu der nächste Abschnitt.
Inhalte
- Grundlagen der Gartentherapie
- Zielgruppen und ihre Besonderheiten
- Basiswissen und Didaktik für Anleiter:innen
- Das Modell der fünf Elemente und seine Bedeutung für den Garten
- Ökologie und Umweltschutz
- Pflanzen als therapeutisches Mittel
- Gärtnerische Elemente der Gartentherapie
- Leitfäden, Praxisbeispiele und Methoden für die Anleitung
Karriere
Aktivierende Gartenarbeit in Betreuung und Pflege
In Pflegeheimen, Tagespflegen oder der Eingliederungshilfe leitest du Gartengruppen an, die aktivieren, den Tag strukturieren und Freude bringen.
Pädagogische Garten- und Naturarbeit
In Kitas, Schulen oder der Behindertenhilfe nutzt du den Garten als Lern- und Erfahrungsraum für unterschiedliche Gruppen.
Therapeutischer Einsatz – mit Heilerlaubnis
Wer als Ärzt:in, Psychotherapeut:in oder Heilpraktiker:in arbeitet, kann Gartentherapie als ergänzende Methode in die eigene Heilbehandlung einbinden.
Zugangsvoraussetzungen
Keine besonderen. Technische Voraussetzungen: digitales Endgerät mit Internetzugang, Headset mit Mikrofon, Webcam (optional)
„Gartentherapeut:in“ nur mit Heilerlaubnis – sonst Anleitung statt Therapie
Beim Abschluss lohnt der genaue Blick. Das Laudius-Zeugnis für die bearbeiteten Einsendeaufgaben und Modulprüfungen erhalten alle Teilnehmenden. Das Laudius-Zertifikat mit der Bezeichnung „Gartentherapeut:in“ bekommt dagegen nur, wer eine Heilerlaubnis nachweist – also approbierte Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen oder Heilpraktiker:innen. Der Grund: „Therapie“ im heilkundlichen Sinn ist erlaubnispflichtig. Ohne Heilerlaubnis setzt du das Gelernte nicht als Heilbehandlung ein, sondern als aktivierende, pädagogische oder gesundheitsfördernde Gartenarbeit – etwa in der Betreuung, der Eingliederungshilfe oder mit Gruppen in einer Einrichtung.
Häufige Fragen
- Lohnt sich der Kurs auch ohne Heilerlaubnis?
- Ja. Auch ohne Heilerlaubnis erwirbst du das Wissen und das Laudius-Zeugnis und kannst Gartenarbeit aktivierend und pädagogisch einsetzen – nur die geschützte Bezeichnung „Gartentherapeut:in“ bleibt Personen mit Heilerlaubnis vorbehalten.
- Brauche ich einen eigenen Garten?
- Hilfreich, aber kein Muss. Die Methoden funktionieren auch mit Hochbeeten, Kübeln oder dem Garten einer Einrichtung. Zum Üben genügt oft schon eine kleine Fläche.
- Worin unterscheidet sich Gartentherapie vom normalen Gärtnern?
- Im Ziel und in der Anleitung: Du gärtnerst nicht um des Gartens willen, sondern setzt Pflanzen und Tätigkeiten bewusst und didaktisch geplant ein, um bestimmte Zielgruppen zu fördern.
