Doula (Laudius)
Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten, um Frauen von der Schwangerschaft über die Geburt bis ins Wochenbett zu begleiten
- Abschluss
- Institutsinternes Laudius-Zeugnis (Grundwissen Doula); Laudius-Zertifikat (Doula) nach zusätzlichem Nachweis der Hospitationsstunden
- Art
- institutsinterne Prüfung
- Studienform
- Fernstudium
- Regelstudienzeit
- 9 Monate
- Lernaufwand/Woche
- ca. 8 Std.
- Selbstlernen gesamt
- 310 Std.
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 1.341 €
- Ratenzahlung
- 9 × 149 €
- Nur digitale Lernunterlagen
- 1.251 € (9 × 139 €)
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Stundenlang dieselbe ruhige Stimme, eine Hand im Rücken, jemand, der die Wünsche der Gebärenden kennt und sie für das Klinikteam übersetzt: Das ist die Arbeit einer Doula. Sie begleitet rund um die Geburt – nicht-medizinisch, dafür kontinuierlich –, und genau diese ununterbrochene Zuwendung tut nachweislich gut. Der Laudius-Fernkurs gibt dir das nötige Rüstzeug: Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit, der Umgang mit Komplikationen und vor allem deine Rolle zwischen Familie, Hebamme und Klinik. Zu den 28 Lernheften und einem Lerntagebuch kommen drei Online-Seminare und eine Hospitation – Geburtsbegleitung versteht man nicht allein am Schreibtisch. Mitbringen solltest du ein Mindestalter von 25 Jahren, Lebenserfahrung und Einfühlungsvermögen; eigene Kinder sind kein Muss. Eines aber gehört von Anfang an dazu: ein klares Bild davon, was eine Doula ist – und was sie ausdrücklich nicht ist.
Inhalte
- Grundlagenwissen zur Doula-Tätigkeit und Berufsfeld
- Schwangerschaft und Geburt
- Wochenbett, Nachsorge und Stillen
- Komplikationen und Herausforderungen
- Die Rolle der Doula in der Geburtsbegleitung
- Kompetenzen und Unterstützungsangebote
- Praktische Vorbereitung und Anwendung; sicher in die Praxis
Karriere
Selbstständige Geburtsbegleitung
Du begleitest Familien vor, während und nach der Geburt – freiberuflich, häufig als sinnstiftender Zu- oder Nebenerwerb.
Schwerpunkt Wochenbett
Gerade die Zeit nach der Geburt, wenn der Alltag mit Baby beginnt, ist ein eigenes, wachsendes Feld – viele Doulas spezialisieren sich darauf.
Ergänzung in Geburts- und Familienberufen
Für Menschen aus Pflege, Pädagogik oder Familienberatung erweitert die Doula-Qualifikation das eigene Angebot rund um Schwangerschaft und Geburt.
Zugangsvoraussetzungen
Mindestalter 25 Jahre; eigene Geburtserfahrung kann von Vorteil sein, ist aber nicht zwingend. Technische Voraussetzung: digitales Endgerät mit Internetzugang, aktueller Browser, PDF-Reader, MP3-Abspielsoftware
Die wichtigste Grenze: eine Doula ist keine Hebamme
An diesem Punkt entscheidet sich, ob man den Beruf richtig versteht. Die Hebamme ist medizinisch ausgebildet: Sie überwacht Herztöne und Geburtsverlauf, leitet die Geburt und trägt die Verantwortung für Mutter und Kind – ein staatlich geregelter Beruf. Die Doula tut bewusst nichts davon. Sie misst nicht, untersucht nicht und gibt keine medizinischen Ratschläge. Ihr Beitrag ist die durchgehende menschliche Präsenz: den Raum halten, erklären, beruhigen, organisieren – und auch dann noch da sein, wenn das Klinikpersonal wechselt. Beide arbeiten Hand in Hand, und gerade weil die Doula die medizinische Grenze achtet, ist sie eine Entlastung und keine Konkurrenz. (Die Berufsbezeichnung Doula ist gesetzlich übrigens nicht geschützt; entscheidend ist diese klare Aufgabenteilung, nicht der Titel.)
Häufige Fragen
- Wie komme ich an die 100 Hospitationsstunden?
- Die organisierst du selbst – etwa bei einer erfahrenen Doula, in einem Geburtshaus oder bei einer Hebamme. Sie sind bewusst Teil der Ausbildung: Geburtsbegleitung begreift man erst, wenn man dabei gewesen ist.
- Kann ich davon leben?
- Für die meisten ist es eine selbstständige Tätigkeit im Zu- oder Nebenerwerb. Die Begleitung zahlen die Familien privat, nicht die Krankenkasse; ein verlässlicher Kundenstamm entsteht über Empfehlungen und braucht Zeit.
